Oregon zog mit einem 23:0-Erfolg gegen Texas Techs ins Halbfinale ein - so weit das nüchterne Ergebnis dieser Viertelfinal-Partie. Der Verlauf des Spiels war aber alles andere als nüchtern im Sinne von "zu erwarten". Dass man, wenn zwei der produktivsten Offenses der Saison auf zwei der besten Defenses treffen, nicht unbedingt einen punktreichen Schlagabtausch erwarten durfte, war klar, dass dann aber Oregon, das sowohl in der Offensive als auch in der Defensive als etwas "schlechter" galt, als klarer Sieger vom Platz ging, hätte man nicht erwartet. "Das Spiel ging hin und her. Wir hatten phasenweise Probleme damit, Punkte zu erzielen, aber unsere Abwehr hat einen unglaublich guten Job gemacht, uns immer wieder in Ballbesitz zu bringen. Und am Ende war der Angriff zur Stelle, als wir ihn am meisten brauchten", sagte Oregons Head Coach Dan Lanning später zum Auftritt seines Teams unter anderem.
Entscheidend für den Ausgang des Spiels war die Leistung von Oregons Abwehr. Die "Front Seven" (Defensive Linemen und Linebacker) dominierten an der Line of Scrimmage, setzten zum einen Texas Techs QB Behren Morton ständig unter Druck, mit der Folge, dass ihm nur zwei längere Pässe (jeweils 24 Yards) gelangen, und ließen zum anderen keine Räume für erfolgreiche Läufe. Im ganzen Spiel gelang Texas Tech nur ein guter Lauf, ein 50-Yard-Lauf von der eigenen 12-Yard-Linie bis an Oregons 38-Yard-Linie von RB J'Koby Williams, der aber letztlich nichts wert war, weil dieser Angriff im zweiten Viertel kurz darauf mit einem vergebenen Field-Goal-Versuch endete. Es war im Übrigen eine von nur zwei "Scoring Opportunities" der Red Raiders. Das ganze Ausmaß von Texas Techs Hilflosikeit in der Offensive zeigt sich daran, was die Angriffe gebracht haben: vier Ballverluste (zwei Fumbles und zwei Interceptions), vier Punts nach drei erfolglosen Spielzügen, drei "Turnovers on Downs" und der erwähnte vergebene Field-Goal-Versuch. "Wir hatten schon einen großartigen Game Plan, wir haben nur die Standard-Spielzüge nicht richtig umgesetzt. Und ich habe keinen guten Job darin gemacht, ruhig zu bleiben und mich auf den nächsten Spielzug zu konzentrieren", sagte Morton später zur Leistung der Offense.
Die Abwehr von Texas Tech machte ihrerseits ein starkes Spiel, hielt Oregons Offensive auch deutlich unter der gewohnten Yard- und Punkt-Ausbeute und hielt die Red Raiders so vom Ergebnis her lange im Spiel. Oregons Offensive ging aber von vornherein mit dem Wissen ins Spiel, dass man wohl nur selten Spielzüge mit größerem Raumgewinn durchbringen würde und vor allem QB Dante Moore kaum Zeit für längere Pässe haben würde. Man versuchte also, sich in kleineren Schritten vorzuarbeiten. Damit erarbeiteten sich die Ducks eine Reihe guter Möglichkeiten, und im Grunde hätte Oregon höher gewinnen können oder müssen. Dass das nicht passierte, lag an der Unsitte von Head Coach Dan Lanning, ständig vierte Versuche in Situationen ausspielen zu lassen, in denen das, höflich formuliert, taktisch unklug ist. Achtmal tat er dies in diesem Spiel. Viermal war man dabei mit neuen First Downs erfolgreich, aber dreimal ging es in Situationen schief, in denen man in Field-Goal-Reichweite war. So blieb Texas Tech vom Ergebnis her dran (0:13-Rückstand am Enfde des dritten Viertels), und als sich die Red Raiders im letzten Spielzug des dritten Viertels mit einem 24-Yard-Pass einen First Down an Oregons 9-Yard-Linie erarbeitet hatten, hätte das Spiel vielleicht noch eine Wendung nehmen können. Eine Interception von DB Brandon Finney, dem MVP dieses Spiels, in der Endzone drei Spielzüge später verhinderte das. Im Anschluss daran baute Oregon seine Führung mit einem 43-Yard-Field-Goal am Ende eines knapp sechsminütigen Angriffs auf 16:0 aus.
Die nächsten beiden Angriffe der Red Raiders endeten dann mit Quarterback Sacks bei vierten Versuche (erst an der eigenen 30-Yard-Linie, dann an der eigenen 36-Yard-Linie) und "Turnovers on Downs". Im ersten Fall vergab anschließend der eigentlich zuverlässige K Atticus Sappington einen kurzen Field-Goal-Versuch (36 Yards), im zweiten Fall erzielte RB Jordan Davison mit einem 1-Yard-Lauf die letzten Punkte der Partie.
Hoch - 04.01.2026

Dante Moore von den Oregon Ducks hatte für die gewonnenen Orangen nach dem Sieg im Orange Bowl eine besondere Verwendung. (© Getty Images)
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