Mit Chemnitz Crusaders und Fulda Saints testeten zwei Regionalligisten aus verschiedenen Regionen gegeneinander in Fulda ihre Form in der Saisonvorbereitung. Am Ende eines über drei Stunden dauernden Spiels stand ein klares 73:30 (20:7/23:3/22:7/8:13) zugunsten der Fulda Saints.
Nahezu die Hälfte der Punkte auf Fuldaer Seite gingen auf das Konto der Kombination zweier Importspieler (Quarterback und Wide Receiver). Fulda begann wie die Feuerwehr und legte in der Offense ein enormes Tempo vor. Zwei Touchdowns zur 14:0-Führung waren die Folge. Die Chemnitzer Offense schlug zunächst noch zurück. Quarterback Gerrit Höppner fand mit einem weiten Pass Wide Receiver Max Urbanski zum Touchdown. Dem wollte die Chemnitzer Defense nicht nachstehen und erzwang einen ersten Turnover, als Linebacker Maximilian Zweer einen Fuldaer Fumble sichern konnte. Trotz guter Aktionen sprangen sa aber keine weiteren Chemnitzer Punkte heraus. Fulda antwortete mit einem weiten Pass zum Touchdown zum 20:7.
Die Seiten wurden erstmals gewechselt, und die Gastgeber schraubten nun den Spielstand immer weiter nach oben bis auf 43:7. Mit auslaufender Spielzeit klopfte die Chemnitzer Offense noch einmal an die Tür zur Endzone. Am Ende reichte es für ein Field Goal durch Steven Arnold zum 10:43. Nach der Halbzeitpause galt es für die Crusaders nun, ungeachtet des Spielstands an den eigenen Vorhaben zu arbeiten. Die Offense nahm Fahrt auf und fand auch Lücken in der Fuldaer Defense, die ihrerseits in dieser Phase wichtige Erkenntnisse für die kommenden Pflichtspiele sammelte.
Florian Fritzsche schaffte den zweiten Chemnitzer Touchdown, aber die Gastgeber zeigten sich wenig geschockt und erhöhten im Gegenzug auf 51:17 und wenig später mit einem weiteren Touchdown auf 59:17. Dann musste die Chemnitzer Offense den Ball ihrerseits mit einer Interception der Fuldaer Defense wieder abgeben, was das Tor für den Touchdown zum 65:17 öffnete. Wieder war die Chemnitzer Offense an der Reihe und musste eigentlich sich schon wieder per Punt vom Angriffsrecht trennen. Doch eine Strafe gegen die Gastgeber führte stattdessen zum Verbleib des Angriffsrechts. Die Chance war da, und wurde im gerade angebrochenen letzten Viertel auch genutzt, als Marvin Kreische den Weg in die Endzone fand.
Die Chemnitzer Defense wehrte nun nahezu alle Versuche der Gastgeber ab, bis schließlich Pascal Träger die Interception gelang. Nur zwei Spielzüge benötigte Florian Fritzsche in der Folge zu seinem zweiten Touchdown. Doch auch die Gastgeber punkteten einem Touchdown zum 73:30-Endstand noch einmal. Sicher hatten sich die Chemnitz Crusaders dieses Vorbereitungsspiel etwas anders vorgestellt. Dafür können aber auch einige Lehren und Schlüsse aus dem Spiel gezogen werden. Wie sich das im Ligaalltag darstellen wird, wird sich ab dem 18. April erleben lassen. Denn dann startet mit dem Spiel bei den Berlin Adlern für die Crusaders die Saison 2026 in der Regionalliga Ost.
Auerbach - 12.04.2026

Fulda war zu stark für Chemnitz. (© Thiele / Chemnitz Crusaders)
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