Viele neue Gesichter in den Playoffs

QB Marcel Reed will Texas A & M mit einem Sieg gegen Miami ins Viertelfinale führen.In der Nacht von Freitag zu Samstag deutscher Zeit beginnen mit dem Spiel Oklahoma gegen Alabama die diesjährigen Playoffs und die vielen neuen Gesichter im Teilnhmerfeld machen die KO-Runde erst einmal interessanter. Vor allem hofft man auf mehr enge Spiele als in den letztjährigen Playoffs, als es nur zwei spannende Partien gab. Zugegeben, zwei der Neuen, die beiden Group of Five Conference Champions Tulane und James Madison, werden wohl eher nicht für mehr Spannung sorgen können, aber mit Texas Tech, Texas A & M und Miami gibt es drei Playoff-Debütanten, die die Titel-Wiederholungstäter Ohio State, Georgia und Alabama schlagen können. Und dann ist da ja noch Indiana, das zwar zum zweiten Mal in Folge dabei ist, aber an dessen Rolle als Titelanwärter man sich erst noch gewöhnen muss.

Der Auftakt könnten in dem Punkt gleich mal richtungweisend sein. Oklahoma und Alabama waren bereits in den Regular-Season-Spielen aufeinandergetroffen. Da hatte, am 15. November, Oklahoma dank seiner Abwehr und einer Turnover-Bilanz von plus drei auswärts mit 23:21 gewonnen, obwohl Alabama fast doppelt so viele Yards geholt hatte. Dafür würde sich der Rekordmeister nur zu gern revanchieren. Wenn das gelingen soll, muss Alabamas Offense im Laufspiel besser werden. Gegen Teams mit starken Defenses war man in dem Punkt zuletzt erschreckend schwach. Bei der Niederlage gegen Oklahoma war man auf nur noch 2,4 Yards pro Lauf gekommen. Gegen Georgia waren es sogar minus 0,2 Yards pro Lauf, und selbst, wenn man die 23 Yards Raumverlust bei Quarterback Sacks rausrechnet, waren die 1,7 Yards pro Lauf jämmerlich. Mit solchen Zahlen wird man in den Playoffs nicht weit kommen.

Das potenziell interessanteste Spiel der ersten Playoff-Runde ist die Partie Texas A & M gegen Miami, vor allem wegen der Offenses beider Teams. Die beiden Quarterbacks, Marcel Reed (Texas A & M) und Carson Beck (Miami), liegen statistisch mit knapp über und knapp unter 3.000 Pass-Yards und dem gleichen Verhältnis von Touchdowns zu Interceptions (jeweils 25-10) praktisch gleichauf. Der Unterschied: Beck ist, wenn er so spielt wie in der Schlussphase der Regular Season, der bessere Passer, Reeds großes Plus ist seine läuferische Stärke. Beide haben zudem sehr gute Anspielstationen zur Verfügung. Bei Texas A & M sind das die WR KC Concepcion (57-886-9) und Mario Craver (52-825-4), beide im Übrigen Zugänge über das Transfer-Portal, bei Miami ist es vor allem WR Malachi Toney (84-970-7), einer der Top-College-Neulinge dieser Spielzeit.

Die beiden anderen Spiele beziehen ihren Reiz aus der David-gegen-Goliath-Konstellation. Bei normalem Spielverlauf dürften weder Tulane noch James Madison eine Chance aufs Weiterkommen haben. Die Ansetzung Mississippi gegen Tulane ist auch eine Neuauflage eines Regular-Season-Spiels. Am 20. September hatte Mississippi mit 45:10 gewonnen, wobei Tulane seinen Touchdown erst kurz vor Spielende erzielt hatte. Ganz so klar wird das Ergebnis dieses Mal vielleicht nicht werden, weil sich Tulane in der zweiten Hälfte der Regular Season in der Abwehr verbessert hat, und die zwei Siege gegen Teams aus den Power Four Conferences, Northwestern und den späteren ACC Champion Duke, machen auch Mut, aber gegen Spieler wie QB Trinidad Chambliss (3.016 Pass-Yards und 18 Touchdown-Pässe sowie 470 Lauf-Yards und sechs Touchdown-Läufe) oder RB Kewan Lacy (1.279 Yards und 20 Touchdowns) wird das alles nicht reichen.

Noch schwieriger dürfte es für James Madison bei Oregon werden. Die Dukes können Offensive, erzielten dreimal über 50 Punkte und einmal sogar über 60, aber nur gegen Teams aus der Sun Belt Conference. Ihre Stärke ist das Laufspiel (246 Yards pro Spiel), allerdings gehört Oregon in der Laufverteidigung zu den Top 20, und das gegen deutlich stärkere Teams. Und gegen die nach Yards pro Spiel drittbeste Passverteidigung der FBS wird man das mit Pässen nicht ausgleichen können. Oregon selbst besitzt eine der besten Offenses (465 Yards pro Spiel) und mit Dante Moore einen Quarterback, dem nur wenige Interceptions unterliefen (6) und der nur selten Quarterback Sacks kassiert (im Schnitt einen pro Spiel). Das alles spricht für ein für ein souveränes Weiterkommen der Ducks.

Hoch - 15.12.2025

QB Marcel Reed will Texas A & M mit einem Sieg gegen Miami ins Viertelfinale führen.

QB Marcel Reed will Texas A & M mit einem Sieg gegen Miami ins Viertelfinale führen. (© Getty Images)

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