Die Pittsburgh Steelers haben einen alten Bekannten des neuen Head Coaches Mike McCarthy für ihren freien Posten des Defensive Coordinators geholt: Patrick Graham soll den Pittsburgh Steelers eine defensive Identität zurückbringen, die auf Vielseitigkeit, Disziplin und Anpassungsfähigkeit basiert; Qualitäten, die er in über fast zwei Jahrzehnten NFL‑Erfahrung unter Coaches wie Bill Belichick und eben McCarthy verfeinert hat.
Der 47‑Jährige, der seit 2019 ununterbrochen als Defensive Coordinator in der NFL arbeitet, kam vergangene Woche zum Vorstellungsgespräch nach Pittsburgh. Zuvor führte er die Las Vegas Raiders vier Jahre lang zu mehrheitlich stabilen und teils deutlich verbesserten Defensivleistungen. Unter seiner Leitung rangierte die Raiders‑Defense 2023 auf Platz neun in der Liga bei den zugelassenen Punkten (19,5 pro Spiel), ein Sprung um 17 Plätze im Vergleich zur Vorsaison. Allerdings war er da natürlicher auch schon Defensive Coordinator der Raiders gewesen.
Graham gilt als Lehrer und Taktiker, der seine Spieler in klaren Rollen weiterentwickelt. In Las Vegas profitierten vor allem Linebacker Robert Spillane und Edge‑Rusher Maxx Crosby, der unter Graham mehrere Pro Bowl Nominierungen verbuchen konnte. Seine Defenses zeichnen sich durch hohe Variabilität aus: Graham nutzt sowohl 3‑4‑ als auch 4‑3‑Strukturen, betont aber, dass moderne NFL‑Defensive vor allem in Sub‑Packages entschieden werden. Entscheidend sei, ob ein Team Pass‑Rush generieren, den Lauf stoppen und in Coverage flexibel agieren könne – weniger die Grundordnung.
Für die Steelers, die 2025 nur Platz 26 bei Total Defense belegten, soll Graham eine Rückkehr zu Stabilität und Effizienz einleiten. Head Coach Mike McCarthy betonte bei seiner Vorstellung, dass Pittsburghs defensive DNA – historisch geprägt durch die 3‑4‑Front – erhalten bleiben solle. Graham bringt dafür nicht nur Systemkenntnis aus seiner gemeinsamen Zeit mit McCarthy in Green Bay mit, sondern auch die Fähigkeit, defensive Sprache und Strukturen an moderne Offense‑Trends anzupassen.
Seine Spielphilosophie ist klar: situativ aggressiv, schematisch flexibel und stark spielerorientiert. Graham fordert von seinen Verteidigern hohe Spielintelligenz und konstante Intensität. Für Pittsburgh könnte genau diese Mischung der Schlüssel sein, um eine talentierte, aber zuletzt inkonstante Defense wieder zu einer verlässlichen Stärke zu formen.
Herausragende Spieler hat er jedenfalls: Pass Rush generiert T.J. Watt, mit Linebacker Patrick Queen und Nickelback Jalen Ramsey stehen langjährige Pro Bowler zur Verfügung, die aber fit bleiben müssen und denen man ihr Alter nicht zu sehr anmerken sollte.
Carsten Keller - 01.02.2026

Patrick Graham war die letzten Jahre Defensive Coordinator der Las Vegas Raiders (© Carsten Keller)
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Spiele Pittsburgh Steelers
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27.10.
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35
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25
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22
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27
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24
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29
28.12.
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13
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26
:
24