Einen Rekord haben die Miami Dolphins in diesem Jahr bereits aufgestellt. Rund 150 Millionen Dollar gibt das Team für Spieler wie QB Tua Tagovailoa, WR Tyreek Hill, WR Jaylen Waddle, LB Bradley Chubb und S Minakh Fitzpatrick aus - ein Nukleus, der eigentlich vielversprechend klingt für jeden Kader. Das Problem dabei: In Miami zählen die Gehälter und anteiligen Signing Boni gegen die Salary Cap für Spieler, die gar nicht mehr in Miami sind, sondern entlassen oder getraded wurden.
301 Millionen Dollar beträgt die Salary Cap in diesem Jahr für die Top51 Spieler (inkl. der Garantien für die Entlassenen) - bereits die Hälfte geht davon an Spieler, die für das Team nicht mehr tätig sind. So müssen sich eigentlich die 51 Spieler des Dolphins Teams 2026 rund 140 Millionen Dollar teilen. Eigentlich jedoch nur, denn aufgrund der Vertragsgestaltung der im vergangenen Jahr entlassenen Spieler muss das Team auch noch die Garantien/Zahlungen von CB Jalen Ramsey (20.9 Mio, Trade nach Pittsburgh) und OT Terron Armstead (10.7 Mio, Ruhestand) berücksichtigen. Gut 175 Millionen beziffern die amerikanischen Experten bei den Dolphins die Dead Cap, was somit nichts Gutes für die kommende Saison verheißt.
Dabei haben sich die Dolphins durch den Trade von WR Jaylen Waddle sogar noch drei Millionen mehr Dead Cap aufgeladen. Allerdings heißt dies dann auch für 2027 eine volle Angriffskasse für das Team, denn derzeit hätte Miami rund 160 Millionen 2026 zur Verfügung, um Vertragsverlängerungen und Free Agents zu bezahlen.
Auch wenn die Dolphins sich mit QB Quinn Ewers in der vergangenen Draft und QB Malik Willis als Free Agent gerade verstärkt haben, ist nicht ausgeschlossen, dass Miami seinen erwarteten Top3 Pick 2027 für einen Quarterback einsetzt. Denn der Jahrgang gilt als hervorragend und Top-Pick könnte ein gewisser Arch Manning werden, dem ein Jahrhunderttalent bescheinigt wird. Er ist zwar ein Spross der berühmten QB-Familie Manning, in direkter Linie aber "nur" mit Familienoberhaupt Archie Manning (ehem. QB New Orleans Saints) verwandt.
Als Sohn von Cooper Manning sind die beiden NFL Quarteback Legenden Peyton und Eli Manning dessen Onkel, dennoch hat er wie man an der Universität von Texas sieht einiges an Talent und Ausbildung aus der eigenen Familie mitgenommen. Dabei hätte Cooper selber sicher auch NFL Talent gehabt (allerdings als Wide Receiver), doch eine Nervenschädigung sorgte schon vor seinem ersten Collegespiel dafür, dass er seine Karriere sicherheitshalber beendete. Und sollte Manning nicht für die Dolphins zur Verfügung stehen, wäre auch QB Dante Moore ein netter Trostpreis.
Der Trade der Dolphins mit Denver für WR Jaylen Waddle sorgt nun dafür, dass kein erfahrener, zuverlässiger Receiver für den neuen QB der Dolphins im Kader steht. Und der Ausverkauf könnte sogar noch weitergehen, denn RB De'Von Achane ist im letzten Jahr seines Rookie-Vertrags und kann nicht davon ausgehen dieses Jahr einen neuen Vertrag zu bekommen. So wird er als weiterer Tradekandidat gehandelt, um 2026 und 2027 eine Menge Draftkapital zum Aufbau eines schlagkräftigen Teams zu bekommen. In diesem Jahr wählt Miami dreimal innerhalb der ersten 34 Zugriffsrechte aus, damit ließe sich eine Menge Gutes machen - wenn denn die Picks auch sitzen.
Schüler - 18.03.2026

Jaylen Waddle ist nun auch noch weg, kostet aber gut 27 Millionen Dollar gegen die Salary Cap (© Schüler)
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