"Helvetic Mercenaries und Basel Gladiators machen gemeinsame Sache" ist die Überschrift einer Presseinformation des inzwischen ehemaligen ELF-Teams (man möchte sich wieder mal "stabilisieren"), die man, zumindest auf den ersten Blick, durchaus mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen kann. In dieser gibt man eine "strategische Partnerschaft mit dem Schweizer Spitzenclub Basel Gladiators" bekannnt und führt weiter aus, dass der "langjährige Spitzenverein und letztjährige Vizemeister, künftig von der kommerziellen, organisatorischen und strukturellen Unterstützung der Organisation der Helvetic Mercenaries, profitieren wird." Auch das oft diskutierte Thema Jugend greifen die Mercenaries auf und schreiben hierzu: "Ein zentraler Bestandteil der Partnerschaft ist die nachhaltige Nachwuchs- und Talentförderung in der Schweiz".
Hört sich alles soweit sehr gut an, insgesamt stellt sich aber die Frage, was haben die Gladiators seit ihrer Gründung im 1989, also immerhin stolzen 36 Jahren, bisher gemacht, dass man nun auf Unterstützung eines Teams angewiesen ist, dass bisher weder durch sportlichen Erfolg noch durch finanzielle Stabilität besonders positiv aufgefallen ist. Vor allem, weil man selber auf durchaus beachtliche Erfolge zurückblicken kann. Swiss Bowl Champion durfte man sich im Jahr 2014 nennen, dazu kommen einige Vize-Meisterschaften, zuletzt in der gerade vergangenen Saison. Und auch im Jugendbereich agiert man sehr erfolgreich und kann auf sechs Titel und diverse Finalteilnahmen, zuletzt 2021 zurückblicken.
Offensichtlich hat aber der in der Schweiz bestens vernetzte Mercenaries-Chef Sandro Mohr noch einige zusätzliche Pfeile im Köcher gehabt, die die Gladiators überzeugen konnten. Man darf gespannt sein, ob die Zusammenarbeit für einen oder alle beiden Beteiligten irgendwelche langfristigen Vorteile bringen wird. Auf jeden Fall richten nun "beide Clubs ihren Fokus klar auf den Saisonstart Ende März", was sicherlich Ende Januar auch durchaus nötig erscheint.
Frank Schulze - 28.01.2026

Die Basel Gladiators wollen nun zusammen mit den Helvetic Mercearies neue Erfolge erreichen (© TT/Lars Kauz)
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