Vorjahresmeister Berlin Adler ließ Aufsteiger Chemitz Crusaders erwartungsgemäß zum Auftakt der Saison 2026 in der Regionalliga Ost nur wenig Raum zur Entfaltung und gewann mit 58:3. Für die Chemnitzer war es ein maximal gebrauchter Tag mit mehreren verletzten Spielern, einmal mit einer 30-minütigen Unterbrechung für den notwendigen Einsatz des Krankenwagens. Immerhin stellte sich glücklicherweise bei den Untersuchungen des in ein Berliner Krankenhaus verbrachten Crusaders heraus, dass die Verletzung weniger schwer war als zunächst befürchtet und er in die Heimat entlassen werden konnte.
Sportlich startete die Chemnitzer Offense um Quarterback Gerrit Höppner durchaus vielversprechend auf dem Feld. Pässe auf Max Urbanski fanden ihren Abnehmer und Gregor Richter machte am Boden Meter und Meter, was auch die Anerkennung der Stadionsprecher hervorrief. Nur zu Punkten reichte es nicht. Die Gastgeber machten es besser und gingen per Touchdown mit 8:0 in Führung. Berlin präsentierte nun einen kurzen Kickoff. Der Ball befand sich eigentlich schon in Chemnitzer Händen, ging jedoch verloren und wurde von Berlin erobert. Somit war die Berliner Offense wieder an der Reihe und arbeitete sich vor. Die Endzone blieb aber verschlossen. Die Chemitzer feierten gar das erste Turnover in der dritte Liga. Ihrer Offense gelang es auch, sich von der eigenen 1-Yard-Linie mit Wechsel in das zweite Viertel zunächst gut zu lösen. Am Ende musste man sich jedoch per Punt vom Angriffsrecht trennen.
Ab da machten die Berlin Adler klar, welches Team mit klaren Aufstiegsambitionen angetreten war. Schnell fielen die nächsten drei Touchdowns bis hin zum 30:0. Erst dann fand die Chemnitzer Offense wieder Mittel und Wege, um zumindest bis in Field-Goal-Reichweite zu gelangen. Mit dem erfolgreichen Kick von Steven Arnold erschienen die ersten drei Chemnitzer Punkte in Liga drei auf dem Scoreboard, blieben aber mindestens bis zum nächsten Spieltag auch die einzigen. Die Freude währte also nur kurz, und die Berlin Adler erhöhten vor der Pause noch auf 36:3.
Was auch immer die Chemnitz Crusaders nun in der zweiten Spielhälfte versuchten, sie konnten den Flug der Adler nur verlangsamen, nicht aber verhindern. Bei einem Chemnitzer Punt ging alles schief, was irgendwie schief gehen konnte, Berlin bekam 14 Yards vor der Chemnitzer Endzone das Angriffsrecht. Nun geschah das eigentliche Unheil. Der Pass Richtung Endzone flog und wurde nur kurz davor gestoppt. Bei diesem Spielzug blieb jedoch ein Chemnitzer Verteidiger auf dem Feld liegen. Helfer beider Seiten waren sofort zur Stelle, jedoch musste der Krankenwagen angefordert werden. Für etwa 30 Minuten war das Spiel deshalb unterbrochen.
Für das verbleibende Spiel wurde mit den Schiedsrichtern vereinbart, das dritte Viertel normal zu Ende und dann das vierte Viertel mit durchlaufender Zeit zu spielen. Zwei Touchdowns für Berlin zum Endstand von 58:3 sowie die eine oder andere durchaus sehenswerte Aktion auf Chemnitzer Seite folgten noch. Dann war das Spiel vorbei.
Die Niederlage in Berlin beim Vorjahresmeister war der erwartet schwere Auftakt in der Regionalliga für die Sachsen. Viel Zeit für Akklimatisierung bleibt aber nicht, denn schon am kommenden Wochenende steht das nächste Auswärtsspiel für die Crusaders in Cottbus auf dem Plan.
Auerbach - 20.04.2026

Sami Ahmed und die Berlin Adler waren Florian Pfeil und den Chemnitz Crusaders überlegen. (© Dirk Pohl)
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Die Adler bleiben auch nach fünf Spielen unangefochten an der Tabellenspitze. Im Erfurter Steigerwaldstadion schlug man die Erfurt Indigos überdeutlich mit 7:77 (7:6, 0:28, 0:22, 0:21).
Erfurt startete hochmotiviert in die Partie und bewegte den Ball durch viel Kurzpassspiel über das Spielfeld. Abgeschlossen wurde die Angriffsserie durch einen 26 Yards langen Touchdown-Fang von Malte Fiedler - 7:0 für die Indigos.
...
Spiele und Tabelle Berlin Adler
18.04.
Berlin Adler - Chemnitz Crusaders
58
:
3
02.05.
Magdeburg Virgin Guards - Berlin Adler
7
:
61
16.05.
Berlin Adler - Erfurt Indigos
76
:
13
23.05.
Berlin Adler - Cottbus Crayfish
58
:
7
13.06.
Erfurt Indigos - Berlin Adler
7
:
77
Berlin Adler
1.000
5
5
0
0
330
:
37
Halle Falken
1.000
4
4
0
0
71
:
36
Chemnitz Crusaders
.500
4
2
2
0
49
:
107
Cottbus Crayfish
.400
5
2
3
0
97
:
104
Erfurt Indigos
.250
4
1
3
0
78
:
196
Magdeburg Virgin Guards
.000
6
0
6
0
87
:
232
20.06.
Chemnitz Crusaders - Berlin Adler
15:00 Uhr
28.06.
Halle Falken - Berlin Adler
15:00 Uhr
05.07.
Berlin Adler - Magdeburg Virgin Guards
15:00 Uhr
22.08.
Berlin Adler - Halle Falken
15:00 Uhr
29.08.
Cottbus Crayfish - Berlin Adler
16:00 Uhr