Mit 24:0 bezwangen die Baltimore Ravens die Cincinnati Bengals und wahrten mit dem Auswärtssieg ihre Chancen auf den Divisionstitel in der AFC North. Immer mehr zeichnet sich ab, dass es am letzten Spieltag in Pittsburgh ein "Finale" zwischen Steelers und Ravens geben könnte. Für die Cincinnati Bengals ist dagegen endgültig klar, dass es mit den Playoffs nichts werden wird - die lange Verletzungspause von Quarterback Joe Burrow ließ sich eben nicht kompensieren. Auch wenn die Bengals ohne Burrow gegen Pittsburgh und mit ihm auch das Hinspiel in Baltimore gewonnen hatten.
Auch jetzt blendeten die Bengals gegen die Ravens lange ihre eigentlich hoffnungslose Lage aus und hatten offensiv mehr vom Spiel. Die Gastgeber waren mit über 39 Minuten fast zwei Drittel der Spielzeit in Ballbesitz - Punkte erzielten sie allerdings keine. In Hälfte eins wurden ihre ersten beiden langen Angriffsserien nach einem Quarterback Sack von Tavius Robinson per Punt und einer Interception von Dre’Mont Jones beendet. In Hälfte zwei gingen die Bengals infolge ihres Rückstands zweimal erfolglos in das Risiko vierter Versuche - und die zweite Interception für Joe Burrow verwerteten die Ravens zum 24:0-Endstand. Kyle Van Noy hatte den Ball da abgefangen und an Alohi Gillman übergeben können, der 84 Yards bis in die Endzone zurücklegte.
Die Entscheidung war im Grunde schon davor im dritten Viertel gefallen, als Baltimore mit dem Field Goal von Tyler Loop mit 17:0 und damit mit zwei Scores in Führung gegangen war. Loop traf aus 27 Yards, auf dem Weg zum Field Goal hatten die Ravens 60 Yards mit sechs Spielzügen in etwa drei Minuten geschafft, nachdem die Bengals im vierten Down an der 32-Yard-Linie gescheitert waren. Zwei Läufe von Derrick Henry für 29 und 24 Yards Raumgewinn bereiteten das Field Goal vor.
Aus den Gelegenheiten der ersten Hälfte hatte der Ravens-Angriff zunächst nicht viel machen können. Die erste Burrow-Interception beantwortete Quarterback Lamar Jackson mit seinem eigenen Fehlwurf. Insgesamt warf Jackson nur zwölf Mal den Ball, acht vollständige Pässe brachten jedoch 150 Yards und doch noch zwei Touchdowns in der ersten Hälfte. Im vierten Ballbesitz Mitte des zweiten Viertels bediente Jackson erst DeAndre Hopkins über 32 Yards und schließlich Rasheen Ali über 30 zum Touchdown.
Nach dem 7:0 viereinhalb Minuten vor der Pause konnten die Bengals nicht ausgleichen und sich auch nicht wenigstens in die Pause retten. Die Schlussminute der ersten Halbzeit reichte Jackson und Co. aus, um mit Pässen auf Zay Flowers und Mark Andrews sowie dazwischen einem langen Lauf des Quarterbacks selbst drei schnelle First Downs mit nur vier Spielzügen zu holen. Flowers fing 29 Sekunden vor der Pause den Ball über 28 Yards zum 14:0.
Als in der zweiten Hälfte die Bengals ihre weiter vorhandenen Gelegenheiten nicht nutzten, verlegte sich Baltimore immer mehr aufs Laufspiel und brachte den Sieg nach Hause. Die hervorstechenden Einzelakteure trugen zwar die Trikots der Bengals, doch weder Ja'Marr Chase mit zehn Passfängen und 132 Yards Raumgewinn noch Myles Murphy mit zwei Quarterback Sacks und viel Druck gegen Lamar Jackson wurden dafür mit dem Sieg ihres Teams belohnt.
Daniel Weber - 15.12.2025

Zay Flowers und die Baltimore Ravens ließen Cincinnati abblitzen. (© Getty Images)
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