College Football Trainer sprechen sich für eine maximale Erweiterung der Playoffs – möglicherweise auf 24 Teams – sowie für einige weitere weitreichende Änderungen im gesamten Sport aus. Craig Bohl, Geschäftsführer der American Football Coaches Association (AFCA), erklärte, die AFCA habe letzte Woche empfohlen, die Anzahl der Teams im CFP-Turnier auf maximal 24 Teams zu erhöhen, die Conference Meisterschaftsspiele abzuschaffen, die Saison in der zweiten Januarwoche zu beenden und das exklusive Zeitfenster für das Army-Navy-Spiel zu schützen.
Anfang des Jahres herrschte zwischen den Entscheidungsträgern der Big Ten und der SEC Uneinigkeit über das zukünftige CFP-Format. Die Big Ten bevorzugt ein Feld von 24 Teams mit mehreren automatischen Qualifikationsplätzen pro Conference, während die SEC ein 16-Team-Format ("5+11") befürwortet. Nach dem ursprünglich von der SEC vorgeschlagenen Modell, das zunächst von der ACC und der Big 12 unterstützt wurde, bevor sich die Unterstützung hin zu einem 24-Team-Kader verlagerte, wären die fünf bestplatzierten Conference Champions automatisch qualifiziert gewesen. Die Big Ten bevorzugt ebenfalls einen 24 Team Kader, wobei die Auswahlkriterien noch diskutiert werden.
Ein Modell der Big Ten sieht einen automatischen Qualifikanten vor – den bestplatzierten Meister der Group of Six – und 23 Wildcards, die anhand der CFP-Rangliste des Auswahlkomitees vergeben werden. Theoretisch würde dieses Format die Big Ten und die SEC begünstigen, da sie im Vergleich zu den anderen Power Four Conferences einen Vorteil durch die Spielstärke ihrer Gegner haben.
Eine Erweiterung der Playoffs auf 24 Teams würde eine zusätzliche Runde mit zwölf weiteren Spielen bedeuten und das Conference Championship-Wochenende überflüssig machen. Die acht besten Teams (statt der bisherigen vier) erhielten ein Freilos in der ersten Runde, während die verbleibenden 16 Teams ihre Erstrundenspiele auf dem Campus des jeweils höher gesetzten Teams austragen würden.
Conference Championships sind jedoch äußerst lukrativ. Die Abschaffung dieser Spiele zugunsten eines früheren Playoff-Starts müsste sich für die Verantwortlichen finanziell lohnen. Das Format mit zwölf Teams bleibt mindestens bis zur Saison 2026 bestehen, die Gespräche über eine Erweiterung laufen jedoch weiter und haben sich angesichts der Empfehlungen der AFCA intensiviert.
Joey McGuire (Texas Tech), Jason Eck (New Mexico), Sean Lewis (San Diego State), Brent Vigen (Montana State), Pat Fitzgerald (Michigan State) und Ricky Rahne (Old Dominion) wurden kürzlich in den Vorstand der AFCA berufen. Zu den wiedergewählten Vorstandsmitgliedern gehören der AFCA Präsident von 2026, Clark Lea (Vanderbilt), und Bret Bielema (Illinois). "Ich weiß einfach nicht, wo genau die Grenze verläuft. ... Ich glaube schon, dass wir einige unserer Spiele (der regulären Saison) vielleicht weniger bedeutsam und wirkungsvoll gestalten werden, aber sie werden im Gesamtbild immer noch wichtig sein, insbesondere gegen Ende der Saison", sagte Kirby Smart (Georgia) kürzlich in einem Interview. "Ich bin ein Fan von 16 bis 24 Teams, weil es um die Bedeutung der Playoffs geht und weil wir Trainer daran gemessen werden. Ich möchte, dass mein Team dabei ist und diese Chance bekommt. Ich möchte, dass meine Fans mitfiebern. Es ist mittlerweile so weit gekommen, dass ein gutes altes Bowl Spiel keinen Wert mehr hat, wenn man nicht dabei ist. ... Wenn wir es also so gestalten, können wir genauso gut mehr Teams zulassen und alle spielen lassen."
Die Army Navy Situation: Um mögliches Chaos bei der Spielplanung der Playoffs mit einem der meistgesehenen Spiele der College Football Saison zu vermeiden, könnte das Army Navy Spiel seinen traditionellen Termin am zweiten Samstag im Dezember um eine Woche vorverlegen. Sollten die Conference Championship Games abgeschafft werden, hätte Army Navy einen eigenen Termin, vorausgesetzt, die Playoffs mit 24 Teams beginnen am darauffolgenden Dezemberwochenende.
Army Trainer Jeff Monken sagte wiederum, er habe vorgeschlagen, gegen Navy am Thanksgiving Wochenende zu spielen. Das Army Navy Spiel findet seit 1930 jährlich statt und zählt nach wie vor zu den traditionsreichsten Einzelveranstaltungen im College Football. CBS Sports hält die Übertragungsrechte bis 2038. Präsident Donald Trump unterzeichnete Anfang des Jahres eine Exekutivanordnung, die den exklusiven nationalen Übertragungstermin für diese langjährige Rivalität sichern soll.
Kalenderproblem: Die Entscheidung der NCAA Anfang des Jahres, das Transferfenster im Frühjahr auf Januar zu verkürzen, sollte unerlaubte Abwerbungsversuche nach dem Frühjahr verhindern und wird von den meisten als eine kleine Lösung für eine Reihe von Kalenderproblemen im gesamten Sport angesehen. Hinzu kommen die Schwierigkeiten des Trainerwechsels und der frühen Vertragsunterzeichnungsphase, die beide im Frühjahr stattfinden und kollidiert mit dem Wochenende nach den Conference Championships. Aktuell finden im College Football Trainerwechsel, Trainereinstellungen und das stets hektische Transferfenster innerhalb weniger Wochen statt. Mehrere Teams mussten in der letzten Saison während der Spielvorbereitung zu den Playoffs Trainerwechsel verkraften, darunter Ole Miss, nachdem die Rebels Trainer Lane Kiffin und mehrere Mitarbeiter an LSU verloren hatten. Dan Lanning von Oregon musste mitansehen, wie beide Koordinatoren Cheftrainerposten in Kalifornien und Kentucky annahmen. Da die Ducks weit im College Football Playoff standen, standen beide Koordinatoren kurz vor dem Abschied und versuchten gleichzeitig, zwei Jobs zu bewältigen.
Das nationale Meisterschaftsspiel der nächsten Saison findet erst am 25. Januar 2027 statt – zehn Tage nach dem letzten Halbfinale der beiden Teams. Der College Football steht in dieser Zeit auch in direkter Konkurrenz zu den NFL Playoffs. Hinzu kommt, dass die Trainer ihre Transferklassen und Kaderverstärkungen finalisieren müssen, bevor die Frist für das Hinzufügen und Abwählen von Spielern an ihren jeweiligen Universitäten für das Frühjahrssemester endet.
"Idealerweise endet die Saison am 1. Januar", sagte Lanning gegenüber NBC Sports. "Das sollte das letzte Spiel sein. Das sollte das Meisterschaftsspiel sein. Danach öffnet das Transferportal, und Trainer, die sich beruflich verändern möchten, können dies tun. Unser nationales Meisterschaftsspiel findet dieses Jahr am 19. Januar statt, und das ist für einen Trainer, der sich einem neuen Programm anschließen und ein Trainerteam aufbauen möchte, schwer vorstellbar." Es ist schwierig für die Spieler, Kontinuität zu verstehen, ihren zukünftigen Einsatzort zu kennen und das mit Besuchen, dem Transferportal und all den anderen Faktoren zu koordinieren."
Indianas Trainer Curt Cignetti äußerte sich zur langen Spielpause seines Teams in der letzten Saison vor dem Rose Bowl gegen Alabama. Die Hoosiers besiegten Ohio State in der Big Ten Championship, bevor sie einige Wochen später gegen die Crimson Tide antraten. "Nun ja, so ist es nun mal, also macht man das Beste daraus", sagte Cignetti. "Wie wir vorgegangen sind, bis wir den Gegner kannten?" Wir haben es wie zwei spielfreie Wochen behandelt, und jetzt haben wir fast zwei Wochen Zeit, uns auf den Gegner vorzubereiten."
Die Trainer sind nicht nur frustriert, sondern völlig erschöpft. Sie werden Ihnen unter vier Augen bestätigen: Die Gefahr eines Burnouts war noch nie so groß. Und für die Teams, die noch in den Playoffs vertreten sind, gibt es schlichtweg kein Gleichgewicht mehr. Die Trainerteams teilen ihre Zeit zwischen der Spielvorbereitung gegen Top-Gegner und der Neubesetzung des eigenen Kaders auf – eine Realität, die vor zehn Jahren undenkbar gewesen wäre. Alle Beteiligten wollten ihre Conferencve erweitern. Mehr Zugang zu den Gegnern, wichtigere Spiele, höhere Einnahmen. Doch die Schattenseiten werden immer deutlicher. Der Spielplan ist überfüllt, gnadenlos und in vielerlei Hinsicht langfristig nicht tragbar.
Schlüter - 06.05.2026

Auch Kirby Smart ist für eine Erweiterung der CFP Playoffs auf maximal 24 Teams. (© Getty Images)
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