Die Tampa Bay Buccaneers stellen ihre Offensive neu auf – und setzen dabei auf ein bekanntes Gesicht für ihren Quarterback. Wie ein NFL-Insider berichtet, verpflichten die Buccaneers Zac Robinson als neuen Offensive Coordinator. Eine zentrale Rolle bei dieser Entscheidung spielte Baker Mayfield, der sich intern deutlich für Robinsons Verpflichtung eingesetzt haben soll.
Robinson ist ein ehemaliger Quarterback und entstammt der renommierten Coaching-Schule von Sean McVay. Zuletzt arbeitete er zwei Spielzeiten als Offensive Coordinator bei den Atlanta Falcons, einem direkten Rivalen aus der NFC South. In seiner ersten Saison führte Robinson Atlantas Offense auf Rang sechs der NFL in Yards pro Spiel sowie auf Platz 13 bei erzielten Punkten – solide Werte, die ligaweit Beachtung fanden.
In der Saison 2025 konnte die Offensive diese Leistungen allerdings nicht bestätigen. Die Falcons erlebten insgesamt ein schwieriges Jahr, das schließlich mit der Entlassung von Head Coach Raheem Morris endete. Robinson wurde damit frei für neue Aufgaben – und fand sie schneller als erwartet. Nach lediglich zwei Interviews für vakante Offensive Coordinator-Posten, unter anderem in Detroit, fiel die Entscheidung zugunsten von Tampa Bay aus. Ausschlaggebend war dabei nicht zuletzt die Verbindung zu Mayfield.
Diese Beziehung geht zurück auf eine der ungewöhnlichsten Episoden in Mayfields Karriere. In der Saison 2022 war der ehemalige First-Overall-Pick sportlich heimatlos: Nach seinem Trade von Cleveland zu den Carolina Panthers wurde er nach sieben Einsätzen wieder entlassen und schloss sich für die letzten fünf Wochen der Saison den Los Angeles Rams an.
Die von Verletzungen geplagten Rams suchten damals händeringend nach einer kurzfristigen, aber konkurrenzfähigen Lösung auf der Quarterback-Position. Mayfield wurde nur einen Tag nach seiner Entlassung per Waiver verpflichtet und hatte weniger als 48 Stunden Zeit, um nach Los Angeles zu reisen und das Playbook zu lernen – ehe er bereits im Thursday-Night-Spiel gegen die Las Vegas Raiders eingesetzt wurde. Nach seiner Einwechslung für John Wolford führte Mayfield einen spektakulären Two-Minute-Drive an und sicherte den Rams einen ebenso überraschenden wie emotionalen Sieg.
In den darauffolgenden Wochen blieb Mayfield Stamm-Quarterback in Los Angeles und arbeitete dabei eng mit McVay sowie Zac Robinson zusammen, der zu diesem Zeitpunkt als Passing Game Coordinator und Quarterbacks Coach fungierte. Obwohl Mayfield nach der Saison nach Tampa Bay wechselte, hinterließ diese kurze Zusammenarbeit offenbar einen nachhaltigen Eindruck.
Für Mayfield bedeutet die Verpflichtung Robinsons nun vor allem Vertrautheit. Sollte er erneut unter einem neuen Offensive Coordinator spielen müssen, dann zumindest mit einem Playcaller, dessen System und Arbeitsweise ihm bereits bekannt sind.
Robinson wiederum steht vor der Aufgabe, an den Erfolg eines anderen McVay-Schülers anzuknüpfen: Liam Coen, heute Head Coach der Jacksonville Jaguars, hatte während seines einjährigen Engagements in Tampa Bay ebenfalls erfolgreich mit Mayfield zusammengearbeitet. Die Erwartungen in Florida sind entsprechend hoch – Kontinuität, Vertrauen und offensive Stabilität sollen die Buccaneers zurück in die Erfolgsspur führen.
Nicholas Fanselow - 22.01.2026

Neuer Buccaneers Offensive Coordinator Zac Robinson (© Getty Images)
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