Quarterback Kyler Murray hat ein neues Team gefunden. Der frühere Spielmacher der Arizona Cardinals unterschreibt einen Ein-Jahres-Vertrag bei den Minnesota Vikings.
Murray stößt damit zu einem Quarterback-Room, in dem bereits J.J. McCarthy steht – der zehnte Pick im NFL Draft 2024 und eigentlich als langfristige Zukunftslösung der Vikings vorgesehen.
Finanziell ist der Deal für Minnesota äußerst günstig. Die Vikings zahlen lediglich 1,3 Millionen Dollar, während der Großteil von Murrays garantiertem Gehalt weiterhin von Arizona getragen wird. Die Cardinals hatten den 28-Jährigen Anfang März entlassen.
Minnesota suchte gezielt nach einem erfahrenen Quarterback, der Druck auf McCarthy ausüben und gleichzeitig als Absicherung dienen kann. Murray erfüllte dieses Profil. Auch Veteran Geno Smith stand auf der Liste der Vikings, wurde jedoch per Trade von den Las Vegas Raiders zu den New York Jets geschickt.
Murray wurde im NFL Draft 2019 an erster Stelle von den Cardinals ausgewählt und gewann in seiner Rookie-Saison direkt die Auszeichnung zum Offensive Rookie of the Year. In den Jahren 2020 und 2021 wurde er zudem zweimal in den Pro Bowl gewählt.
Trotz seines Talents blieb der ganz große Durchbruch in Arizona jedoch aus. Murray beendete seine Zeit bei den Cardinals mit einer Bilanz von 38 Siegen, 48 Niederlagen und einem Unentschieden als Starter. In den Playoffs stand er nur einmal auf dem Feld – bei der Wild-Card-Niederlage gegen die Los Angeles Rams im Jahr 2021.
In der vergangenen Saison kam Murray verletzungsbedingt lediglich auf fünf Einsätze. Eine Fußverletzung beendete seine Spielzeit vorzeitig. In diesen Partien warf er für 962 Yards sowie sechs Touchdowns bei drei Interceptions und führte Arizona zu einer Bilanz von 2–3.
Für die Vikings steht nun vor allem die Entwicklung von McCarthy im Fokus. Der 23-Jährige hatte in seinen ersten Jahren in der NFL immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen – darunter ein Meniskusriss im ersten Trainingscamp sowie später Handverletzungen, eine High-Ankle-Sprain und eine Gehirnerschütterung.
Minnesota hofft, dass die Konkurrenz durch Murray den jungen Quarterback zusätzlich antreibt und gleichzeitig für Stabilität sorgt, falls McCarthy erneut ausfallen sollte. Die kommenden Monate werden zeigen, ob beide Spielmacher nebeneinander bestehen können – oder ob sich im Trainingscamp ein klarer Starter herauskristallisiert.
Nicholas Fanselow - 12.03.2026

Kyler Murray #1 trägt künftig lila (© Getty Images)
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