Erinnerungen an große Erlebnisse

#80 Charlie Becker (Indiana Hoosiers) jubelt mit der Trophy der College Football Playoff National Championship 2026.Am Morgen nach dem CFP National Championship Game in Miami standen Vertreter des Gewinner Teams Indiana zur Verfügung, um Fragen über ihre Erfahrungen, die sie während ihrer Karriere als Spieler oder Trainer erlebten, zu erzählen. Indiana Head Coach Curt Cignetti, Pat Coogan, Aiden Fisher, der beste Defensivspieler des Spiels, Mikail Kamara und der beste Offensivspieler, Fernando Mendoza teilten ihre Erlebnisse der letzten Jahre, Monate, Wochen, Tage und Stunden mit.

Curt Cignetti:
Okay, es war ein später Abend, Anstoß um 19:50 Uhr, und ich bin sicher, einige von ihnen befinden sich noch in ihren Betten – ich habe gehört, einer ist noch gar nicht im Bett. Gestern war ein großartiger Tag. Schön, heute hier auf dem Siegerpodest zu stehen. Jeder Tag bringt neue Aufgaben und neue Herausforderungen. Ich bin stolz auf diese Jungs. Stolz auf ihre Führungsqualitäten. Ich bin dankbar für ihren Einsatz, den sie gezeigt haben und für die Art und Weise, wie sie sich während ihrer gesamten Karriere verhalten haben. Und natürlich auch für Pat, der ein Jahr bei uns war und eine enorme Bereicherung und Führungsfigur für dieses Footballteam war.

Frage:
Könnten Sie uns als Spieler einen Eindruck von Ihrer Leistung vermitteln? Sie haben nicht einfach nur die nationale Meisterschaft gewonnen, sondern das auch noch an der Indiana University, die zeitweise die meisten Niederlagen in der Geschichte des FBS College Football Sports hinnehmen musste. Sie haben es vom absoluten Tiefpunkt an die Spitze geschafft. Wie fühlt es sich an, so einen Weg zu gehen?

Pat Coogan:
Ja, ich denke, alles beginnt mit dem Glauben, oder? Es braucht Gleichgesinnte, die sich für ein gemeinsames Ziel zusammenschließen und manchmal muss dieser Glaube etwas irrational sein, besonders an einem Ort wie Indiana, der bisher nicht so erfolgreich war. Ich bin noch nicht lange hier, aber ich habe es miterlebt und gesehen, wie dieser Ort wahrgenommen wurde. Als Coach Cig hierherkam, glaubte er daran und konnte auch andere davon überzeugen. Manchmal wurde er ausgelacht und für verrückt gehalten, aber das war eben ein etwas irrationaler Glaube. Man muss die Leute überzeugen, sie müssen an einem Strang ziehen und sich von der Mission und unserem Vorhaben überzeugen lassen. Es braucht ein ganzes Dorf, uns alle, das gesamte Trainerteam und die gesamte Mannschaft – einfach alle, die sich mit dem gemeinsamen Ziel, dem gemeinsamen Zweck identifizieren und daran glauben. Wie gesagt, es braucht ein ganzes Dorf, und wir alle waren wirklich gefragt.

Aiden Fisher:
Um an seine Worte anzuknüpfen: Bei einem Programm, das für seine Niederlagen bekannt ist und dessen Kultur in einer tiefen Krise steckte, als Coach Cig hierherkam, ging es vor allem darum, die Denkweise der Menschen zu verändern – sowohl intern als auch extern. Wir bezeichneten es als schlafenden Riesen, als wir ankamen. Die Fans in Indiana und die gesamte Kultur dort sehnten sich nach einem Gewinner und sie brauchten einfach den richtigen Trainer und die richtigen Spieler, um das Ruder herumzureißen. Es war eine ganz besondere Zeit, und ich denke, wir hatten einfach das richtige Team, die richtigen Spieler und alle, die für den Job geeignet waren, um das zu schaffen. Es ist einfach unglaublich, ein Teil davon gewesen zu sein und es in Indiana zu schaffen, macht es zehnmal besonderer.

Mikail Kamara:
Ähnlich wie er es mit dem schlafenden Riesen sagte, wusste ich letztes Jahr bereits, als wir gegen Maryland spielten, dass das der Wendepunkt für das Programm war. Nachdem wir gegen sie gespielt und dann Michigan zu Hause geschlagen hatten, begann ein Aufwärtstrend. Nachdem wir letztes Jahr eine erfolgreiche Saison hatten und sie dann so endete, hat das viele der Jungs, die damals im Kader waren, zusätzlich motiviert, den ganzen Sommer und im Trainingslager noch härter zu arbeiten. Und dann haben sie die ganze Saison über alles gegeben. Ich denke, es hat uns viel Selbstvertrauen gegeben zu wissen, dass wir auf diesem Niveau mithalten können. Und jetzt stehen wir bei 16:0, sind National Champion im College Football – besser gehts nicht.

Frage:
Viele fragen sich jetzt sicher, warum es so lange gedauert hat, bis Sie von einer Power Four Universität eingestellt wurden. Gibt es da draußen noch andere unentdeckte Curt Cignettis? Und wenn ja, wo sind sie?

Curt Cignetti:
Es gab einige Trainer, die auf Division-II- oder Division-III-Niveau gearbeitet haben, dann zu einer Power Four Universität gewechselt und dort sehr erfolgreich waren. Vier oder fünf von ihnen sind immer noch als Trainer tätig. Bei mir hat es länger gedauert. Ich hatte mit 23 Jahren eine großartige Chance bei der damals zweitbesten Conference des Landes, der alten Southwest Conference. Aber in der ersten Hälfte meiner Karriere war ich bei Teams, die nicht gewonnen haben. Niemand stellt Assistenztrainer von Universitäten ein, die nicht gewinnen. Als ich von Walt Harris engagiert wurde, lernte ich viel über das Quarterback-Spiel. Ich war drei Jahre dort, und als ich zu NC State wechselte, hatten wir Philip Rivers. Wir hatten dort eine tolle Zeit, sieben Jahre. Das eine Jahr mit Nick gab mir das Gefühl, bereit für den großen Durchbruch zu sein, und ich wagte den Sprung ins kalte Wasser. Ich denke, mein Werdegang führte mich zu Teams, die anfangs nicht überaus erfolgreich waren, aber er hat mich hierher geführt, was großartig ist. Was ich noch zu der Frage hinzufügen möchte, die die Spieler gerade über Indiana beantwortet haben: Ich glaube, das nennt man einen Paradigmenwechsel. Entweder hält man an alten Denkweisen fest und teilt Teams oder Conferences in Kategorien ein, oder man passt sich an die neue Realität an, an die veränderten Machtverhältnisse im heutigen College Football. Wenn man sich anschaut, was vor unserer Ankunft in Indiana vor 10, 20 oder 50 Jahren geschah, fehlte es schlichtweg an Engagement von der Spitze. Ganz einfach. Sonst nichts. Und wir haben Engagement, okay? Was ich außerdem sagen möchte: Dieses Team hat es bis ganz nach oben geschafft. Das war das zweite Kapitel unserer Erfolgsgeschichte. Ein sehr eng verbundenes, besonderes Team. Das erste Team hat nie die verdiente nationale Anerkennung erhalten, wegen der Kontroverse um die Playoffs und unserer Leistung in den letzten zweieinhalb Vierteln gegen Ohio State und Notre Dame. Dieses Team hat alles ins Rollen gebracht. Sie lagen bis zum neunten Saisonspiel nie zurück, und als sie dann bei Michigan State mit 10:0 im ersten Viertel in Führung gingen, erzielten sie 47 Punkte in Folge. Sie starteten mit 10:0. Aber sie wurden nie wirklich dafür gewürdigt. Das war ein außergewöhnliches Team.

Frage:
Ich wollte Sie nach Ihren Erfahrungen in der Big Ten fragen. Dies ist das dritte Jahr in Folge, in dem ein Team der Big Ten die nationale Meisterschaft gewonnen hat. Sie waren viel unterwegs und haben sich gegen viele starke Teams bewährt. Was sagt das über die Big Ten und die Conference, in der Sie spielen, im großen Ganzen aus? Wo steht die Conference in Zukunft und wie wird das Ihrem Programm helfen, sein Image auf nationaler Ebene weiter zu stärken?

Curt Cignetti:
Ich denke, um Ihre Frage zu beantworten: Die Ergebnisse sprechen für sich. Das sind Fakten. Niemand kann die Zukunft vorhersagen. Die Zukunft ist unvorhersehbar. Ich weiß, dass wir einen lukrativen Fernsehvertrag haben und alle Institutionen viel Geld verdienen und dass es nächstes Jahr viele gute Teams in der Liga geben wird.

Frage:
Coach, 16:0 und die nationale Meisterschaft – ist das das neue Niveau, das Indiana Saison für Saison anstreben sollte?

Curt Cignetti:
Vom Spielplan und der Bilanz her wäre das wohl die absolute Definition von Perfektion und Perfektion ist auf Dauer unmöglich zu erreichen. Wir werden weiterhin Schritt für Schritt vorgehen, uns auf jeden einzelnen Tag, jedes Meeting und jedes Training konzentrieren, uns stetig verbessern, uns dem Prozess verschreiben und vorbereitet erscheinen, um unser Können auf dem Feld unter Beweis zu stellen und zu sehen, wohin es uns führt.

Frage:
Fernando, Coach oder wer auch immer das Wort ergreifen möchte, wie stellen Sie sich die Feierlichkeiten in Bloomington diese Woche vor, wenn Sie als nationale Meister im College Football nach Hause zurückkehren?

Fernando Mendoza:
Ja, nach dem Spiel gab es Videos, die jemand meinen Teamkollegen und mir zeigen wollte. Man konnte die Straße vor lauter Menschen gar nicht mehr sehen. Es war wie eine Flut. Ich denke, das verkörpert den Hoosier-Geist perfekt und lässt die vielen ausgiebigen Feierlichkeiten in Bloomington erahnen. Wie Coach Cignetti schon sagte, ist Bloomington seit jeher eine Basketball Hochburg, und es ist eine große Ehre und ein Privileg, Teil des Teams zu sein, das seine erste nationale Meisterschaft holt. Ich kann mir gut vorstellen, worauf sich alle Hoosiers diese Woche freuen.

Frage:
Pat und Coach Cignetti finden, dass die Offensive Line nicht viel Anerkennung bekommt. Normalerweise wird nur über sie gesprochen, wenn sie Fehler macht. Diese Offensive Line macht aber kaum welche. Was hat die gesamte Offensive Line zu dieser perfekten Saison mit 16:0 Siegen beigetragen?

Pat Coogan:
Ja, als Offensive Lineman ist es natürlich unsere Pflicht und unser Stolz, den Quarterback zu schützen und alles zu tun, um die Spieler hinter und neben uns zu schützen. Gestern lief es nicht ganz reibungslos. Ich denke, das weiß jeder. Wir akzeptieren das. Wir nehmen das in Kauf. Wir wissen das. Wir sind stolz auf unsere Leistungen im Spiel und auf dem Feld. Wir wissen, dass es nicht unsere beste Leistung war. Aber am Ende des Tages haben wir gerade genug getan. Wir sind sehr stolz darauf, unseren Heisman Quarterback zu schützen und ich bin wirklich stolz auf diese Mannschaft. Es war ein ständiger Verbesserungsprozess, an dem wir alle beteiligt waren. Es brauchte die ganze Mannschaft und das ist ein Verdienst von Coach Bostad, Coach Leeds und allen anderen im Team, die sich wirklich immer weiter verbessert haben. Wir wussten, dass wir alle unsere Kraft brauchen würden. Es brauchte jeden im Team. Es waren nie nur wir fünf. Es waren viele von uns. Es war jeder. Es war Coach Bostad. Es war Coach Leeds, es war Coach Higgins, der das Laufspiel entworfen hat und alles, was dazugehört. Ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft. Gestern Abend haben wir alles gegeben. Daran gibt es keinen Zweifel. Das ist ein großes Lob an Miami und ihre Defensive Line, die physisch stärkste Front, gegen die ich je gespielt habe. Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft und wie wir gekämpft und immer weitergemacht haben, um die Probleme zu lösen, denn es gab wirklich viele. Wir haben einfach nicht aufgegeben. Ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft.

Curt Cignetti:
Ja, wir wussten von Anfang an, dass uns eine enorme Herausforderung bevorstand. Ich fange bei jedem Team ganz vorne an, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Die Stärke von Miamis Team war ihre Defensive Line. Wir haben definitiv mehr Quarterback-Hits kassiert, als uns lieb war, daran besteht kein Zweifel. Aber ich zolle unserer Line großen Respekt. Wir haben im Laufspiel hart erkämpft, als es darauf ankam, wichtige Third Downs in der ersten Halbzeit und einige Ballbesitz-First-Downs, unterstützt durch erfolgreiche Third- und Fourth Down Conversions in der zweiten Halbzeit zu erobern. Wir haben da vorne ein paar echte Kämpfer, Jungs, die nicht viel Aufhebens machen, wie Drew Evans, der wahrscheinlich kein Wort redet, ein Einser-Schüler ist und bis zum Äußersten kämpft, und Bray Lynch ist genauso, die beiden Guards. Miami hat ein paar Jungs in seinen Reihen, die in ihrer Karriere noch viel Football spielen werden und es war ein hartes Spiel. Keiner von uns hat die Spielaufzeichnung gesehen. Das würde ich dazu sagen.

Frage:
Coach Cignetti, nachdem ich Sie heute Morgen und auch heute über Ihren Werdegang sprechen hörte, fragte ich mich, ob es irgendwann einen Punkt gab, an dem Sie dachten, dass es mit einer Cheftrainerposition an einer Power Five- oder Power Four Universität wohl nicht klappen würde, und ob Sie sich damit abgefunden hätten, falls Sie das so empfunden hätten?

Curt Cignetti:
Ja, ich kann nicht sagen, dass ich jeden Tag mit diesem Gedanken aufgewacht bin, aber selbst als ich Alabama verließ, hatte ich das nicht im Hinterkopf. Es sollte ein anderer Lebensstil sein und ich wollte Cheftrainer werden. Ich wollte die Chance nutzen und das Beste daraus machen. Dann, als wir erfolgreicher wurden und ich mehr Selbstvertrauen gewann, ergaben sich die Dinge einfach. Das Jahr, das mir beruflich wirklich weitergeholfen hat, war mein erstes Jahr in Elon. Ich glaube, ihre Bilanz lag bei etwa sieben Siegen und 52 Niederlagen, als wir dort antraten. Wir verloren unser Auftaktspiel gegen Toledo, die später die MAAC gewannen, und gewannen dann acht Spiele in Folge. Wir schlugen Teams, die sie im Jahr zuvor mit 40 oder 50 Punkten Unterschied besiegt hatten. Das war ein außergewöhnliches Team. Da dachte ich: Okay, jetzt haben wir es drauf.

Frage:
Coach, ich weiß, Sie sind ein Video-Junkie. Sie sagten, Sie hätten sich die Spielaufnahmen noch nicht angesehen; Sie waren ziemlich beschäftigt. Wann planen Sie, sich die Aufnahmen anzusehen und gibt es Aufnahmen, auf die Sie in den nächsten Tagen besonders gespannt sind?

Curt Cignetti:
Die Mitarbeiter haben heute frei. Ich muss morgen zum Bear Bryant nach Houston fliegen, bin also am Donnerstag wieder im Büro und sehe mir dann die To-do-Liste an. Ich bin sicher, es gibt noch dringendere Dinge zu erledigen. Ich werde den Monat gut überstehen, mir im Februar eine kleine Auszeit gönnen, etwa eine Woche auf eine schöne, warme Insel fahren, und dann, wenn ich zurückkomme, werde ich mir ein paar Filmprojekte überlegen, die meiner Meinung nach zum Team im nächsten Jahr passen und mir helfen könnten, mich weiterzuentwickeln.

Frage:
Fernando, du hast gerade gehört, wie deine Teamkollegen über den harten Kampf gestern Abend gesprochen haben. Mich würde interessieren, wie du dich danach fühlst. Schmecken die Siege umso besser, wenn man so etwas Schweres durchstehen musste?

Fernando Mendoza:
Ja, dem stimme ich zu. Ich denke, Siege schmecken umso besser, wenn man Widrigkeiten überwinden oder kämpfen muss. Wenn einem der Sieg einfach so geschenkt würde, gäbe es am Ende keine Befriedigung. Weil wir alle unsere Blessuren davongetragen haben, besonders in diesem hart umkämpften Spiel, denke ich, dass es den Sieg umso schöner macht und ein Beweis dafür ist, dass jeder sein Bestes gegeben hat. Viele Spieler hatten Blessuren und Prellungen; es war aber das letzte Saisonspiel. Da bleibt genug Zeit zum Ausruhen. Solche Blessuren sind positiv, denn sie sind Teil eines Sieges.

Frage:
Curt, Deine Special Teams bekommen wahrscheinlich nicht so viel Aufmerksamkeit wie Offense und Defense, aber sie waren vielleicht genauso dominant oder sogar noch dominanter. Grant Cain ist sehr stolz darauf, aber wie wichtig war es, dass ein paar Stammspieler das jeden Tag mitgetragen haben und das letztendlich den Erfolg ausgemacht hat? Wie wichtig war es für Mikail, diesen Moment mit dem geblockten Punt als erste Verpflichtung für Curts Rekrutierungsklasse 2020 zu erleben? Was bedeutete dieser Kreis sich für dich?

Curt Cignetti:
Nun, unsere Special Teams haben sich jedes Jahr verbessert. Wir waren die letzten drei Jahre, glaube ich, in der Gesamtwertung unter den Top 10 des Landes, dieses Jahr sogar sehr weit oben. Was die Turnover-Ratio angeht, lagen wir am Ende der Saison bei +21, aber mit den geblockten Punts, die ich natürlich mit einrechne, waren es +25. Mikails Spielzug gestern Abend war definitiv überragend. Der Gegner wollte punten, und obwohl kein Block, sondern ein Return angesagt war, hat er die Situation erkannt, den Ball gespürt, sich voll reingehängt und daraus einen Touchdown gemacht – einen geblockten Punt Touchdown. Wir versuchen die Spieler so einzusetzen, dass sie in den Teams gut aufgestellt sind. Manchmal ändert sich das von Woche zu Woche, je nachdem, was die Stärken des Gegners sind. Wir haben Stammspieler, Ersatzspieler und manchmal auch ein paar ehrgeizige Spieler, die sich durchgesetzt haben. Aber jeder muss sich voll und ganz auf das Team einlassen. Denn ein Special Teams Spielzug, ein besonders wichtiger Special Teams Spielzug, kann den Spielverlauf stärker beeinflussen als Offense oder Defense. Schau, wenn du dich nicht voll und ganz mit dem Team identifiziert, wirst du nicht in diesem Team spielen, denn es geht um unser Footballteam. Aber du hast Recht, es bekommt nicht so viel mediale Aufmerksamkeit wie beispielsweise Offense oder Defense.

Mikail Kamara:
Ja, ich finde, Coach Cain und natürlich auch Coach Cig haben dafür gesorgt, dass man sich wirklich für Special Teams interessiert. Ich finde, bei Special Teams geht es um Einsatz, Kampfgeist und darum, ob man es wirklich will oder nicht. Ich finde, Special Teams sind ein enorm wichtiger Bestandteil für den Erfolg im Football. Man kann die beste Offense und die beste Defense haben, aber ohne ein schwaches Special Team gewinnt man keine Spiele. Coach Cain und ich sind jeden Tag im Besprechungsraum der Special Teams und schauen uns Spielaufnahmen an, beobachte Daniel Ndukwes Blocks und seine Technik. Als ich dann aufs Feld ging, war das nichts, was ich nicht schon vorher trainiert hätte. Ich habe einfach das umgesetzt, was mir täglich beigebracht wurde, und es lief alles ganz natürlich.

Frage:
Wir haben immer wieder gehört, wie sehr sich die Spieler auf Cignettis Programm einlassen. Was genau hat euch daran überzeugt? Wie hat sich diese Einbindung entwickelt?

Mikail Kamara:
Ich denke, es fängt einfach mit Einsatz an, im Kraftraum im Winter, mit den Trainingseinheiten um 6 Uhr morgens, und dann mit den Sommertrainings in der brütenden Hitze. Ich glaube, da merkt man erst, was für ein Team man hat: die Jungs, die sich gegenseitig zu einer zusätzlichen Wiederholung anspornen, die sich gegenseitig anspornen, wenn sie die Linie verpassen. Ich glaube, genau da fängt die eigentliche Motivation an. Sobald das Trainingslager beginnt, geht es nur noch ums Footballspielen, also macht jeder mit. Aber es geht nicht nur darum, das Trainingslager zu überstehen, sondern darum, sich währenddessen stetig zu verbessern, um optimal in die Saison zu starten. Und wenn man dann erst einmal anfängt zu gewinnen, trägt sich dieser Schwung immer weiter. Das Ergebnis ist dann genau das, was wir jetzt haben.

Aiden Fisher:
Ja, ich würde sagen, wenn man sich vor die Entscheidung stellt, ob man sich auf so etwas einlassen will oder nicht, hilft es, sich die Entwicklung anzusehen, die Coach Cig und sein Team mit verschiedenen Spielern erzielt haben, die Erfolgsbilanz, die Siege. Das spricht doch für sich. Es ist einfach beruhigend zu wissen, dass es einen Plan gibt und wenn man sich darauf einlässt, sich reinhängt und hart arbeitet, sieht man die Ergebnisse. Und genau das hat dazu geführt, dass wir jetzt hier stehen. Es ist nicht für jeden etwas. Das muss ich schon mal sagen. Oftmals hinterfragt man solche Entscheidungen in schwierigen Zeiten. Aber letztendlich ist es das Beste für einen. Ich habe es schon gesagt: Coach Cig findet einfach immer einen Weg, das Beste aus seinen Spielern herauszuholen. Ich denke, das gilt nicht nur für Coach Cig, sondern auch für Coach Haines, Coach Shanahan, das Krafttrainingsteam – für jeden, der die Aufmerksamkeit unserer Spieler hat. Alle in unserem Trainerstab haben die gleiche Einstellung und holen das Beste aus uns heraus, solange wir uns reinhängen und hart arbeiten.

Pat Coogan:
Ich denke, das ist ein Verdienst von Coach Cignetti und seinem Engagement bei der Rekrutierung. Es wurde viel über Transfers und unsere unterschiedlichen Wege gesprochen, die uns alle nach Indiana geführt haben. Aber gleichzeitig wurden wir alle hier rekrutiert. Wirklich alle. Wir sind alle gleichgesinnte Persönlichkeiten, die von Coach Cignetti rekrutiert und hierher gebracht wurden – für ein gemeinsames Ziel und einen gemeinsamen Zweck. Wir sind alle aus dem gleichen Holz geschnitzt, und ich denke, das hat man dieses Jahr auf dem Spielfeld gesehen. Schon allein die Zeit mit diesen Jungs im Frühling, Sommer und Herbst hat das gezeigt und ich habe es selbst erlebt, als ich im Januar hierherkam. Es war wirklich ein Segen. Es ist ein Segen, hier zu sein, und es ist ein Segen, Teil dieser Gruppe und dieser Reise zu sein. Ich bin einfach dankbar, Teil dieser Kameradschaft zu sein.

Fernando Mendoza:
Ich denke, dieser Glaube ist entscheidend, besonders weil im College Football die Unterschiede so gering sind, wie wir es diese Saison immer wieder gesehen haben. Ich hatte das große Glück, in dieses Programm aufgenommen zu werden und ich denke, das ist ein Beweis dafür, wie sehr sich das auf alle auswirkt. Als ich zu diesem Programm kam, merkte man sofort, dass viele der erfahrenen Führungsspieler – Leute wie Fisher, Kamara, Sarratt, Carter Smith, all diese Jungs – daran glaubten, als ich das erste Mal die Kabine betrat. Wer nicht daran glaubte, wurde quasi ausgegrenzt. Es hieß also: Entweder so, wie wir es machen, oder gar nicht. Wenn man dann merkt, dass alle wirklich daran glauben, nicht nur, weil sie mehr Fänge oder bessere Statistiken wollen, sondern weil sie wirklich an das Ziel glauben, dann ist das ansteckend. Und zwar in der ganzen Kabine. Ich bin so dankbar, ein Teil davon zu sein, wie Pat schon sagte.

Frage:
Aiden, wenn du zurückblickst, gibt es da etwas, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist? Was wird dir als erstes in Erinnerung bleiben, vielleicht der unvergesslichste Moment?

Aiden Fisher:
Ich denke, gestern Abend wird wohl der absolute Höhepunkt sein. Es war einfach eine ganz besondere Reise für mich, angefangen bei James Madison und jetzt hierher. Ich habe wirklich auf mich selbst gesetzt und darauf gewettet, dass ich mein Spiel auf dem Niveau der Group of Five bringen kann. Ich habe das Gefühl, dass jedes Spiel einen besonderen Moment für mich hat, aber gestern Abend war es einfach großartig, es endlich mit allen Jungs zu schaffen – den sieben verbliebenen JMU-Spielern, den Indiana Jungs, mit denen wir letztes Jahr gegen Ohio State und Notre Dame so unsere Schwierigkeiten hatten – und endlich diese Mauer einzureißen. Und in jedem wichtigen Spiel haben wir ihnen die Tür eingetreten. Es ist eine unglaublich starke Truppe. Es ist das engste Team, in dem ich je gespielt habe. Jeder kümmert sich um jeden. Jeder liebt jeden. Ich glaube, als gestern Abend die Konfettistreifen fielen, war das ein Moment, den ich mein Leben lang in Erinnerung behalten werde. Dass ich das mit meinen Jungs gemacht habe, werde ich für immer in Erinnerung behalten.

Schlüter - 20.01.2026

#80 Charlie Becker (Indiana Hoosiers) jubelt mit der Trophy der College Football Playoff National Championship 2026.

#80 Charlie Becker (Indiana Hoosiers) jubelt mit der Trophy der College Football Playoff National Championship 2026. (© Getty Images)

Leser-Bewertung dieses Beitrags:

zur mobilen Ansichtmehr News Indiana Hoosierswww.iuhoosiers.comSpielplan/Tabellen Indiana HoosiersOpponents Map Indiana Hoosiersfootball-aktuell-Ranking College
RegistrierenKennwort vergessen?

Login:

Kennwort:

dauerhaft: