Die Zukunft von Aaron Rodgers in der NFL bleibt weiterhin unklar. In seinem ersten öffentlichen Auftritt seit dem Saisonende der Pittsburgh Steelers erklärte der viermalige MVP in der The Pat McAfee Show, dass es aktuell weder eine Frist noch ein konkretes Vertragsangebot für eine mögliche Rückkehr nach Pittsburgh gibt.
Der 42-jährige Quarterback wird in weniger als einer Woche Free Agent. Erst im Juni 2025 hatte Rodgers nach einem langen Entscheidungsprozess einen Ein-Jahres-Vertrag über 13,65 Millionen Dollar bei den Steelers unterschrieben. In seiner ersten Saison führte er das Team mit 24 Touchdowns und nur sieben Interceptions zum Titel in der AFC North, ehe Pittsburgh in der ersten Playoffrunde gegen die Houston Texans ausschied.
"Es gab keine Deadline, die mir gesetzt wurde", sagte Rodgers. "Es gibt auch kein Vertragsangebot oder irgendetwas, worüber ich entscheiden müsste. Ich bin Free Agent. ... Ich genieße meine Zeit mit meiner Frau und diese Phase der Offseason. Gespräche wird es irgendwann geben, aber im Moment gab es keine fortgeschrittenen Gespräche."
Kontakt zum Steelers-Management habe es dennoch gegeben, unter anderem mit General Manager Omar Khan. Einen konkreten Zeitplan für eine Entscheidung gebe es jedoch nicht.
Steelers hoffen auf schnellere Klarheit
Beim NFL Scouting Combine hatte Khan erklärt, dass sich die Situation diesmal nicht so lange hinziehen solle wie im vergangenen Jahr. Damals besuchte Rodgers die Trainingsanlage der Steelers im März, unterschrieb den Vertrag aber erst kurz vor Beginn des Mandatory Minicamps Anfang Juni.
"Ich möchte eigentlich nicht sagen, dass es bis dahin erledigt sein muss", sagte Khan mit Blick auf den Start der Free Agency. "Es wäre gut, eine Vorstellung zu haben, aber ich glaube nicht, dass sich das wieder so lange hinziehen wird wie letztes Jahr."
Rodgers selbst machte in seinem fast 90-minütigen Auftritt jedoch keinen Eindruck, als würde er unter Zeitdruck stehen. Zwar trainiere er regelmäßig, betonte aber scherzhaft, dies geschehe eher, um für seine Frau attraktiv zu bleiben als als klares Zeichen für eine weitere NFL-Saison.
McCarthy als möglicher Faktor
Ein möglicher Anreiz für eine Rückkehr könnte die Verpflichtung von Mike McCarthy als neuen Head Coach sein. McCarthy übernahm das Amt nach dem Rücktritt von Mike Tomlin im Januar. Rodgers spielte bereits 13 Jahre lang unter McCarthy bei den Green Bay Packers – inklusive des gemeinsamen Triumphs im Super Bowl XLV.
Zudem haben mehrere frühere Packers-Trainer den Weg nach Pittsburgh gefunden, darunter Offensive-Line-Coach James Campen und dessen Assistent Jahri Evans.
"Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich das nicht gerne gesehen habe", sagte Rodgers über die personellen Entwicklungen. "Natürlich wäre das ein Reiz, wenn ich mich entscheiden würde, diesen Weg zu gehen. Aber am Ende braucht es zwei Seiten – wir werden sehen, was passiert, wenn die Free Agency beginnt."
Gleichzeitig lobte Rodgers McCarthy ausdrücklich: "Mike ist einer der großartigsten Typen in dieser Liga, ein außergewöhnlicher Mensch mit einem riesigen Herzen."
Lob für Steelers-Talent Will Howard
Auch für den jungen Steelers-Quarterback Will Howard fand Rodgers deutliche Worte. Der Sechstrunden-Pick von 2025 hatte den Großteil der vergangenen Saison verpasst, nachdem er sich im Trainingscamp den kleinen Finger der Wurfhand verletzt hatte.
"Er war oft direkt an meiner Seite, und ich habe das geliebt", sagte Rodgers. "Ich bin ein großer Fan von Will Howard – nicht nur als Mensch, sondern auch als Spieler. Wenn seine Zeit kommt, wird er mehr als fähig sein, nicht nur ein konstanter Starter zu sein, sondern lange in dieser Liga zu spielen."
Rodgers steht weiterhin in Kontakt mit dem Quarterback-Room der Steelers – darunter Mason Rudolph und Skylar Thompson – sowie mit Wide Receiver Ben Skowronek. Seine Zeit in Pittsburgh beschreibt er rückblickend positiv.
"So, wie ich dort behandelt wurde – ich hatte eine großartige Zeit", sagte Rodgers. "Es war einfach eine tolle Gruppe von Jungs und ich habe meine Zeit dort wirklich genossen."
Nicholas Fanselow - 05.03.2026

Aaron Rodgers #8 Pittsburgh Steelers (© Getty Images)
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