Die Chicago Bears haben ihre letzte Pflichtaufgabe vor den "Wochen der Wahrheit" gelöst: Gegen die Cleveland Browns holten sie einen ungefährdeten 31:3-Heimsieg und holten sich damit die Spitze der NFC North zurück. Die letzten drei Gegner der Bears in der Hauptrunde sind nun aber genau die, die ihnen den Platz in den Playoffs noch streitig machen können: Green Bay, San Francisco und Detroit. Gegen die Divisionskonkurrenten darf jeweils in Chicago gespielt werden, gerade ein Heimsieg gegen die Packers würde die Tür zum Divisionstitel weit aufstoßen. Im schlimmsten Fall allerdings würden drei Niederlagen die Bears noch die Endrundenteilnahme kosten.
Von einer Niederlage war beim Heimauftritt gegen Cleveland keine Rede. Mit dem ersten Ballbeitz konnte man nicht viel anfangen, doch schnell zeigte sich, dass dies beim Gegner nicht anders war und sich quasi durchgehend nicht änderte. Die Browns kamen zu einem einzigen First Down in der ersten Hälfte und vor der Pause auf keine 50 Yards Raumgewinn. Chicago marschierte noch im ersten Viertel zweimal in die Red Zone der Gäste, D'Andre Swift per Lauf und DJ Moore auf Pass von Caleb Williams sorgten für die 14:0-Führung, wobei dem kurzen Pass auf Moore zwei lange Big Plays bei Williams-Pässen auf Colston Loveland und Luther Burden III vorausgegangen waren.
Der geradezu obligatorische Quarterback Sack von Myles Garrett (ein weiterer halber kam noch hinzu, einer fehlt nun noch in den letzten drei Spielen am NFL-Rekord für eine Saison) zwang die Bears im zweiten Viertel zu einem Field-Goal-Versuch, bei dem Cairo Santos nur den rechten Pfosten traf. Es blieb so beim Halbzeitstand von 14:0, denn Clevelands Angriffsspiel unter Leitung von Shedeur Sanders als Quarterback war bis zur Pause bestenfalls als unrhythmisch zu bezeichnen, ehe es danach im Chaos mündete, als Sanders und Co. den Ernstfall probten und versuchten, eine Aufholjagd zu simulieren: Ein Field Goal zum 3:14 und danach drei Interceptions für Sanders binnen vier Angriffsserien (dazwischen endete eine nach einem der fünf Quarterback Sacks gegen Sanders) waren die Folge.
Die Bears schienen schon in der ersten Hälfte zu wissen, dass ihnen hier nichts mehr gefährlich werden konnte. Als Indiz dafür muss jedenfalls gelten, dass man (erfolglos) versuchte, den Ball beim letzten Spielzug vor der Pause ohne jede Not bei 14:0-Vorsprung mit mehreren Rückwärtsabgaben in die Endzone zu bringen. Nach der ersten Sanders-Interception ging es dafür dann ganz "straight" dort hin: DJ Moore fing den langen Touchdown-Pass über 22 Yards über die rechte Seite gleich im ersten Down. Mit dem 21:3 war die Entscheidung gefallen, zumal auch Swift noch vor dem letzten Seitenwechsel ein zweites Mal in die Endzone kam.
Der Rest war für die Galerie. Sanders probte für seine eventuelle Zukunft als NFL-Quarterback - genug Fehler, um daraus lernen zu können, machte er. Für die Bears waren Caleb Williams, D'Andre Swift, Austin Booker, Jonah Jackson und DJ Moore die besten Akteure. Williams warf bei 28 Passversuchen 17 vollständige Pässe (60,7 Prozent) für 242 Yards und zwei Touchdowns ohne Interception. D'Andre Swift machte zwei Touchdowns und 98 Yards mit 18 Läufen. Für Austin Booker wurden zwei Quarterback Sacks gezählt, er war ferner mehrere weitere Male dicht am gegnerischen Quarterback dran. Jonah Jackson holte eine Interception aus der Luft und verhinderte ferner bei zwei Pässen des Gegners den Passfang, bejubelte zusätzlich einen Quarterback Sack. DJ Moore hatte vier Passfänge für 69 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns.
Daniel Weber - 15.12.2025

DJ Moore und D'Andre Swift hatten einiges zu feiern. (© Getty Images)
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Fünf Minuten vor dem Saisonende war es dann doch noch so weit: Myles Garrett brachte Joe Burrow hinter der Line of Scrimmage zu Boden, sein 23. Quarterback Sack der Saison und ein neuer Rekord für eine NFL-Spielzeit. Das letzte verbliebene Saisonziel war erreicht. Die Cleveland Browns, die da mit 17:12 vorne lagen, gewannen am Ende die Partie gegen die...
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