Mit den Firenze Red Lions steht das italienische Franchise für die Premierensaison der American Football League of Europe 2026 fest. Das Team aus Florenz präsentierte kürzlich Name und Logo und positioniert sich als neue Kraft im europäischen Football. Der Löwe – angelehnt an den historischen "Marzocco", das traditionelle Wahrzeichen der Stadt – soll Stärke, Identität und Stolz symbolisieren.
Die Red Lions vertreten damit Italien in der neu gegründeten AFLE und wollen im kommenden Sommer erstmals in einer europaweiten Profiliga antreten. Organisatorisch wird das Projekt unter anderem von General Manager Bart Iaccarino aufgebaut, der zuvor bei den Barcelona Dragons tätig war.
Doch während die Liga von einem "neuen Kapitel" für den italienischen Football spricht und die Red Lions auf Social Media mit positiven Kommentaren zu ihrer Veröffentlichung werben, fällt die Resonanz im Netz deutlich verhaltener aus.
In einer großen italienischen Football-Community auf Social Media wurde die Vorstellung der Red Lions intensiv diskutiert – und teils regelrecht auseinandergenommen. Dabei ging es nicht nur um das Branding und die Farbwahl des Teams, sondern vor allem um strukturelle Fragen.
Mehrere Nutzer zweifelten öffentlich an der sportlichen Umsetzbarkeit des Projekts. Diskutiert wurde unter anderem, woher ein konkurrenzfähiger Kader mit ausreichend erfahrenen Spielern kommen solle. Auch die Rolle von Iaccarino wurde kritisch hinterfragt, mit Verweisen auf frühere Stationen im europäischen Football.
Darüber hinaus entstand eine Debatte um regulatorische Themen: Einzelne Kommentatoren verwiesen auf mögliche Konflikte mit nationalen Verbandsstrukturen und stellten die Frage, unter welchen Rahmenbedingungen italienische Teams an einer nicht Fidaf-organisierten Liga teilnehmen dürfen.
Neben grundsätzlicher Skepsis gegenüber der AFLE selbst wurde auch die Identität der Red Lions hinterfragt. Einige Nutzer diskutierten die Symbolik des Löwen und dessen historische Bedeutung für Florenz, andere stellten infrage, warum das Franchise nicht stärker auf traditionelle Stadtfarben gesetzt habe.
Insgesamt zeigt sich: Noch bevor das Team ein einziges Spiel bestritten hat, ist die öffentliche Diskussion in Italien bereits in vollem Gange.
Ob aus Skepsis am Ende Unterstützung wird, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie professionell Organisation, Kaderaufbau und Kommunikation in den kommenden Monaten umgesetzt werden.
Foot Bowl - 27.02.2026

Das Netz sieht die Red Lions sehr kritisch (© Garfik)
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