Die Cincinnati Bengals zeigten im bedeutungslosen Heimspiel gegen die Arizona Cardinals mit einem ungefährdeten 37:14 noch einmal, welches Potenzial sie gehabt hätten, wären sie mit weniger Verletzungspech durch die Saison gekommen. Joe Burrow, Chase Brown und Ja'Marr Chase nutzten die Gelegenheit zu einem munteren Auftritt. Burrow erspielte sich ein Passer Rating von 129,1 Punkten, warf 24 vollständige Pässe für 305 Yards und zwei Touchdowns bei 31 Versuchen. Chase Brown machte 101 Yards mit 22 Läufen, kam nach der Pause zu zwei Touchdowns, als die Bengals bereits auf Ballkontrolle durch ihn umgeschaltet hatten.
Denn schon zur Pause lagen die Gastgeber mit 23:7 vorn. Ihre ersten beiden Angriffsserien hatten sie durch Ja’Marr Chase und Samaje Perine mit Touchdowns abgeschlossen. Mit dem vergebenen Extrapunktversuch begann eine kurze Phase, in der die Bengals etwas den Faden verloren. Die Cardinals, die nach verheißungsvollem Saisonauftakt nach der Verletzung ihres Stamm-Quarterbacks Kyler Murray noch weiter als die Bengals zurückgeworfen worden waren und auf dessen Rückkehr bis nächste Saison warten müssen, witterten kurz Morgenluft. Jacoby Brissett bediente Michael Wilson über 38 Yards zum 7:13-Anschluss, mit drei Quarterback Sacks binnen weniger Minuten wurde Burrow daran erinnert, dass es eben doch kein Spaziergang sein sollte.
Nach dem ersten mussten die Bengals punten, später gab es sogar zwei in direkter Folge, die Cincinnati wieder aus Arizonas Spielfeldhälfte zurückwarfen. Doch da antworteten die Bengals mit einem langen Pass auf Brown und einem 57-Yard-Field-Goal von Evan McPherson, ein Signal dafür, dass sie nun wieder die Kurve bekamen. Arizonas Angriff schaffte kein First Down, ein langer Punt Return brachte die Bengals in gute Position, und drei Spielzüge später fing Ja’Marr Chase seinen zweiten Touchdown-Pass. Mit sieben Passfängen markierte Ja'Marr Chase im Spiel insgesamt 60 Yards Raumgewinn. Auf der Gegenseite fing Trey McBride für die Cardinals zehn Pässe für 76 Yards Raumgewinn und einen Touchdown - den allerdings erst ganz zum Ende zum 14:37-Endstand.
Für ihre 429 Yards Gesamtraumgewinn hatten die Cincinnati Bengals bis dahin längst die Basis geholt, fast doppelt soviel wie die Cardinals (233). In der Red Zone zeigte der Angriff der Bengals Perfektion: Fünf Mal bewegte man den Ball über die 20-Yard-Linie des Gegners, fünf Mal punktete man in der Folge auch. Auf dem Weg zum ersten Touchdown-Lauf von Chase Brown überbrückten die Cincinnati Bengals in ihrer ersten Angriffsserie nach der Pause 84 Yards mit elf Spielzügen in etwa sechs Minuten. Brown lief schließlich über sechs Yards durch die Mitte in einem ersten Down in die Endzone. Letzte Zweifel am Sieg zerstreuten die Bengals danach mit einer vergleichbaren 82-Yard-Serie über knapp fünf Minuten und dem zweiten Brown-Touchdown.
Daniel Weber - 29.12.2025

Chase Brown machte zwei Touchdowns im dritten Viertel. (© Getty Images)
Leser-Bewertung dieses Beitrags:
![]()
Was sich in den letzten Wochen bereits angedeutet hatte, wurde jetzt Realität: Defensive Tackle Dexter Lawrence, einer der wenigen Lichtblicke der Giants in den letzten Jahren, wurde zu den Cincinnati Bengals transferiert. Dort unterschrieb er umgehend eine Verlängerung um eine weitere Saison.
Im Gegenzug wechselte "nur" – im Sinne von ausschließlich...
![]()
Kicker Chris Boswell ist seit 2015 der zuverlässige Mann der Pittsburgh Steelers für wichtige Kicks und wird das auch weiterhin sein: Er einigte sich mit der Franchise auf eine Verlängerung um vier weitere Jahre.
Der mittlerweile 35-jährige wurde nach seiner Zeit am College bei Rice University im Jahr 2014 nicht gedraftet; er wurde anschließend von...