Indiana und Oregon treffen erneut aufeinander, diesmal geht es um den Einzug in das College Football Playoff National Championship Game. Die Nummer 1 Indiana und die Nummer 4 Oregon treffen am Freitag, den 9. Januar, im Peach Bowl Halbfinale in Atlanta aufeinander. Indiana gewann das erste Aufeinandertreffen mit einem 30:20 Auswärtssieg gegen Oregon im Autzen Stadium – eines der wichtigsten Spiele der regulären Saison. Es war auch ein Moment, in dem das ganze Land auf Indiana aufmerksam wurde und erkannte, dass das Team zwar im letzten Jahr gegen die Spitzenkonkurrenz nicht den Durchbruch schaffte, das diesjährige Team aber ganz anders aufgestellt war und ist.
Auch für die Big Ten ist es ein wichtiges Spiel. Zum dritten Mal in den letzten vier Saisons stehen zwei Teams der Big Ten im Halbfinale. Außerdem bedeutet es, dass die Big Ten zum dritten Mal in Folge ein Team in Meisterschaftsspiel stellt und damit die Chance besitzt, mit dem dritten Team den dritten nationalen Titel in Folge zu gewinnen. Indiana konnte bisher keine nennenswerten Erfolgsgeschichten im College Football nachweisen und tauchte letztes Jahr mit einem forschen, weitgehend unbekannten Head Coach namens Curt Cignetti plötzlich auf. Cignetti führte Indiana in der letzten Saison zu einer Bilanz von 11:2, die mit einer Niederlage in den College Football Playoffs gegen dasselbe Notre Dame Team endete, das später im nationalen Meisterschaftsspiel gegen Ohio State verlor. Die meisten Experten hielten Indianas Fähigkeit, 2025 eine Wiederholung des Erfolgs zu schaffen, für nicht machbar, doch die diesjährigen Hoosiers agierten sogar noch besser. Die Verpflichtung von Quarterback Fernando Mendoza, der von der University of California, Cal, wechselte, hob die Offensive auf ein neues Niveau. Das Ergebnis: Indiana blieb in der regulären Saison ungeschlagen (13:0) und gewann die Big Ten Conference mit einem 13:10 Sieg gegen Ohio State. Zudem sicherte sich Mendoza die Heisman Trophy – die erste in der Geschichte des Programms. Doch selbst diese Erfolge konnten die letzten Zweifler nicht verstummen lassen. Nach Indianas 38:3 Kantersieg gegen Alabama im Rose Bowl werden sie aber wohl nicht mehr so oft zu hören sein. Neun der 14 Siege in dieser Saison fielen mit mindestens 20 Punkten Vorsprung aus, sieben sogar mit 30 oder mehr. Das ist das Ergebnis einer explosiven Offensive in Kombination mit einer bärenstarken Defensive.
Die Oregon Ducks hatten letztes Jahr kein glückliches Händchen in den Playoffs. Nachdem sie ihre erste Big Ten Saison ungeschlagen beendet und die Conference gewonnen hatten, wurden sie im Rose Bowl von Ohio State, die sie in der regulären Saison noch geschlagen hatten, deklassiert. Dieses Jahr gab es keine solche Enttäuschung in den Playoffs. Oregon besiegte James Madison in der ersten Runde der College Football Playoffs mit 51:34 und legte eine Woche später im Orange Bowl mit einem 23:0 Sieg gegen Texas Tech nach. Das waren ihre ersten Playoff Siege seit der Premiere 2014, als sie Florida State schlugen.
Die Ducks spielen keine spektakuläre, temporeiche Offensive, die versucht, in jedem Spiel 100 Spielzüge zu absolvieren und 60 Punkte zu erzielen. Obwohl das Team von Dan Lanning durchaus offensives Potenzial besitzt, ist es eher auf die Line of Scrimmage ausgerichtet und ähnelt damit stärker den Georgia Teams, wo Lanning seinerzeit als Defensive Coordinator tätig war. Angeführt wird die Offensive von Quarterback Dante Moore, der im Frühjahr in der ersten Runde des NFL Drafts ausgewählt werden könnte. Trotz Moores Talent und zahlreicher exzellenter Passempfänger war Oregon in der zweiten Saisonhälfte stark auf sein Laufspiel ausgerichtet. Gegen James Madison fand das Team viel Raum zum Manövrieren und erzielte 51 Punkte. Gegen Tech hingegen tat sich Oregon schwer, Touchdowns zu erzielen. Die Defensive hingegen überzeugte. Oregons Team mag zwar nicht mit bekannten Namen und offensichtlichen Erstrunden Picks gespickt sein, aber es gibt nur wenige College Football Verteidigungsreihen, die so effektiv darin sind, Big Plays zu verhindern und den Gegner zu langen, mühsamen Drives zu zwingen, um Punkte zu erzielen. Jeder Yard, den man gegen diese Einheit gewinnt, fühlt sich an wie fünf.
Schlüter - 04.01.2026

Head Coach Curt Cignetti (Indiana Hoosiers) feiert mit der Leishman Trophy nach dem Sieg im College Football Playoff Viertelfinale. (© Getty Images)
Leser-Bewertung dieses Beitrags:
![]()
Quarterback Fernando Mendoza wird nicht am NFL Combine 2026 teilnehmen, zum einen muss er nicht als ein wahrscheinlicher Erstrunden Pick mit der Chance, die absolute Nummer 1 auch tatsächlich während des Drafts zu werden, teilnehmen und sich einem unnötigen Verletzungsrisiko auszusetzen, andererseits hat er am letzten Freitag in Santa Clara bekannt...
Spiele Indiana Hoosiers
07.12.
Ohio State Buckeyes - Indiana Hoosiers
10
:
13
30.08.
Indiana Hoosiers - Old Dominion Monarchs
27
:
14
06.09.
Indiana Hoosiers - Kennesaw State Owls
56
:
9
13.09.
Indiana Hoosiers - Indiana State Sycamores
73
:
0
21.09.
Indiana Hoosiers - Illinois Fighting Illini
63
:
10
27.09.
Iowa Hawkeyes - Indiana Hoosiers
15
:
20
11.10.
Oregon Ducks - Indiana Hoosiers
20
:
30
18.10.
Indiana Hoosiers - Michigan State Spartans
38
:
13
25.10.
Indiana Hoosiers - UCLA Bruins
56
:
6
01.11.
Maryland Terrapins - Indiana Hoosiers
10
:
55
08.11.
Penn State Nittany Lions - Indiana Hoosiers
24
:
27
15.11.
Indiana Hoosiers - Wisconsin Badgers
31
:
7
29.11.
Purdue Boilermakers - Indiana Hoosiers
3
:
56