Verbessern und nicht stehen bleiben

Darauf freuen sich viele Football Fans auch im Jahr 2026: Die Rostock Griffins laufen in das Ostsee Stadion ein. Die Rostock Griffins gehören zu den profilierten Teams der GFL 2 Nord und spielen seit Jahren um den Aufstieg in die GFL mit. Eine überregionale Bedeutung besitzt für die Greifen das einmal im Jahr stattfindende Punktspiel im Rostocker Ostsee Stadion. Über die diesjährigen Erwartungen der Footballer aus Mecklenburg-Vorpommern äußerte sich Vorstand Jens Putzier. Die Fragen stellte Jörg Schlüter.

Welche sportlichen Ambitionen haben die Rostock Griffins für die GFL 2 Saison 2026?

Jens Putzier: Wir wollen immer besser sein, als in der Saison zuvor. 2026 wird der Wettbewerb eng und wir werden wohl auch einige Überraschungen erleben. Der deutsche Kader von Leipzig ist beispielsweise bemerkenswert, Minden will nicht überfahren werden, Hamburg ist aus der Vorsaison der Gejagte, Elmshorn hatte schon immer ein gutes Team, Krefeld ist für mich wahrscheinlich der Favorit und Langenfeld hat sich ebenfalls aufgrund namhafter Zugänge verstärkt. Ich erwarte eine starke und erneut äußerst spannende Saison in der GFL 2 Nord. Wir als Vorstand können uns ja viel vornehmen, machen das aber immer in Abstimmung mit dem Team. Und die Jungs würden gern zumindest in das Halbfinale einziehen dürfen, so haben sie uns das im Kickoff Meeting zur Saison mitgeteilt.

Ein Höhepunkt für die Griffins wird sicherlich wieder das Heimspiel am 6. Juni im Ostseestadion gegen Leipzig sein. Wie läuft der Vorverkauf? Was erwartet den Footballfan?

Jens Putzier: Der Stand der Dinge ist, dass der Vorverkauf im Vergleich zum Vorjahr zur gleichen Zeit leicht angestiegen ist. Die 10000 Zuschauergrenze können wir wahrscheinlich wieder knacken. Das ist aber nicht selbstverständlich und es kann schwierig werden, einen neuen Zuschauerrekord zu erzielen. Parallel finden in diesem Jahr bei uns Veranstaltungen wie der Tag der Bundeswehr in Rostock Laage oder auch die Jugendweihe statt. Wir können aber auch erkennen, dass viele Footballfans nicht nur aus der Region kommen wollen, sondern mittlerweile auch aus dem gesamten Bundesgebiet anreisen. Neben dem eigentlichen Schlagabtausch im Stadion um 18 Uhr bietet das Sportevent natürlich wieder ein riesiges Spektakel für die ganze Familie. Auf der Tailgate Party, bieten unsere Unternehmenspartner ab 14:30 Uhr ein tolles Programm für Jung und Alt und alle Interessierten. Von Hüpfburgen über Kletterwand bis hin zum Bedrucken eigener Accessoires wird alles dabei sein. Ein grandioser musikalischer Live-Act soll auf jeden Fall viele Fans zum Event-Spieltag locken.

Im Free-TV wird es erstmals GFL Konferenzen zu sehen geben. Gilt das auch für das Heimspiel am 6. Juni gegen Leipzig?

Jens Putzier: Bereits im letzten Jahr war es so, dass Sporteurope TV nach Rostock schalten wollte, aber es sollte technisch noch nicht klappen. In diesem Jahr würden wir uns sehr freuen, wenn man das Ganze noch einmal versucht.

Welchen Nutzen haben die Griffins als GFL 2 Team von der voranschreitenden Professionalisierung der GFL?

Jens Putzier: Bei dieser Frage bin ich ein wenig zweigespalten. Die GFL 2 Vereine haben jetzt vielleicht offensichtlich noch nicht so viel davon. Wir als gesamte GFL sind ja aber ein Ligenverbund und demnach haben wir letztlich auch etwas davon. Das lineare TV mit der GFL kann uns beispielsweise allen dabei helfen, noch bekannter zu werden, aber wir müssen eben auch bedenken, dass Football als NEU-Fan oder -zuschauer in Deutschland kompliziert ist. Man muss meiner Meinung nach, Football erst als Ganzes verstehen, dann lässte es einen nicht mehr los. Auch neue und mehr Mithelfer benötigen ihre Zeit und müssen eingearbeitet werden und wir können uns nie sicher sein, wie lange sie uns treu bleiben. Wir müssen uns also überall stetig verbessen und dürfen nicht stehen bleiben. Ich glaube aber, dass wir auf einem richtigen Weg sind. Hut ab daher vor den Strukturen der Dresden Monarchs, der Potsdam Royals oder der Schwäbisch Hall Unicorns. Oder eben auch in Krefeld in der GFL 2. Man sieht da auch, was Hauptamtlichkeit oder Professionalität in der Führung zu Tage bringt. Diese Teams werden die GFL zukünftig auch weiter anführen und profitieren heute davon, dass sie sich seit Jahren selbst, ihre Infrastruktur und damit unseren Sport weiterentwickeln.

Wie beurteilen die Griffins die Lage bei den professionalisierten Ligen Europas?

Jens Putzier: Die absehbare Implosion der ELF und das Wirrwarr um die anderen Ligen ist für das gesamte Erscheinungsbild des American Footballs leider überhaupt nicht gut in der Außenwahrnehmung. Als Rostocker sind wir von diesen Entwicklungen ja nur wenig betroffen, da wir weit weg "vom Schuss" sind. Wir hatten nur ganz wenige Spieler an die ELF verloren und diese Jungs sind heutzutage wieder zurück. Das mag für andere GFL 2 Teams in den Ballungszentren anders sein, aber auch deren Team für die kommende Saison muss zunächst erst einmal zusammenwachsen. Wenn ehemalige ELF Spieler aber wieder vermehrt zur GFL zurück kommen, kann es natürlich insgesamt dazu beitragen, dass das Leistungsniveau auf dem Feld und im Coaching weiter ansteigt und das wäre wiederum für die gesamte Liga gut.

Schlüter - 15.03.2026

Darauf freuen sich viele Football Fans auch im Jahr 2026: Die Rostock Griffins laufen in das Ostsee Stadion ein.

Darauf freuen sich viele Football Fans auch im Jahr 2026: Die Rostock Griffins laufen in das Ostsee Stadion ein. (© Rostock Griffins)

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