Becks Routine rettet Hurricanes

RB Mark Fletcher war auch im Halbfinale eine der treibenden Kräfte in Miamis Offensive.Miami hatte nach der letzten Saison viel Geld in die Hand genommen, um sich mit Carson Beck über das Transfer-Portal einen Top-Quarterback zu holen und das hat sich längst ausgezahlt. Mit dem 31:27-Erfolg gegen Mississippi im Halbfinale zogen die Hurricanes zum ersten Mal seit der Saison 2002 ins National Championship Game ein und dabei war Beck, zuvor zwei Spielzeiten Stammspieler bei Georgia und als Ersatzmann mit den Bulldogs schon einmal National Champion, der entscheidende Mann. Als sein Team in den letzten sieben Minuten der Partie zweimal in Rückstand geriet, warf er zunächst einen 36-Yard-Touchdown-Pass zum 24:19, und beim Angriff nach Mississippis Touchdown zum 27:24 holte er mit Pässen drei neue First Downs und erlief den letztlich entscheidenden Touchdown 18 Sekunden vor Spielende, als er keine Anspielstation in der Endzone fand, selbst. "Er ist hungrig, ein großartiger Mensch, und alles, war er will, ist, dass seine Mannschaftskameraden Erfolg haben. Und das alles hat man heute Abend gesehen", sagte Head Coach Mario Cristobal später über Beck.

Miamis Sieg war verdient, aber auch ein bisschen glücklich. Die Hurricanes spielten so, wie man es schon aus den ersten beiden Playoff-Partien kannte: Mit vielen Läufen und kurzen Pässen war man deutlich länger in Ballbesitz, hielt Mississippis Offensive mit ihrem Big-Play-Potenzial letztlich mehr als zwei Drittel der Spielzeit an der Seitenlinie. Damit hatte Mississippi weniger Möglichkeiten als sonst, Punkte zu erzielen, und zugleich sparte Miamis Abwehr Kräfte. Diese eigentlich ideale Spielweise hat aber auch ihre Tücken. Zum einen hat man selbst weniger Möglichkeiten, Punkte zu erzielen, und wenn man zu viele davon nicht nutzt, bleibt der Gegner dran und kann die Partie mit einem "Big Play" drehen. Und die eigene Offense wird irgendwann etwas müde und anfällig für Konzentrationsschwächen. Beides sah man in diesem Spiel. Miami lag trotz des großen Vorsprungs beim Ballbesitz nie mit mehr als einem "Score" vorn, und als die Hurricanes ihre drei ersten Angriffe in der zweiten Halbzeit mit einem vergebenen Field-Goal-Versuch, einer Interception und einem Punt abschlossen, nutzten die Rebels das und gingen sieben Minuten vor Spielende erstmals seit dem zweiten Viertel in Führung (19:17). Immerhin ließ Miamis Abwehr am Ende von Mississippis längstem Angriff (14 Spielzüge, 86 Yards, mehr als fünf Minuten Ballbesitz) nur ein 21-Yard-Field-Goal zu.

Danach bekam das Spiel eine andere Dynamik. Mit Hilfe einer Pass-Interference-Strafe gegen die Rebels, eines 17-Yard-Laufes von RB Mark Fletcher und schließlich eines 36-Yard-Passes von Beck auf WR Malachi Toney ging Miami schnell wieder in Führung (24:19), kassierte aber fast ebenso schnell den Touchdown zum 24:27, weil man nicht mehr genug Druck auf QB Trinidad Chambliss machen konnte. Es folgte der oben schon erwähnte Angriff mit Becks Touchdown. Die Rebels konterten mit zwei Pässen, die 40 Yards brachten, und dann folgte ein letzter Pass auf WR De'Zhaun Stribling in die linke Ecke der Endzone, der aber erfolglos war, wobei Stribling von einem Verteidiger ziemlich robust "bearbeitet" wurde. Viele an Mississppis Seitenlinie hätten gern eine Pass-Interference-Strafe gegen Miami gesehen. "Ja, es gab Kontakt, aber das passiert oft. Deshalb haben wir das Spiel nicht verloren", kommentierte Head Coach Pete Golding die Szene später. Er sah die Gründe für das Scheitern woanders. "Offensichtlich sind wir enttäuscht vom Ausgang. Wir hatten die Chance, im vierten Viertel in Führung zu gehen. Aber wenn Du im vierten Viertel führst, und du die Chance hast, den Sack zuzumachen, dann müssen wir uns das ansehen und darin besser werden", so Goldings Fazit.

Hoch - 13.01.2026

RB Mark Fletcher war auch im Halbfinale eine der treibenden Kräfte in Miamis Offensive.

RB Mark Fletcher war auch im Halbfinale eine der treibenden Kräfte in Miamis Offensive. (© Getty Images)

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