Die Indianapolis Colts und ihr letztjähriger Stamm-Quarterback Daniel Jones hatten noch in der Vorwoche betont, dass das sogenannte Transition Tag vorwiegend mehr Zeit für Verhandlungen bringen sollte. Das hat jetzt zügig zum Erfolg geführt: Statt ein Jahr unter dem Tag zu spielen, unterzeichnete "Indiana Jones" für zwei Jahre und "etwas mehr" Geld.
Jones bestritt in der vergangenen Spielzeit insgesamt 13 Partien für die Colts und führte sie mit einem äußerst starkem Start zu einer 8-5 Bilanz. Der Moment, der den Rest der Saison - im Spiel bei den Jacksonville Jaguars - auf lange Zeit nachhaltig beeinflussen sollte, kam kurz vor Ende des Auftaktviertels: Jones, der sowieso mit einer speziell für ihn angefertigten 3D-Schiene über seinem zuvor gebrochenen rechten Wadenbein aufgelaufen war, ging ohne gegnerische Einwirkung zu Boden und musste durch Rookie Backup Riley Leonard ersetzt werden. Jones humpelte stattdessen in Richtung Lockerroom. Die Erstdiagnose Achillessehnenverletzung links bedeutet ein vorzeitiges Saisonende und ein längeres Rätseln, wie die Colts wohl mit der Situation umgehen würden.
Die Colts schafften im Rest der Saison noch das Kunststück mit sieben Niederlagen in Folge im Anschluss an den "Heimsieg" in Berlin nach Verlängerung gegen die Falcons noch die Playoffs zu verspielen.
Jones erwarf für sie 3.101 Yards und 19 Touchdowns bei acht Interceptions und erlief fünf Touchdowns selbst. Die Entscheidung für den damaligen Neuzugang Daniel Jones als Starter war vor Beginn der Saison 2025 gefallen; für Ex-Erstrundenpick Anthony Richardson blieb damit nur der Platz auf der Bank. Jones bestätigte mit starken Auftritten über viele Wochen die Wahl zu seinen Gunsten, Richardson hat mittlerweile die Freigabe der Colts erhalten, sich nach Tradeangeboten für ihn umzuhören. Das Kapitel scheint endgültig beendet, auch wenn bislang noch kein Tradeziel ausgemacht werden konnte.
Die Giants hatten Jones im Jahr 2019 mit dem sechsten Pick der ersten Runde geholt; er sollte er der langjährige Starter im Big Apple werden. Das ging schief, was nicht ausschließlich am sportlichen Bereich lag, sondern auch an Fehlern des Managements: Zunächst lehnte man nach insgesamt enttäuschenden drei Jahren die Option auf ein fünftes Vertragsjahr im April 2022 ab, was zunächst einmal 22,3 Millionen für die Saison 2023 bedeutet hätte.
Im Jahr darauf kam man dann allerdings nach einer erstmals zumindest durchschnittlichen Saison (3.205 Yards, 15 Touchdowns bei nur fünf Interceptions in 17 Starts) vermeintlich nicht mehr um eine - kostspielige - Vertragsverlängerung herum.
Vier Jahre, bis zu 160 Millionen, davon 92 Millionen garantiert, gab es für Jones im März 2023. Gleich im September erfolgte eine Restrukturierung des Vertrags, Ende November 2024 war dann schon Schluss bei den Giants, als er sich - aus nachvollziehbaren Gründen - nicht im Training als Passverteidiger aufstellen lassen wollte. Die Vikings holten ihn für ihre Practice Squad, aber zu Einsätzen in Minnesota kam es nicht.
Für die beiden Jahre wird er jetzt ein Grundgehalt von 88 Millionen Dollar erhalten, was schon einmal fünf Millionen über dem Wert liegt, den er für zwei Tags in Folge erhalten hätte. Dazu erhält er pro Sieg, in dem er startet, weitere 100.000 Dollar; alleine für die Saison 2026 wird er – trotz Reha seiner Achillessehnenverletzung – 50 Millionen Dollar erhalten, für die Spielzeit 2027 sind weitere zehn Millionen garantiert. Insgesamt kann er sogar auf 100 Millionen Dollar für zwei Jahre kommen. Keine schlechten Aussichten...
Carsten Keller - 11.03.2026

Daniel Jones einigte sich auf zwei gutbezahlte Jahre (© Carsten Keller)
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Die Indianapolis Colts haben Safety Jonathan Owens verpflichtet – einen robusten Strong Safety und verlässlichen Special‑Teams‑Spieler, dessen Karriereweg vom Undrafted Free Agent zum vielseitigen NFL‑Routinier bei den Houston Texans führte. Allerdings ist er womöglich noch bekannter als Ehemann von US-Turnstar Simone Biles.
Seine...
Spiele Indianapolis Colts
14.09.
Indianapolis Colts - Denver Broncos
29
:
28
21.09.
Tennessee Titans - Indianapolis Colts
20
:
41
28.09.
Los Angeles Rams - Indianapolis Colts
27
:
20
05.10.
Indianapolis Colts - Las Vegas Raiders
40
:
6
12.10.
Indianapolis Colts - Arizona Cardinals
31
:
27
19.10.
Los Angeles Chargers - Indianapolis Colts
24
:
38
26.10.
Indianapolis Colts - Tennessee Titans
38
:
14
02.11.
Pittsburgh Steelers - Indianapolis Colts
27
:
20
09.11.
Indianapolis Colts - Atlanta Falcons
31
:
25
23.11.
Kansas City Chiefs - Indianapolis Colts
23
:
20
30.11.
Indianapolis Colts - Houston Texans
16
:
20
07.12.
Jacksonville Jaguars - Indianapolis Colts
36
:
19
14.12.
Seattle Seahawks - Indianapolis Colts
18
:
16
23.12.
Indianapolis Colts - San Francisco 49ers
27
:
48
28.12.
Indianapolis Colts - Jacksonville Jaguars
17
:
23
04.01.
Houston Texans - Indianapolis Colts
38
:
30