Der Pariser Football Markt bekommt eine erste klare Richtung und das noch vor dem Start der Saison 2026. Offensive Lineman Celestin Ngimbi wird nicht wie ursprünglich geplant für das AFLE Franchise Paris Lights auflaufen, sondern sich den Paris Musketeers in der EFA anschließen. Damit entscheidet er sich im direkten stadtinternen Duell bewusst für das etabliertere Projekt und gegen den nächsten Neuaufbau.
Die Entscheidung ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil Ngimbi in den vergangenen Jahren immer wieder Teil genau solcher Aufbauprojekte war. Kaum ein europäischer Spieler steht so sehr für die Entwicklung neuer Franchises wie der 2002 geborene Spanier.
Bereits 2021 war er Teil der neu gegründeten Barcelona Dragons in der ELF und entwickelte sich dort früh zum Starter auf der Center Position. Zwei Jahre lang war er Teil dieses Projekts und sammelte wichtige Erfahrungen auf internationalem Niveau. 2023 folgte dann der nächste Schritt. Ngimbi gehörte zum ursprünglichen Kader der Paris Musketeers und war damit auch dort von Beginn an Teil des Aufbaus. Doch damit nicht genug. Nach seiner Zeit in Paris wechselte er zu den Madrid Bravos und war auch dort ab 2024 von Anfang an dabei, als das Franchise neu in den Wettbewerb einstieg. Wieder Aufbau, wieder ein neues Projekt, wieder Verantwortung.
Eigentlich schien sich dieses Muster auch 2026 fortzusetzen. Nach dem Rückzug der Bravos war Ngimbi als Neuzugang bei den Paris Lights eingeplant. Durch eine spezielle Regelung hätte er dort als Homegrown Spieler auflaufen können und wäre erneut Teil eines komplett neuen Projekts gewesen. Doch genau an diesem Punkt zog er die Reißleine.
"Am Anfang war es interessant. Ich denke, diese Regel hilft allen spanischen Spielern, die plötzlich ohne Team dastanden, weiterhin auf Top Niveau in Europa zu spielen."
Trotzdem entschied er sich bewusst gegen den nächsten Neuaufbau und für Stabilität. Nach mehreren Jahren in ständig neuen Strukturen will Ngimbi nun einen anderen Weg gehen.
"Meine Entscheidung basierte darauf, dass ich in den letzten fünf Jahren mehrere Projekte begonnen habe. Ich hatte das Gefühl, dass meine Karriere jetzt ein bereits etabliertes Projekt braucht."
Dieses etablierte Projekt sieht er bei den Paris Musketeers. Auch wenn das Team nun in der EFA antritt, geht das Franchise bereits in sein viertes Franchise Jahr und verfügt über gewachsene Strukturen, ein eingespieltes Umfeld und klare sportliche Ziele. Für Ngimbi ist es zudem eine Rückkehr an einen vertrauten Ort.
"Die Paris Musketeers waren vor drei Jahren mein Zuhause. Ich habe immer gesagt, dass ich gerne zurückkehren würde, um meinen Teil dazu beizutragen, den ersten Titel für diese Stadt zu holen."
Sportlich bringt der Center alles mit, was man auf seiner Position braucht. 1,86 Meter groß, rund 140 Kilogramm schwer und mit Erfahrung aus mehreren europäischen Top Projekten ausgestattet. Seine Karriere begann bei Osos Rivas und den Barcelona Dragons. 2022 gewann er sowohl die spanische Meisterschaft als auch den Pokal und debütierte in der Nationalmannschaft.
Für die Paris Musketeers ist seine Rückkehr ein wichtiger Baustein in der Offensive Line. Gerade auf der Center Position sorgt Erfahrung für Stabilität und Kommunikation und genau das bringt Ngimbi mit. Für die Paris Lights hingegen ist die Entscheidung ein spürbarer Rückschlag. Das AFLE Franchise verliert nicht nur einen geplanten Starter, sondern auch einen Spieler, der bereits mehrfach bewiesen hat, wie man neue Projekte sportlich mitträgt. Ngimbi selbst stellte jedoch klar, dass seine Entscheidung keine persönliche gegen die Lights ist.
"Ich respektiere die Organisation der Lights und habe nichts Persönliches gegen sie, aber ich musste eine professionelle Entscheidung treffen."
Am Ende ist es eine Entscheidung, die auch über den Einzelfall hinausgeht. Sie zeigt, dass sich Spieler zunehmend bewusst zwischen Aufbauprojekten und etablierten Strukturen entscheiden. Im direkten Duell um den Pariser Markt setzt sich in diesem Fall klar das erfahrenere Projekt durch. Für die Saison 2026 bedeutet das: Celestin Ngimbi läuft wieder für die Paris Musketeers auf und will dort nicht nur Stabilität finden, sondern auch Geschichte schreiben. Sein Ziel ist klar formuliert. Der erste Titel für Paris soll her.
Foot Bowl - 28.04.2026

Offensive Lineman Celestin Ngimbi (© Foot Bowl / Just Shots)
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