Double Header in Chemnitz

Mit Erfurt erwartet Chemnitz einen alten Rivalen.Am 9. Mai steigt auf dem Chemnitzer Usti-Field die Saisonpremiere 2026. Beim ersten Heimspieltag der Chemnitz Crusaders gibt es gleich einen Double Header. Der Spieltag steht unter dem Motto "Football is Family". Auch die Chemnitzer wollen damit noch einmal unterstreichen, dass nicht nur intern ihre Teams unabhängig von der Altersklasse sich gegenseitig unterstützen, sondern auch die verschiedenen Vereine in den Ligen untereinander familiär miteinander umgehen. Das spürt man dann auch neben dem Feld, wo Fans miteinander und nicht gegeneinander die Spiele verfolgen - in den Farben getrennt, in der Sache vereint.

Die Chemnitz Crusaders begrüßen mit den Erfurt Indigos im Regionalligaspiel einen durchaus bekannten Gegner. Diese schafften ein Jahr vor den Chemnitz Crusaders den Aufstieg in die Regionalliga Ost. Dort haben die Thüringer sich gut etablieren können und beendeten die Regionalliga Ost im vergangenen Jahr auf Platz vier. Das verhältnismäßig junge Team gründete sich im Jahr 2008 und ist seitdem ein stabiler Anker im thüringischem American Football. Der Ligabetrieb startete zunächst in der Landesliga Mitte und erst seit 2014 spielen die Indigos im Spielverbund Ost (Mitteldeutschland).

Erste Aufeinandertreffen der Erfurter gegen die Chemnitz Crusaders gab es in der Saison 2015, als es je einen Sieg und eine Niederlage gab. Insgesamt wurden erst neun Partien gegeneinander absolviert. Sechs Spiele gewann Erfurt, drei Spiele Chemnitz. Besonders schwer im Magen liegt da noch die 0:26-Niederlage in Auftaktspiel zur Saison 2024 in Erfurt. Zeit also, diese Bilanz etwas aufzuhübschen...

Die Erfurt Indigos haben 2026 bisher ein Spiel absolviert und in Magdeburg einen klaren Sieg errungen. Die Chemnitz Crusaders gehen mit dem Rückenwind des Auswärtssiegs in Cottbus in die Partie. Einfach wird es nicht werden. "Leichte Spiele wird es diese Saison wohl nicht geben. Also erwarten wir einfach den nächsten Brocken. Einziger Vorteil ist, dass einige Spieler und Coaches uns noch bekannt sind von den letzten Jahren", schildert Head Coach Ralph Dietrich die Erwartungen vor dem Spiel.

Das Verletzungspech aus den ersten Spielen macht natürlich gewisse Anpassungen erforderlich. Der Stimmung tut das aber keinen Abbruch. "Die Spieler sind wirklich konzentriert beim Training und wollen sich verbessern. Das macht als Coach natürlich Spaß. Inwieweit das Früchte trägt, werden wir wohl erst am Samstag sehen", so Dietrich. Spannung ist jedenfalls vorprogrammiert.

Zusätzlich haben die Chemnitz Crusaders auch noch die eine oder andere Überraschung geplant. "Der Samstag ist ein Double Header, und wir freuen uns - nach einem Jahr Pause - wieder nach unserer A-Jugend auf das Feld zu dürfen. Ich wünsche dem gesamten Varlets-Team viel Spaß und Erfolg", so Ralph Dietrich zum Abschluss.

Jene Varlets machen ab 11:30 Uhr den Auftakt auf dem Feld zum Double Header: in der in diesem Jahr neu formierten Spielgemeinschaft aus Chemnitz Varlets und Erzgebirge Miners. Beide Teams bündeln damit nach der B-Jugend nun auch im A-Jugend-Bereich die Kräfte. Für die Rückkehr in den Spielbetrieb nach der erzwungenen einjährigen Pause war dies bitter notwendig. "Nach dem harten Stopp im letzten Jahr sind wir froh, dass wir wieder in die Saison starten können. Für uns neu - die Spielgemeinschaft mit den Miners. Dabei zeigt sich, dass sich das bewährte Modell der B-Jugend auch bei uns positiv entwickelt", berichtet Head Coach Jan Schloßhauer. Das ist auch nicht verwunderlich. Schließlich hat ja ein großer Teil des Teams bereits in dieser Zusammensetzung in der B-Jugend gespielt.

Die Saisonvorbereitung war dabei nicht immer einfach. "In einem Mix aus getrennten und gemeinsamen Einheiten haben wir uns auf die Saison vorbereitet. Dabei muss man erwähnen, dass wir trotz Spielgemeinschaft eine dünne Spielerdecke haben und wir somit unserem bisherigen Motto "Qualität statt Quantität" treu bleiben müssen", so Jan Schloßhauer weiter. Gegner in diesem Spiel werden die Halle Falken sein. Zuletzt kreuzten sich die Wege, als die Hallenser gemeinsam mit den Leipzig Lions eine Spielgemeinschaft unter dem Namen Auenwald Sharks bildeten. Damals hatten die Chemnitz Varlets die Nase vorn. In diesem Jahr ist alles völlig offen. "Im ersten Spiel erwarten wir die Bewährungsprobe für unser aktuelles Konzept. Es muss sich zeigen, dass wir auch mit den Besonderheiten der Spielgemeinschaft erfolgreich Football spielen können. Wobei wir es als ersten Erfolg verbuchen werden, wenn wir am Samstag antreten und im Laufe des Spiels unsere Linie in Offense und Defense finden und möglichst etablieren können", sagt Schloßhauer.

Daniel Weber - 07.05.2026

Mit Erfurt erwartet Chemnitz einen alten Rivalen.

Mit Erfurt erwartet Chemnitz einen alten Rivalen. (© Thiele / Chemnitz Crusaders)

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