Die Nummer 5 der CFP-Setzliste, Oregon, feierte gegen die Nummer 12, James Madison erwartungsgemäß den ersten Sieg seit Beginn der College Football Playoff Ära mit zwölf Teams. Für die Ducks, die erstmals seit ihrer deutlichen Viertelfinalniederlage im letzten Jahr wieder in die CFP eingezogen sind, dürfte dieser Sieg eine große Erleichterung gewesen sein. Die Revanche Tour und die Jagd nach der ersten nationalen Meisterschaft der Teamgeschichte, hat somit mit einem 51:34 Sieg gegen den Sun Belt Champion Dukes begonnen. Vor Beginn der CFP Runde gab es Zweifel, wie sich der bevorstehende Abschied beider Koordinatoren auf die Ducks auswirken würde. Diese Unsicherheiten sind nun beseitigt. Will Stein lieferte eine offensive Meisterleistung ab und Tosh Lupois Defense hielt stand, als es darauf ankam. Trotz einiger vielversprechenden Spielzüge blieb James Madison auf der Anzeigetafel weit von einer Punktchance entfernt.
Steins Team brauchte nur vier Spielzüge, um in Führung zu gehen. Dante Moore warf den ersten seiner vier Touchdown Pässe weniger als zwei Minuten nach Spielbeginn. Es handelte sich um einen 41 Yard Pass auf Tight End Jamari Johnson. Dieser explosive Pass gab den Ton für den Rest des Abends an, denn Oregon legte einen langen Lauf nach dem anderen hin. In den sechs Ballbesitzphasen der ersten Halbzeit erzielte Oregon beispielsweise fünf Touchdowns und verbuchte in jeder dieser Drives mindestens einen Spielzug über 30 Yards.
James Madison fehlte zeitgleich die defensive Stärke, um eine der stärksten Offensiven des Landes zu stoppen. Das wurde bereits im ersten Drive deutlich. Die Dukes bewegten den Ball zwar besser, als das Endergebnis vermuten lässt, mussten sich aber zu oft mit Field Goal Versuchen begnügen, um die Ducks wirklich in Bedrängnis zu bringen.
Dan Lannings Team zieht in den Orange Bowl ein, wo es am 1. Januar im CFP Viertelfinale auf die Nummer 4, Texas Tech, trifft. Der Sprung vom ersten Spieltag zum Viertelfinale wird für Oregon, das im Orange Bowl auf die Nummer 4, Texas Tech, trifft, deutlich spürbar sein. Die Ducks wirkten im Viertelfinale des Vorjahres eingerostet, und vielleicht werden die Auswirkungen der langen Pause zwischen dem Conference Championship Wochenende und Neujahr die Red Raiders 2026 ähnlich beeinträchtigen wie Oregon am ersten Tag des Jahres 2025. Sollte dies nicht der Fall sein, ist mit einem erbitterten Kampf gegen eines der größten Überraschungen der College Football Saison zu rechnen. Joey McGuire baute mit seinen bemerkenswerten Transfers die drittbeste Verteidigung der Nation bei Texas Tech auf. Als Oregon das letzte Mal auf eine so starke Verteidigung traf, verlor man zu Hause mit zehn Punkten Unterschied gegen Indiana.
Oregons Wide Receiver Gruppe befindet sich fast in Bestbesetzung. Dakorien Moore kam zwar nur eingeschränkt zum Einsatz, absolvierte aber sein erstes Spiel seit über einem Monat, als er im Auftaktspiel der College Football Playoffs für Oregon auflief. Der herausragende Freshman Receiver verpasste die letzten vier Spiele der regulären Saison aufgrund einer Knieverletzung und wurde vom Publikum im Autzen Stadium lautstark bejubelt, als er gegen James Madison seinen ersten Fang über fünf Yards absolvierte. Auch Gary Bryant Jr. war in voller Ausrüstung dabei und wurde nach drei verpassten Spielen nicht als verletzt gemeldet. Selbst Evan Stewart, der aufgrund einer Knieverletzung aus der Offseason in dieser Saison noch nicht gespielt hat, befand sich im Kader. Beide kamen zwar noch nicht zum Einsatz, stehen aber kurz vor ihrem Debüt. Sollte Oregon seine drei besten Passempfänger für die entscheidende Phase der Saison zurückbekommen, wird die Offensive noch schlagkräftiger sein, als beim deutlichen Sieg gegen JMU.
Die lautstarken College Football Fans, die die Group of Five am liebsten aus den Playoffs verbannen würden, werden nach den heutigen Ergebnissen zweifellos noch lauter werden. Die Niederlage von James Madison folgte auf die Niederlage von Tulane gegen Ole Miss am selben Tag und besiegelte die vierte Niederlage der Group of Five in ihrer CFP-Geschichte. Keine dieser vier Niederlagen fiel mit weniger als 17 Punkten Unterschied aus. Teams außerhalb der Power Conferences werden auf absehbare Zeit weiterhin in den Playoffs vertreten sein. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis eines dieser Teams für eine Überraschung sorgt und die Grenzen des Möglichen für Mannschaften dieser Größenordnung neu definiert, oder wird der spürbare Leistungsunterschied zwischen ihnen und den Top Teams des Landes weiterhin für deutliche Siege sorgen?
Schlüter - 21.12.2025

#5 Dante Moore (Oregon Ducks) (© Getty Images)
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