Als Alabama zum jährlichen A-Day-Frühjahrsspiel antrat, erhielt der erfahrene Austin Mack erwartungsgemäß die ersten Spielzüge. Doch das währte nicht lange. Redshirt-Freshman Keelon Russell stahl ihm die Show und brachte den Kampf um die Quarterback Position bei den Crimson Tide ins Wanken. Alabama Head Coach Kalen DeBoer gab nach dem Spiel bekannt, dass Mack mit einer Verletzung zu kämpfen hatte und daher nur fünf Drives absolvieren konnte. Russell kam auf neun. Doch selbst in diesen wenigen Drives war der Redshirt Freshman nicht zu übersehen. Er brachte 20 von 32 Pässen für 229 Yards und vier Touchdowns an den Mann, viele davon in der hart umkämpften Red Zone. Obwohl das Spiel nicht im Fernsehen übertragen wurde, kursierten unter den Fans Videos, die zeigten, wie Russell präzise Pässe in die Arme der hochrangigen Defensive von Alabama spielte.
Ebenso wichtig war Russells Schnelligkeit und Wendigkeit gegen den Pass Rush der Crimson Tide. Quarterbacks tragen zwar Trikots, die keinen Körperkontakt erlauben, doch hinter einer Offensive Line, die zahlreiche Spieler ersetzen muss, wird es oberste Priorität haben, nicht verletzt zu werden. Mack hat geduldig auf seine Chance hinter Jalen Milroe und Ty Simpson gewartet. Der aus Folsom, Kalifornien, stammende Spieler verzichtete auf sein letztes High School Jahr, um sich DeBoer an der University of Washington. Als DeBoer nach Alabama ging, bat er Mack umgehend, ihm zu folgen. Obwohl Mack bereits im vierten Jahr College Football spielt, ist er erst 19 Jahre alt. Letztes Jahr warf er 24 von 32 Pässen für 228 Yards und zwei Touchdowns. Im Frühjahrsspiel waren es sieben von 13 Pässe für 95 Yards, ein Touchdown und eine Interception. Diese Erfahrung wird für die Crimson Tide beim Übergang von zwei erfahrenen Spielern in Folge von entscheidender Bedeutung sein. Macks Statur von 1,98 m und 107 Kilo ermöglicht es ihm zudem, den körperlichen Anforderungen der SEC standzuhalten. Russell hingegen, der selbst gerade erst 18 geworden ist, besitzt unglaubliches Potenzial. Der aus Duncanville, Texas, stammende Spieler wurde als zweitbester Spieler des Jahrgangs 2025 eingestuft, nur übertroffen von Michigans Quarterback Bryce Underwood. Laut Alabama hat er seit seiner Ankunft auf dem Campus fast 11 Kilo zugenommen, wodurch er mit seinen drahtigen 91 Kilo nun ein handlicheres Gewicht erreicht.
DeBoer und Offensive Coordinator Ryan Grubb haben in den letzten Jahren hervorragende Arbeit mit Quarterbacks geleistet und unter anderem Penix, Simpson und Jake Haener, den Quarterback der Kansas City Chiefs, entwickelt. Angesichts zweier hochkarätiger Talente im Team könnte dies jedoch die folgenreichste Entscheidung ihrer Karrieren sein.
Schlüter - 12.04.2026

Head Coach Kalen DeBoer (Alabama Crimson Tide) gilt als ein Experte, wenn es um die Entwicklung von Quarterbacks geht. (© Getty Images)
Leser-Bewertung dieses Beitrags:
![]()
Die University of Alabama und Head Coach Kalen DeBoer haben sich auf eine Vertragsverlängerung mit einer deutlichen Gehaltserhöhung geeinigt, wie die Universität am Mittwoch bekannt gab.
Bei einer Sitzung des Kuratoriums zur Vergütung am Mittwoch verkündete Alabamas Sportdirektor Greg Byrne, dass DeBoers Vertrag um sieben Jahre (zwei Jahre länger)...
![]()
Der ehemalige Running Back von Notre Dame, Jeremiyah Love, schrieb vergangene Woche Geschichte, als er einen Vier-Jahres-Vertrag im Wert von 53 Millionen Dollar bei den Arizona Cardinals unterzeichnete. Die Vereinbarung beinhaltet die höchste garantierte Summe, die jemals an einen Running Back gezahlt wurde; Loves jährliches Durchschnittsgehalt von 13,25...
![]()
Die Alpine Rams starten offiziell in ihre erste Saison der AFLE und ab sofort können sich Fans ihre Tickets sichern. Das neue Schweizer Franchise will 2026 nicht nur sportlich für Aufmerksamkeit sorgen, sondern die Heimspiele in der Tissot Arena zu einem kompletten Event Erlebnis machen. Neben Einzeltickets sind auch Dauerkarten für alle sechs Heimspiele...
ESPN America wird ab August 2013 nicht mehr in Deutschland empfangbar sein. Das Gerücht stand monatelang im Raum, im April hatten Mitarbeiter des Senders in Deutschland noch Hoffnung auf eine Wende, sprich eine Übernahme des Europa-Geschäfts von ESPN durch einen neuen Investor. Auf eine entsprechende Erfolgsmeldung warteten aber sowohl die Mitarbeiter als auch Deutschlands Football-Fans in den letzten Tagen vergeblich....