Vorteile verspielt

Tyler Shough von den New Orleans Saints hat in seiner ersten NFL-Saison in den Panthers wohl seinen Lieblingsgegner gefunden.Die Carolina Panthers haben aus Tampa Bays Heimniederlagen am letzten Sonntag in New Orleans und am Donnerstag gegen Atlanta kein Kapital schlagen können und selbst bei den Saints verloren. Mit 20:17 holten die New Orleans Saints gegen die Panthers ihren zweiten Sieg in Folge und den vierten dieser Saison insgesamt. Rookie-Quarterback Tyler Shough, der schon beim Hinspiel in Charlotte voll überzeugt hatte, zeigte nun gegen dieselbe Defense seine beste Leistung bisher in der NFL abgesehen vom Hinspiel. Shough warf 24 gültige Pässe für 272 Yards und einen Touchdown bei 32 Versuchen (75,0 Prozent vollständige Würfe) und blieb dabei ohne Interception.

Carolina war im ersten Viertel durch Rico Dowdle in Führung gegangen und hatte diese später durch ein Field Goal vor der Pause und einen Touchdown-Pass von Bryce Young auf Jalen Coker im dritten Abschnitt auf 17:7 ausbauen können. Young hatte bei 24 Passversuchen 15 gültige Pässe (62,5 Prozent) für 163 Yards und einen Touchdown ohne Fehlpass einen eigentlich guten Tag. Kurz vor dem letzten Seitenwechsel stoppte Carolinas Verteidigung Shough auch mit zwei Quarterback Sacks in Folge - die Saints verkürzten durch ein Field Goal nur auf 10:17.

Es sprach viel dafür, dass der Favorit im letzten Viertel den Sieg nach Hause bringen könnte. Allerdings scheiterten die Panthers in der Hälfte der Saints erst bei einem dritten und auch im anschließenden vierten Down knapp an der Defense der Gastgeber. Vier Minuten später hatte man den Ball aber zurück. Denn New Orleans hatte zuerst ein gelungenes Field Goal wieder vom Scoreboard entfernen lassen, als man wegen eines Defensive Offsides den vierten Versuch mit nur sehr kurzer Distanz zum möglichen First Down wiederholen durfte. Shough fand keine Lücke und keine Anspielstation, kassierte einen weiteren der insgesamt fünf Quarterback Sacks.

Doch weder Chuba Hubbard noch Quarterback Young per Lauf oder Pass kamen danach für Carolina über kurzen Raumgewinn hinaus. Ohne ein First Down wechselte das Angriffsrecht erneut zu Shough und Co., ohne dass ihnen bereits Auszeiten gefehlt hätten. Diese begannen die Saints erst bei Carolinas nächster Angriffsserie einzusetzen - da hatten sie aber bereits zum 17:17 durch Pass auf Chis Olave ausgeglichen. Olave fing den kurzen Touchdown-Pass über zwölf Yards über die Mitte im dritten Down, auf dem Weg zum Ausgleich hatte New Orleans 78 Yards mit sieben Spielzügen in etwa zwei Minuten zurückgelegt.

Carolina schaffte anschließend ein First Down durch einen Scramble von Bryce Young, der aber durch einen Quarterback Sack von Namensvetter Chase Young auf der Gegenseite sofort wieder in Zugzwang gebracht wurde. Der nächste Scramble im dritten Down führte ihn nicht über die Line to Gain. So konnten die Saints mit Hilfe ihrer letzten Auszeit und Pässen auf Audric Estime und Olave zumindest die Mittellinie und damit quasi die Verlängerung erreichen. Aus einer Overtime wurde aber nichts, denn zwölf Sekunden vor dem Ende hatte Tyler Slough zwar im Feld nicht viel Raum nach vorn gefunden und ließ sich weit vor der First-Down-Marke zu Boden gleiten.

Auszeiten hatte New Orleans keine mehr, aber Panthers-Rookie Lathan Ransom tackelte den schon zu Boden gehenden Saints-Quarterback noch, verletzte ihn dabei zudem und kassierte die obligatorische 15-Yard-Strafe, die den Saints das First Down in Field-Goal-Reichweite und einen Stopp der Spielzeit schenkte. So durfte sogar Spencer Rattler noch einen Pass probieren, ehe wenige Sekunden vor dem Ende Charlie Smyth aus 47 Yards zum 20:17 für die Saints traf.

Bitter für die Panthers: Nach einem Sieg hätten sie nur noch eines der beiden anstehenden Spiele gegen die Tampa Bay Buccaneers gewinnen müssen, um als Divisionssieger festzustehen, weil sie die bessere Divisionsbilanz als die Bucs gehabt hätten. Nun herrscht da Gleichstand, doch hat Tampa Bay bisher eine Niederlage weniger als die Panthers gegen gemeinsame Gegner. Der Tiebreaker-Vorteil liegt jetzt bei den Buccaneers. Mit einem Sieg aus den beiden Spielen gegen Carolina und einem Erfolg in Miami (Carolina spielt seine andere verbleibende Partie gegen Seattle) wäre Tampa Bay Divisionsmeister der NFC South.

Daniel Weber - 15.12.2025

Tyler Shough von den New Orleans Saints hat in seiner ersten NFL-Saison in den Panthers wohl seinen Lieblingsgegner gefunden.

Tyler Shough von den New Orleans Saints hat in seiner ersten NFL-Saison in den Panthers wohl seinen Lieblingsgegner gefunden. (© Getty Images)

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