Die besten Teams im College Football stehen 2026 vor ihren bisher härtesten Conference Spielplänen. Die SEC war schon immer eine harte Nuss, doch mit der Einführung von neun Conference Spielen in der kommenden Saison 2026 wird es weniger Gelegenheiten zum Durchatmen geben. Gleichzeitig bedeutet die stärkere und wettbewerbsintensivere Spitze der Big Ten, dass die potenziellen Titelanwärter einen schwierigeren Weg durch die Conference Spiele vor sich haben, als es in den Vorjahren notwendig war.
Es gibt die weitverbreitete Annahme, dass die Teams der Big Ten im Gegensatz zu den Teams der SEC gegen Ende der Saison nicht so stark nachlassen – und da ist etwas Wahres dran. Die Zahlen belegen es. Im Jahr 2023, vor der größeren Konferenzumstrukturierung, spielten die Big Ten Teams, im Durchschnitt gegen drei Ligakonkurrenten, die ebenfalls zu den Top 30 gehörten. SEC Teams mit denselben Kriterien, trafen auf vier bis fünf.
Mit Blick auf 2026 könnten die voraussichtlichen Top-Teams der SEC im Rahmen der Conference Spiele fünf bis acht Spiele gegen andere potenzielle Top 30 Gegner bestreiten. Auch wenn die Big Ten nicht ganz so intensiv spielt, werden ihre voraussichtlich besten Teams regelmäßig gegen drei bis fünf Top 30 Gegner antreten.
Diese Zahlen spiegeln nicht nur einen stetigen Anstieg an Top-Spielen wider, sondern auch einen anspruchsvolleren Weg in die College Football Playoffs. Anstatt dass zwei oder drei Samstage eine Saison wirklich prägen, spielen Top College Football Teams häufiger gegen stärkere Gegner. Es gibt weniger Erholungsspiele, weniger geplante Verschnaufpausen und weniger Möglichkeiten, sich nach einem harten Spiel neu zu fokussieren. Dieser Wandel ist in der Big Ten besonders deutlich. Jedes der fünf bestplatzierten Teams trifft 2026 auf mindestens drei der anderen vier.
Ohio State allein trifft auf alle vier Teams, darunter ein extrem anstrengender vier Wochen Zyklus: Auswärtsspiel bei Indiana, spielfrei, Auswärtsspiel bei USC und anschließend Heimspiel gegen Oregon. Das letzte Spiel der regulären Saison gegen Michigan steht noch aus. Hinzu kommt ein Auswärtsspiel außerhalb der Conference bei Texas. Die Buckeyes erwarten somit einen der härtesten Spielpläne des Landes in der kommenden Saison. Indiana und Oregon spielen in ihren jeweiligen Spielplänen für 2026 jeweils zweimal hintereinander gegen Ohio State und Michigan. Diese geballte Ladung an Top-Teams lässt den Teams kaum Spielraum für Fehler.
Der Spielplan der SEC sieht zwar etwas anders aus, aber der Effekt ist ähnlich. Die neun Conference Spiele sorgen allein durch die schiere Anzahl an Begegnungen für eine hohe Schwierigkeit. Von den sechs bestplatzierten SEC-Teams spielen fünf gegen mindestens drei weitere Conference Gegner aus dieser Favoriten Gruppe.
Texas A&M trifft beispielsweise auf vier der anderen Top-Teams: Texas, Oklahoma, LSU und Alabama. Oklahoma, das in seinen ersten beiden Jahren in der Conference bereits einen der schwersten Spielpläne der Conference hatte, spielt gegen acht der zehn besten SEC-Teams, darunter drei Teams, die vor ihnen platziert sind: Texas, Georgia und Texas A&M. Dabei ist das Auswärtsspiel gegen Michigan in Woche 2 noch nicht einmal berücksichtigt.
Georgias Spielplan ist etwas leichter, mit nur zwei der anderen Top Teams – Oklahoma und Alabama – beinhaltet aber dennoch einige weitere hochkarätige Begegnungen. Dies ist nicht darauf zurückzuführen, dass die Conferences plötzlich versuchen, die Spielpläne schwieriger zu gestalten. SEC und Big Ten beherbergen einfach mehr ernstzunehmende Titelkandidaten als früher. Wenn mehrere Spitzenteams im selben Wettbewerbsumfeld konkurrieren, steigt der Schwierigkeitsgrad naturgemäß – selbst wenn die Spielpläne auf Ausgewogenheit ausgelegt sind.
Der Trend führt somit zu schwierigeren Spielplänen und zu weniger ungeschlagenen Teams innerhalb einer Saison. In den zwei Spielzeiten seit der Neuordnung der Conferences beendeten drei Teams der Big Ten die Ligasaison ungeschlagen, während die SEC kein einziges ungeschlagenes Team vorweisen konnte. In der Big Ten wird dieser Effekt durch den Zeitpunkt der Bekanntgabe der Spielpläne verstärkt. Die zukünftigen Gegner für die Saisons 2024 bis 2028 wurden bereits im Oktober 2023 festgelegt, bevor Oregon, USC, UCLA und Washington offiziell der Conference beitraten und bevor Indiana zu einer nationalen Größe aufstieg.
In der SEC ist der Mechanismus einfacher. Ein Spielplan mit neun Conference Spielen erhöht den Schwierigkeitsgrad allein durch die Anzahl der Spiele. Mehr Spiele in einer Conference mit ohnehin schon vielen starken Teams, sorgt dafür, dass es naturgemäß zu mehr hochkarätigen Begegnungen kommt.
Schlüter - 01.02.2026

Ohio State steht 2026 vor einem ein schweren Spielplan. (© Getty Images)
Leser-Bewertung dieses Beitrags: