Die Los Angeles Rams haben ihre Chance genutzt und nach dem Sieg der Seattle Seahawks in San Francisco mit ihrem 37:20 gegen die Arizona Cardinals die 49ers am letzten Spieltag noch auf Rang drei der NFC West zurückgedrängt. Als Top-Wild-Card-Team der NFC können die Rams nun in der ersten Playoff-Runde zu den Carolina Panthers reisen und müssen nicht zum Titelverteidiger nach Philadelphia. Zumindest in der Theorie ist dies die im Vergleich deutlich leichtere Aufgabe. Die Panthers sind nicht nur das einzige Team in den Playoffs, das in der Hauptrunde öfter verlor als gewann (allerdings dabei zu Hause gegen die Rams siegte). Auch die klimatischen Verhältnisse in Carolina dürften den kalifornischen Gästen eher entgegenkommen als jene in Philadelphia, obwohl für das Wochenende in Pennsylvania ein eher ungewöhnlich mildes Wetter für den Winter prognostiziert wird.
Als Mitfavorit auf einen Super-Bowl-Einzug wird man so oder so auf die eigenen Stärken vertrauen müssen und können, darf sich von äußeren Umständen nicht abhängig machen. Gegen die Cardinals begannen die Rams auch unter dieser Prämisse, schlossen sämtliche Angriffsserien der ersten Hälfte mit Punkten ab. Das erste Field Goal bekam man zu Beginn nach einem frühen Fumble von Arizonas Quarterback Jacoby Brissett nach einem Quarterback Sack von Josaiah Stewart quasi "geschenkt", das dritte zum 16:6-Halbzeitstand nach einer Interception für Brissett dank Ahkello Witherspoon in der Schlussminute des zweiten Viertels auch.
Ganz so gemütlich ging es im dritten Viertel allerdings nicht weiter, man konnte schon Sorgen bekommen, dass es sich rächen würde, aus den Gelegenheiten nicht mehr als 16 Punkte gemacht zu haben. Jacoby Brissett ließ sich trotz sechs Quarterback Sacks durch die Rams-Defense (darunter zwei von Desjuan Johnson) die Spielfreude im für die Cardinals bedeutungslosen Spiel nicht vergällen. Er warf 22 vollständige Pässe für 243 Yards und zwei Touchdowns bei 31 Versuchen (71,0 Prozent vollständige Würfe). Seine beiden Touchdown-Pässe des dritten Abschnitts auf Michael Wilson und Josiah Deguara brachten den Außenseiter kurzzeitig gar 20:16 in Führung.
Bis dahin hatte Rams-Quarterback Matt Stafford nach der Pause fünf Bälle geworfen und kein einziges Mal einen Receiver gefunden. Nun aber wusste man, was die Stunde geschlagen hatte, und Stafford rückte die Verhältnisse schnell gerade. Der erste gelungene Passversuch der zweiten Hälfte ging auf Puka Nacua, das setzte den Ton für die entscheidende Phase. Puka Nacua hatte insgesamt zehn Passfänge für 76 Yards Raumgewinn und einen Touchdown. Matthew Stafford warf in der gesamten Partie bei 40 Versuchen 25 vollständige Pässe (62,5 Prozent) für 259 Yards und ließ dem Touchdown-Pass des zweiten Viertels auf Nacua nun noch zwei auf Colby Parkinson und einen auf Tyler Higbee folgen.
Nach dem Touchdown von Parkinson zur erneuten Rams-Führung von 23:20 stoppte die Rams-Defense Brissett mit dem Quarterback Sack von Braden Fiske schnell. Die Entscheidung fiel dann, als die Rams im vierten Viertel mit dem Touchdown-Pass von Matthew Stafford auf Tyler Higbee 30:20 in Führung gingen. Tyler Higbee fing den langen Touchdown-Pass über 22 Yards über die rechte Seite im zweiten Down. Auf dem Weg zum Touchdown-Pass hatten die Rams 66 Yards mit sechs Spielzügen in etwa drei Minuten überbrückt und damit klar gemacht, dass sie sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen würden. Erneut ohne First Down musste die Cardinals-Offense vom Platz, Parkinson durfte vier Minuten vor Schluss zum 37:20-Endstand nachlegen.
Daniel Weber - 05.01.2026

Colby Parkinson brachte mit seinen zwei Touchdown-Fängen Los Angeles Rams auf den Top-Wild-Card-Platz der NFC. (© Getty Images)
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