Kickoff geglückt - Neuling hält mit

QB Matt Corral führte seine Stallions zum SiegDie United Football League ist zurück – der Auftakt im Kickoff Game zwischen Neuling Louisville Kings und den Birmingham Stallions endete in einem dramatischen 15:13-Sieg für Birmingham, entschieden durch einen späten Touchdown-Pass von Matt Corral. Der machte sich vor vier Jahren Hoffnung auf eine große NFL-Karriere, die sich aber nie materialisierte. 2024 führte er die Stallions bereits zum Titelgewinn der UFL.

Vor 14.034 Zuschauern im ausverkauften Lynn Family Stadium entwickelte sich die Partie zu einem klassischen Eröffnungsspiel: starker Einsatz, wenige Punkte und mehrere Wendungen, die das vorwiegend junge Publikum begeisterten.

Birmingham, nach dem Titelgewinn 2024 im Vorjahr im Finale unterlegen, ging früh in Führung, nachdem die Stallions einen abgefälschten Ball durch Dyontae Johnson eroberten. Snoop Conner erlief den ersten Touchdown der Saison. Louisville antwortete mit dem ersten Kings-Touchdown der Franchisegeschichte durch Lucky Jackson und führte zwischenzeitlich 7:6. Die Stallions blieben jedoch effizient bei Third Downs und gingen mit einem Field Goal in die Pause. Die Entscheidung fiel Im Schlussviertel: Der 27-jährige Corral orchestrierte einen 66 Yards-Drive, den Justyn Ross am Ende mit den entscheidenden Touchdown erfolgreich abschloss.

Louisville leistete sich drei Turnovers, darunter eine Spiel beendende Interception in den Schlusssekunden. Trotzdem lieferte das neue Team einen insgesamt überzeugenden Eindruck ab.

Quarterback Matt Corral überzeugte mit 70 Prozent Completion-Rate und 208 Passing-Yards; Jaydon Mickens war mit neun Catches für 103 Yards der auffälligste Receiver des Spiels. Für die Kings zeigte Jason Bean in seinem Debüt 247 Yards, doch die Ballverluste kosteten den durchaus möglichen Heimsieg. Die Stallions-Defense erzwang drei Turnovers und war damit der entscheidende Faktor.

Die Partie fand vor dem Hintergrund größerer Umstrukturierungen in der UFL statt: Die Liga bleibt 2026 bei acht Teams, hat aber mehrere Franchises verlegt und umbenannt; neu sind unter anderem neben den Louisville Kings noch die Columbus Aviators und Orlando Storm. Entfallen sind die Memphis Showboats, Michigan Panthers und San Antonio Brahmas. Zudem spielt die UFL 2026 erstmals ohne zwei Divisionen — alle acht Teams treten in einer einzigen Tabelle an. Diese strategische Neuausrichtung zielt auf kleinere, ausverkaufbare Stadien und regionale Bindung.

Der Abend zeigte, dass die UFL sportlich durchaus ernst genommen werden darf: Gute Spielzüge, einige bekannte Namen und echte Fanbindung in neuen Märkten. Für Louisville war die knappe Niederlage ein positives Signal — die Infrastruktur, die Zuschauerresonanz und die Spielqualität legen nahe, dass die Franchise und die Liga wachsen können.

Am Samstag empfangen noch die St. Louis Battlehawks die DC Defenders und die Dallas Renegades die Houston Gamblers. Das Sonntagsspiel mit Orlando Storm gegen die Columbus Aviators im "Rookie-Duell" bildet den Abschluss des ersten Spieltags.



Carsten Keller - 28.03.2026

QB Matt Corral führte seine Stallions zum Sieg

QB Matt Corral führte seine Stallions zum Sieg (© Carsten Keller)

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