Haggi verlässt Fire und geht zu den Panthern

Eritros Haggi im Rhein Fire Camouflage-JerseyWide Receiver Eritros Haggi wird in der Saison 2026 für die Düsseldorf Panther in der GFL auflaufen und verlässt damit Rhein Fire nach nur einem Jahr. Der 25 Jahre alte Passempfänger, der sowohl die niederländische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, möchte bei seinem neuen Team vor allem eines erreichen: wieder stärker als Wide Receiver in Erscheinung treten und sich eine größere Rolle in der Offense erarbeiten. Gleichzeitig bringt er durch seine Fähigkeiten in den Special Teams zusätzliche Vielseitigkeit mit, da er bei Bedarf auch als Kicker oder Punter eingesetzt werden kann.

Haggi wurde am 2. Oktober 2000 in Leidendorp geboren, ist 1,87 Meter groß und bringt 87 Kilogramm auf die Waage. In seiner bisherigen Laufbahn sammelte er bereits Erfahrungen bei mehreren deutschen Footballprogrammen. Seine ersten Stationen waren die Hanau Hornets in den Jahren 2017 und 2018, ehe er 2019 und 2020 für Frankfurt Universe auflief. Anschließend wechselte er zu den Bad Homburg Sentinels, für die er von 2021 bis 2022 spielte. 2023 stand er im Kader der Marburg Mercenaries in der GFL, bevor ihn sein Weg 2024 kurzzeitig zu den Cologne Centurions führte. 2025 folgte schließlich der Wechsel zu Rhein Fire in die European League of Football.

Seine Zeit bei Rhein Fire beschreibt Haggi grundsätzlich positiv, auch wenn sie sportlich nicht ganz nach seinen eigenen Vorstellungen verlief. "Rein Fire vom Team her, war es bei der Fire super, sehr gutes Coaching, eins der besten Fundamente was Profi Football in Europa betrifft und die Jungs waren auch top", sagt Haggi rückblickend über seine Station in Düsseldorf. Dennoch wurde er als Receiver nur begrenzt eingesetzt. In elf Spielen der ELF Saison 2025 kam er zwar regelmäßig zum Einsatz, wurde aber lediglich zweimal angeworfen und erzielte dabei 26 Yards Raumgewinn.

Der Grund dafür lag auch in einer Verletzung, die ihn früh in der Vorbereitung zurückwarf. "Ich hatte mich leider direkt zum Anfang der pre season meinen Hamstring gerissen und fiel dann komplett aus bis nach dem Paris Spiel", erklärt Haggi. Die Verletzung verhinderte zunächst, dass er sich als Receiver im Angriff etablieren konnte. Stattdessen ergab sich für ihn im Verlauf der Saison eine unerwartete Rolle in den Special Teams.

Als sich der etatmäßige Kicker verletzte, sprang Haggi kurzfristig ein und überzeugte sofort. "Das mit dem kicken kam ganz spontan, dadurch das Sebastian sich leider ernst verletzt hatte, war die Rolle noch offen", erinnert sich der Wide Receiver. Besonders eindrucksvoll verlief sein Einsatz beim Auswärtsspiel in Wien. "Im Spiel gegen Wien auswärts, bin ich kurz vorm Start des Spiels eingesprungen und fünf von fünf versenkt, um das Spiel für uns zu entscheiden. Und hab anschließend die Rolle übernommen." Insgesamt verwandelte Haggi in der ELF Saison 2025 sechs Field Goals sowie 17 Extrapunkte und trug damit einen wichtigen Teil zur Punkteproduktion seines Teams bei.

Dass er auch als Kicker oder Punter eingesetzt werden kann, ist für Haggi keineswegs Neuland. "Das kicken und punten war ja mein Start in American Football in der Jugend und dann 2019 bei der Frankfurter Universe hab ich zugleich angefangen Wide Receiver zu spielen", erklärt er. Seine Vielseitigkeit macht ihn für Trainer daher besonders interessant, da er sowohl in der Offense als Passempfänger als auch in den Special Teams wertvolle Aufgaben übernehmen kann.

Trotz der positiven Erfahrungen bei Rhein Fire fiel die Entscheidung für einen Wechsel schließlich bewusst aus. Für Haggi spielte dabei auch die allgemeine Entwicklung im europäischen Football eine Rolle. "Mit der neuen Struktur im europäischen Football war ich mir nicht so sicher wie alles ablaufen wird und dachte mir lieber die GFL wieder zu attackieren, da das Fundament stabiler ist", sagt er. Die GFL erscheint ihm derzeit als verlässliches Umfeld, in dem er sich sportlich neu positionieren möchte.

Bei den Düsseldorf Panther sieht Haggi gute Voraussetzungen, um diesen Schritt zu gehen. Besonders die Arbeit von Head Coach Jaycee Krieg sowie die Verpflichtungen im Kader haben ihn überzeugt. "Die Panthers hatte ich schon im Blick und Head Coach Jaycee Krieg hat das Ganze sehr gut aufgebaut", erklärt er. Zusätzlich spielt auch die Verbindung zu Quarterback Isaiah Weed eine Rolle. "Mit Isaiah als Quarterback, den ich noch aus meiner Zeit bei den Centurions kenne, war das abschließend keine Frage mehr."

Mit seinem Wechsel nach Düsseldorf verbindet Haggi klare sportliche Ziele. Er möchte nicht nur wieder stärker als Receiver in Erscheinung treten, sondern auch mit dem Team erfolgreich sein. Die Panther haben für die kommende Saison ambitionierte Ziele formuliert und wollen mindestens die Playoffs erreichen. Haggi denkt sogar noch einen Schritt weiter und formuliert seine Erwartungen deutlich. "Ganz simpel, guckt man sich unser Roster und unsere Signings an, dann ist klar was das Ziel ist, der 03.10 mit nem Sieg", sagt er mit Blick auf das Datum des angesetzten GFL Bowls.

Abseits des Spielfelds arbeitet Haggi als Account Manager in der IT Branche. In seiner Freizeit ist er Fan der Baltimore Ravens und greift nach eigener Aussage kulinarisch am liebsten zu Burgern oder Lasagne. Auf dem Feld jedoch richtet sich sein Fokus nun vollständig auf die neue Aufgabe in Düsseldorf. Dort möchte er nach der verletzungsgeprägten Saison wieder mehr Verantwortung als Passempfänger übernehmen und gleichzeitig seine Vielseitigkeit in den Special Teams einbringen.

Foot Bowl - 12.03.2026

Eritros Haggi im Rhein Fire Camouflage-Jersey

Eritros Haggi im Rhein Fire Camouflage-Jersey (© Foot Bowl/Christopher Mettken)

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