Die Washington Commanders halten Wide Receiver Treylon Burks noch ein weiteres Jahr. Der ehemalige Erstrundenpick der Tennessee Titans war schon als Draft-Bust eingeschätzt worden, bekommt aber aufgrund seines unbestritten Potenzials noch eine weitere Chance in der US-Hauptstadt.
Der Moment, als sich sein NFL-Schicksal entschied, hatte erst in zweiter Linie mit ihm zu tun: Während bereits die erste Runde des NFL Drafts 2022 in Las Vegas lief, sorgte eine Meldung für Aufsehen: Die Tennessee Titans tradeten ihren Star Receiver AJ Brown, der einen neuen Vertrag gefordert hatte, zu den Philadelphia Eagles.
Sofort war klar, dass die Titans Ersatz in einem mit herausragenden Wide Receivern gespickten Draft brauchen würden. Drake London (Atlanta), Garrett Wilson (New York Jets), Chris Olave (New Orleans), Jameson Williams (Detroit), Jahan Dotson (Washington) – die Liste der vor Burks an Position #18 gedrafteten Wide Receiver ist außergewöhnlich lang.
Treylon Burks galt als physisch starker Wide Receiver – wie AJ Brown. An der University of Arkansas entwickelte sich Burks zum Top‑Receiver: 2019–2021 sammelte er 146 Catches für 2.399 Yards und 18 Touchdowns, in seiner Junior‑Saison 2021 erzielte er 66 Catches für 1.104 Yards und 11 TDs und wurde First‑Team All‑SEC. Vor dem Outback Bowl 2022 erklärte er seinen Draft‑Entry.
Aber gleich sein Rookiejahr war von Verletzungen geprägt: 33 Catches für 444 Yards und nur ein einziger Receiving Touchdown in 11 Spielen führten früh dazu, dass er – gerade auch aufgrund des Vergleichs zu Vorgänger AJ Brown – als Fehlgriff abgestempelt wurde. In den folgenden Saisons blieben Produktion und Kontinuität auch hinter den Erwartungen in Nashville zurück: bis einschließlich 2025 stehen 63 Receptions für 829 Yards und 2 Touchdowns in seiner NFL‑Bilanz, Teile davon schon aus Washington.
2025 unterschrieb Burks nämlich einen Ein-Jahres-Vertrag bei den Washington Commanders, nachdem seine Zeit in Tennessee nach drei Jahren unfreiwillig durch eine Entlassung beendet worden war. Bei den Commanders wurde er zunächst für die Practice Squad verpflichtet, um sich sportlich neu zu beweisen.
Burks’ Karriere ist ein klassisches Beispiel für hohes Potenzial, das durch Verletzungen gebremst wurde. Statistisch bleibt er ein Spieler mit explosivem Upside, aber auch mit Fragezeichen hinsichtlich Verfügbarkeit und Konstanz. Sollte er gesund bleiben und in einem stabilen Quarterback‑Umfeld mit Jayden Daniels regelmäßig Snaps erhalten, kann er seine College‑Form annähernd wieder erreichen; andernfalls droht seine NFL-Zeit endgültig zu enden.
Für ein Jahr ist der Vertrag mit vier Millionen Dollar dotiert, wobei aber die wichtigen garantierten Bestandteile – so es überhaupt welche gibt – nicht veröffentlicht wurden. Die Karriere hängt also noch an einem seidenen Faden.
Carsten Keller - 07.03.2026

Treylon Burks bei der Feier seines bisher einzigen Touchdowns im Commanders-Jersey (© Getty Images)
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Spiele Washington Commanders
12.09.
Green Bay Packers - Washington Commanders
27
:
18
21.09.
Washington Commanders - Las Vegas Raiders
41
:
24
28.09.
Atlanta Falcons - Washington Commanders
34
:
27
05.10.
Los Angeles Chargers - W. Commanders
10
:
27
14.10.
Washington Commanders - Chicago Bears
24
:
25
19.10.
Dallas Cowboys - Washington Commanders
44
:
22
28.10.
Kansas City Chiefs - Washington Commanders
28
:
7
03.11.
Washington Commanders - Seattle Seahawks
14
:
38
09.11.
Washington Commanders - Detroit Lions
22
:
44
16.11.
Miami Dolphins - Washington Commanders
16
:
13
01.12.
Washington Commanders - Denver Broncos
26
:
27
07.12.
Minnesota Vikings - Washington Commanders
31
:
0
14.12.
New York Giants - Washington Commanders
21
:
29
20.12.
Washington Commanders - Philadelphia Eagles
18
:
29
25.12.
Washington Commanders - Dallas Cowboys
23
:
30
04.01.
Philadelphia Eagles - W. Commanders
17
:
24