Im letzten der drei Viertelfinalspiele am Neujahrstag nahm Mississippi gegen Georgia mit einem 39:34-Sieg erfolgreich Revanche für die Niederlage gegen die Bulldogs in der Regular Season. Der Verlauf des Spiels war aus Sicht der Fans ein wohltuender Kontrast zu den beiden zuvor gespielten Viertelfinalpartien, in denen die Sieger mit 23 und 35 Punkten Differenz gewonnen hatten. Zwei Teams auf Augenhöhe, mehrere Führungswechsel und ein paar spektakuläre Szenen, die letztlich den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachten - angesichts dessen war selbst der Head Coach des Verlierers, Georgias Kirby Smart, voll des Lobes. "Es war ein unbeschreibliches Spiel. Um Duelle wie dieses zu bekommen, wurden die College Football Playoffs geschaffen", sagte er dazu.
Im Gegensatz zum Regular-Season-Duell war dieses Mal zunächst Georgia das bessere Team und Mississippi drehte die Partie mit einer starken zweiten Halbzeit. "Ich denke, wir haben in der ersten Halbzeit nicht wirklich gut verteidigt. Wir erreichten zwar die ballführenden Spieler, hatten aber eine Reihe verpasster Tackles. Das war auch schon ein Problem beim ersten Duell mit ihnen so gewesen. Deshalb waren wir vom taktischen Standpunkt aus gesehen auch nicht wirklich besorgt. Wir mussten in der Halbzeitpause nichts groß ändern. Wir mussten uns einfach in der Ausführung steigern und die ballführenden Spieler auch zu Boden bringen", sagte Mississippis Head Coach Pete Golding später zur Frage, was den Unterschied in der zweiten Halbzeit ausgemacht hatte.
Am Ende waren es zwei Szenen, die entscheidend für den Ausgang waren. Die erste war ein verpatzter Spielzug bei einem vierten Versuch bei Georgias Angriff nach Mississippis Touchdown zum 27:24 (5-Yard-Lauf von RB Kewan Lacy) elfeinhalb Minuten vor Spielende. Nach drei Läufen, die nur acht Yards gebracht hatten, stellte man sich im vierten Versuch an der eigenen 33-Yard-Linie so auf, als wolle man punten. Während einer verletzungsbedingten Auszeit änderte man die Aufstellung, und es sah so aus, als wollte Georgia den Versuch ausspielen. Plötzlich bekam der davon offenbar überraschte QB Gunner Stockton den Ball zugespielt, wurde im Backfield zu Boden gebracht und verlor dabei auch noch den Ball (zehn Yards Raumverlust). Geplant gewesen war, so Smart später, Mississippi entweder zu einem "Offsides" zu verleiten, was einenneuen First Down zur Folge gehabt hätte, oder eine 5-Yard-Strafe zu kassieren und dann zu punten. "Das war ein Missverständnis unsererseits. Der Ball sollte in dieser Situation gar nicht gespielt werden. Das geht auf uns als Coaches", so Smart.
Es war ein in der Endabrechnung folgenschwerer Fehler, weil Mississippi seine Führung zwei Spielzüge später mit einem 13-Yard-Pass von QB Trinidad Chambliss auf WR Harrison Wallace auf 34:24 ausbaute. Georgia kam im Gegenzug zwar nur zwei Minuten später auf 31:34 (18-Yard-Pass von Stockton auf WR Zachariah Branch) heran und schaffte nach einem Kurzauftritt von Mississippis Offense 56 Sekunden vor Spielende sogar noch den Ausgleich (24-Yard-Field-Goal 31:31), aber zum einen fühlte sich das nach Erreichen von Mississippis 3-Yard-Linie eher an wie ein Misserfolg, und zum anderen hatte Mississippi noch genügend Zeit für eine Antwort. Die kam und war für Georgia auch unglücklich. Beim folgenden Angriff der Rebels war Chambliss mit nur einem seiner fünf Pässe erfolgreich, aber der brachte sein Team von der eigenen 30-Yard-Linie bis an die 30-Yard-Linie der Bulldogs, von wo aus K Lucas Carneiro mit einem 47-Yard-Field-Goal die entscheidenden Punkte erzielte.
Hoch - 04.01.2026

Kewan Lacy und Mississippi stürmten ins Halbfinale. (© Getty Images)
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