Swinney strukturiert um

Head Coach Dabo Swinney (Clemson Tigers) steht unter Druck und formiert seinen Trainerstab um. Nachdem er einst als zweifacher College Football Landesmeister unantastbar schien, steht Dabo Swinney unter enormem Erfolgsdruck in einer Ära bedeutender Änderungen bei den Namens-, Bild- und Ähnlichkeitsrechten (NIL) und der Umsatzbeteiligungen für Spieler. Seine langfristige Zukunft bei Clemson wird ungewisser, sollte die kommende Saison 2026 keine Fortschritte bringen.

Swinney scheint seine angekündigte Umstrukturierung des Trainerteams in der Offseason diese Woche abgeschlossen zu haben, nachdem am Montag die Verpflichtung des ehemaligen Special Teams Coordinators der Green Bay Packers, Rich Bisaccia, bekannt gegeben wurde. Vorbehaltlich der Zustimmung des Universitätsrats ist Bisaccia das letzte Puzzleteil einer Art Programmumstrukturierung, von der sich der erfahrene Cheftrainer erhofft, dass sie die Tigers wieder an die Spitze der ACC und in die CFP Playoffs führen wird.

Vor Beginn des Frühjahrstrainingslagers erklärte Swinney, die nächsten Wochen stünden im Zeichen der Rückbesinnung auf die Grundlagen. Alle Beteiligten im Team würden sich nach diversen Rollenwechseln und Neueinstellungen mit dem neu formierten Trainerstab abstimmen.

Swinney hat in den letzten Jahren während dieses unerwarteten Abschwungs mehrfach um Glaubwürdigkeit gekämpft und sogar während der turbulenten letzten Saison "weitere Meisterschaften" für Clemson versprochen. Er kündigte Veränderungen an, die bedeutendste davon war der zweite Austausch des Offensive Coordinators innerhalb von zwei Jahren, nachdem man sich Garrett Riley getrennt hatte – der erste von mehreren Schritten. Nur wenige Programme in der ACC haben in den letzten Monaten so viele Veränderungen durchgemacht. Die Tigers verpflichteten den ehemaligen Assistenztrainer Chad Morris als Offensive Coordinator – ein überraschender Schritt, nachdem Swinney den Ex-Head-Coach von SMU und Arkansas zunächst kontaktiert hatte, um sich über die Position des Offensive Coordinators zu informieren. Dies ist Morris' drittes Engagement im Trainerstab von Swinney und sein zweites als Coordinator, nachdem er von 2011 bis 2014 die Spielzüge angesagt hatte. Nolan Turner wurde nach zwei Saisons im Trainerstab der Tigers zum Safeties Coach befördert. Tajh Boyd wurde nach der Entlassung von Offensive Coordinator Garrett Riley zum Quarterback Coach befördert. Corico Wright, der von der University of Delaware zu den Tigers wechselt, ist Clemsons neuer Nickelback Coach und ersetzt DeAndre McDaniel, der nun als Senior Defensive Assistant tätig ist. Thomas Allen, Sohn von Defensive Coordinator Tom Allen, wurde zum Defensive Passing Game Coordinator befördert, nachdem er in der vergangenen Saison unter seinem Vater als Defensive Analyst gearbeitet hatte. Der erfahrene Trainer Brad Glenn, der über drei Jahrzehnte Erfahrung verfügt, verstärkt das Team und wird die Tight Ends betreuen.

Clemson hat ferner mehrere Mitarbeiter in Analystenpositionen befördert oder neu eingestellt, den ehemaligen Wide Receiver Jacoby Ford als Assistenztrainer für die Wide Receiver anstelle von Will Swinney verpflichtet und den ehemaligen Offensive Coordinator von North Carolina, Freddie Kitchens, mit in das Team geholt. Kitchens' mit vielen Neuzugängen besetzte Offensive hatte letzte Saison gegen die Tar Heels Probleme. Er wird in Clemson als Analyst tätig sein.

Swinney setzt auf eine veränderte Offensivphilosophie und eine verbesserte Defensivleistung. Bei der Niederlage gegen Duke in der letzten Saison geriet er nach einem Deckungsfehler im vierten Versuch mit Safety Khalil Barnes und einigen anderen Teamkollegen aneinander, was zu den 28 Punkten der Blue Devils in der ersten Halbzeit beitrug. Clemson ließ 2025 durchschnittlich 251,2 Passing Yards pro Spiel zu – der höchste Wert seit zehn Jahren und der elftbeste in der ACC.

Teil der geplanten Verbesserung ist die Beförderung von Thomas Allen, dem Sohn des Defensive Coordinators Tom Allen, zum Koordinator für das Passspiel der Tigers. Zusätzlich wird Nolan Turner die Safeties betreuen. "Ich sage Ihnen, (Thomas) wird vor seinem 30. Lebensjahr Coordinator in der SEC, der Big Ten, der ACC oder der Big 12 sein", sagte Swinney im Januar. "Er ist ein wirklich talentierter, junger Trainer. Ich bin dankbar, dass wir ihn mindestens ein weiteres Jahr hier halten konnten. Er hat letztes Jahr hervorragende Arbeit geleistet. Er wird mit den fünf Verteidigern arbeiten, unsere Spielzüge einstudieren und dafür sorgen, dass alle an einem Strang ziehen. Er hat großartige Arbeit geleistet, als wir ihm im Laufe der letzten Saison mehr Verantwortung übertragen haben."

Die Tigers, die in der Vorsaison mit vier Stimmen für Platz eins auf Platz 4 gesetzt waren, strauchelten nach drei Niederlagen im September schnell. Swinney wirkte im Laufe der Saison zunehmend unsicher und schien im November letzten Jahres bei einer Bilanz von 3:5 am Ende seiner Kräfte. Nach der 45:46-Heimniederlage gegen Duke drohte ihm sogar, zum ersten Mal in seiner 17-jährigen Amtszeit die Playoffs zu verpassen. Sein Witz über seine Entlassung kam nach dem Spiel in Anwesenheit von Clemsons Sportdirektor Graham Neff nicht an und warf viele Fragen zu seiner hohen Abfindung und seiner Zukunft im Death Valley auf. Seitdem das Programm Ende 2019 nach dem Einzug ins College Football Playoff Finale (zum vierten Mal in fünf Jahren) Rekordwerte erreichte, ist der Wert von Clemsons Team gesunken. Die Siegquote der Tigers unter Swinney liegt seitdem bei 72,1 Prozent und beinhaltet drei ACC-Titel, aber keinen CFP-Sieg seit 2019.

Die Zukunftsaussichten sind nach dem 7:6 Saisonabschluss, Clemsons schlechtestem Ergebnis seit 2010, düster. 2026 wird Clemson mit einem unerfahrenen Quarterback auflaufen und die Neuzugänge der Tigers belegten insgesamt Platz 25 und in der ACC Platz 5 hinter Miami, Florida State, North Carolina und Virginia Tech. Die einzige große Schlagzeile aus Clemson in dieser Offseason war bisher Swinneys Enthüllungen über NCAA-Tampering und seine Anschuldigungen gegen Ole Miss. Infolgedessen verlor er einen Top-Transferkandidaten, was der deutlichen Warnung der NCAA vor zukünftigen Strafen für Regelverstöße vorausging.

Um wieder an die Spitze der Conference und in die Playoffs zurückzukehren, müssen die Tigers diese Coaching Maßnahmen für Swinney mit einer besseren Umsetzung am Spieltag erfolgreich umsetzen. Zum Leidwesen von Clemson treten die Tigers nicht mehr mit einem deutlichen Talentvorsprung auf dem Spielfeld an und das spiegelt sich zunehmend in ihrer Sieg Niederlagen Bilanz wieder.

Schlüter - 03.03.2026

Head Coach Dabo Swinney (Clemson Tigers) steht unter Druck und formiert seinen Trainerstab um.

Head Coach Dabo Swinney (Clemson Tigers) steht unter Druck und formiert seinen Trainerstab um. (© Getty Images)

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