Nathaniel Hackett heißt der neue Offensive Coordinator der Arizona Cardinals. Die Verpflichtung gilt als strategische Ergänzung für das junge Trainerteam um Head Coach Mike LaFleur, der aber ausdrücklich erklärte, selbst die Offensiv-Playcalls übernehmen zu wollen.
Der 46-jährige Hackett bringt Erfahrung aus Green Bay, Jacksonville und Buffalo, aber auch kontroverse Stationen als Broncos Head Coach und als Jets Offensive Coordinator mit.
Hackett verfügt über lange NFL-Erfahrung: Stationen als Offensive Coordinator bei den Buffalo Bills, Jacksonville Jaguars, Green Bay Packers sowie als Head Coach der Denver Broncos (2022) und zuletzt als Offensive Coordinator der New York Jets (2023–24) zeigen einen ausführlichen Werdegang. Seine offizielle Bilanz als Hedad Coach in Denver weist aber nur eine 4–11 Saison aus – nicht einmal für eine ganze Spielzeit hatte es gereicht; als Coordinator war er aber auch Teil der Packers-Offensive, die 2020 ligaweit zu den produktivsten Einheiten zählte.
Hacketts Offensivphilosophie lässt sich in drei Kernpunkten zusammenfassen:
In Jacksonville und später in Green Bay setzte Hackett auf ein solides Laufspiel als Basis, kombiniert mit kurzen bis mittleren Passkonzepten, um Raumgewinn und Ballkontrolle zu sichern. Diese Ausrichtung fördert Play-action-Situationen und vertikale Stretch-Elemente.
Quarterback-freundliche Konzepte: Unter Hackett profitierten erfahrene Quarterbacks (etwa Aaron Rodgers in Green Bay) von klaren Progressionsschemata und schnellen Entscheidungswegen; das System ist darauf ausgelegt, Mismatches zu schaffen und den QB vor Druck zu schützen.
Adaptionsfähigkeit, aber auch Kritik: Hackett passt Konzepte an vorhandene Personalstärken an, zeigt jedoch in früheren Stationen Schwächen bei Spiel- und Clockmanagement sowie bei in-game-Adjustments, was zu öffentlicher Kritik – und seiner schnellen Ablösung in Denver - führte.
Hackett kennt die LaFleur-Philosophie aus der gemeinsamen Zeit in Green Bay und kann die System-Installationen beschleunigen; das ist vor allem für die Integration junger Playmaker wie Marvin Harrison Jr. und Michael Wilson wichtig, die zuletzt nicht voll zur Entfaltung kamen.
Da LaFleur das Playcalling übernehmen will, wird Hackett primär als Systemarchitekt, Entwickler und für den Game Plan verantwortlich sein — eine Rolle, in der er in der Vergangenheit erfolgreich war.
Hacketts frühe Entlassung in Denver und das Entziehen der Playcalling-Verantwortung bei den Jets werfen Fragen zur Entscheidungsstärke in kritischen Momenten auf. Transparente Aufgabenverteilung und klare Kommunikation von Head Coach LaFleur wird unumgänglich sein.
Erfolg hängt davon ab, wie schnell Hackett das Scheme an das vorhandene Kader anpasst und ob die Offensive Line sowie das Quarterback-Spiel stabilisiert werden können. Offen ist dabei noch, wie es mit Spielmacher Kyler Murray weitergehen wird. Eine Entscheidung steht hier vor dem 15. März an, wenn sein Gehalt für 2027 – immerhin 19,7 Millionen Dollar Grundgehalt – garantiert sein wird. In den letzten Jahren war Murray immer wieder verletzt oder zumindest angeschlagen; in der abgelaufenen Spielzeit kam er nur auf fünf Partien.
Nathaniel Hackett bringt tiefe Systemkenntnis und Coordinator‑Erfahrung, kombiniert mit einer Historie, die sowohl beachtenswerte Erfolge (Packers 2020/21) als auch deutlich wahrnehmbare Misserfolge (Broncos 2022, Jets 2024) umfasst. In Arizona könnte er als erfahrener Architekt hinter den Kulissen wirken, während Mike LaFleur das Playcalling steuert — eine Konstellation, die Potenzial hat, aber diszipliniertes Management und klare Rollen erfordert.
Carsten Keller - 04.02.2026

Bei seiner Vorstellung in Denver war noch alles in Ordnung... aber nicht lange (© Carsten Keller)
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Spiele Arizona Cardinals
14.09.
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San Francisco 49ers - Arizona Cardinals
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