Zäh, umkämpft und alles andere als schön: Die Jacksonville Jaguars haben sich am Sonntag mit viel Mühe einen enorm wichtigen Divisionssieg gesichert. Beim 23:17 bei den Indianapolis Colts bewies das Team von Head Coach Liam Coen erneut Widerstandsfähigkeit – und steht nun nur noch einen Sieg vor dem Gewinn des AFC-South-Titels.
Dabei begann die Partie alles andere als ideal für Jacksonville. Zwei frühe Fehler, darunter ein Ballverlust in der Red Zone, bescherten den Colts eine 10:0-Führung. Die Jaguars, die zuletzt achtmal in Serie mindestens 25 Punkte erzielt hatten, taten sich ungewohnt schwer, fanden offensiv nur schleppend ihren Rhythmus.
Quarterback Trevor Lawrence übernahm schließlich selbst Verantwortung: Mit zwei Touchdown-Läufen brachte er sein Team zurück ins Spiel. Kurz vor der Pause verkürzte Jacksonville auf 7:10, ließ aber durch eine Interception unmittelbar vor der Halbzeit eine weitere Chance ungenutzt.
Nach dem Seitenwechsel blieb es ein Spiel auf Messers Schneide. Lawrence brachte die Jaguars mit einem weiteren Lauf erstmals in Führung, doch Indianapolis konterte prompt. Erst ein Field Goal von Cam Little sorgte Ende des dritten Viertels für den 17:17-Ausgleich.
Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein klassischer Dezember-NFL-Fight. Die Jaguars-Defense stemmte sich gegen den Druck, während die Offense trotz weiterer Ungenauigkeiten die entscheidenden Nadelstiche setzte. Cornerback Jarrian Jones fing einen Pass von Colts-Quarterback Philip Rivers ab und brachte Jacksonville tief in die gegnerische Hälfte – Little nutzte die Gelegenheit und traf aus 42 Yards zur Führung.
Als Indianapolis noch einmal antworten wollte, hielt die Jaguars-Defense stand. Den Schlusspunkt setzte Little mit einem weiteren Field Goal aus 53 Yards 18 Sekunden vor dem Ende. Eine Interception von Safety Antonio Johnson beim letzten Colts-Angriff besiegelte den Erfolg.
Statistisch war es kein Glanzauftritt: Lawrence blieb ohne Passing-Touchdown, warf eine Interception, brachte 23 von 37 Pässen für 263 Yards an und war als Läufer der entscheidende Faktor, mit zwei TDs. Die Defense limitierte Colts-Star Jonathan Taylor auf 70 Rushing-Yards und ließ insgesamt nur 204 Yards Raumgewinn zu. Zwei Turnovers und mehrere Sacks unterstrichen die defensive Stabilität.
Mit dem siebten Sieg in Serie verbessert sich Jacksonville auf 12:4 und bleibt Spitzenreiter der AFC South – einen Sieg vor Houston. Am letzten Spieltag gegen die Tennessee Titans haben die Jaguars nun die Chance, ihren dritten Divisionstitel in neun Jahren perfekt zu machen.
Nicht schön, aber effektiv: Jacksonville gewinnt auch die unbequemen Spiele – und genau das könnte im Januar entscheidend werden.
Jan Sawicki - 29.12.2025

Trevor Lawrence kann es nicht nur durch die Luft, sondern auch am Boden. (© Getty Images)
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So richtig weiß man nicht, was man davon halten soll: Die Buffalo Bills haben am Freitag Ex-Quarterback Philip Rivers für ihren freien Head Coach Posten interviewt. Vor wenigen Wochen stand er noch für die Indianapolis Colts als Aushilfe auf dem Platz, jetzt soll er womöglich ernsthaft als Kandidat für die Nachfolge des entlassenen Sean McDermott gelten.
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