Die Minnesota Vikings (5-8) haben ihr Heimspiel gegen die Washington Commanders (3-10) mit 31:0 gewonnen. In einer Partie, die nur zum Eröffnungskickoff noch offen war, verletzte sich Commanders Quarterback Jayden Daniels erneut am Ellbogen und musste gegen Backup Mariota ausgetauscht werden. Letzte Woche hatten die Vikings einen Shutout ohne eigenen Punkt gegen die Seahawks kassiert, jetzt drehten sie den Spieß gegen die Commanders um.
Gleich das erste Ausrufezeichen, kaum dass das Horn der Wikinger verklungen war, setzten die Hausherrn: Nach 22 erfolglosen Drives in Folge in den letzten Wochen benötigte der wiedergenesene Quarterback J.J. McCarthy nicht einmal fünf Minuten und vier angebrachte Pässe in Folge, um durch einen Pass zu Tight End Josh Oliver auf 7:0 zu stellen.
Die Commanders konnten anfangs wieder auf Quarterback Jayden Daniels bauen, der sein Team auch gleich bis an die Endzone führte. Vor allem Running Back Chris Rodriguez war hier kaum zu stoppen - nur der finale Run aus vier Yards wollte auch mit vier Versuchen nicht gelingen. Turnover on Downs an der 1 Yard-Linie war die Folge.
Minnesota agierte wesentlich effektiver und erzielte durch Running Back Jordan Mason auch das verdiente 14:0 Mitte des zweiten Viertels mit dem zweiten Ballbesitz der Hausherrn. Der Drive hatte dabei gut 12 Minuten gedauert, weil Minnesota vor allem mit kurzen Checkdowns von McCarthy und Läufen der Running Backs Mason und Jones agierte.
Erst im dritten Drive wurden die Vikings erstmals durch die Defense der Commanders gestoppt. Ein Sack im dritten Versuch durch Von Miller war eines der wenigen Highlights für die Gäste bis zur Pause. Ganzen sechs First Downs der Gäste standen gleich zwölf der Vikings gegenüber, wobei Minnesota vor allem auch bei dritten Versuchen stark war (sechs von sieben verwandelt).
Durch viele Runs verflog die Spielzeit nur so und die Partie ging mit weitem Abstand als erstes zum Pausengetränk und startete bereits in die zweite Hälfte, als die meisten anderen noch deutlich im zweiten Viertel waren.
Es wurde jedoch zunächst nicht besser für Washington, aber bei einem Strip Sack gegen Jayden Daniels hatten die Gäste Glück, dass eine Strafe wegen zu vieler Verteidiger am Platz den Ballverlust zunichte machte.
Der kam jedoch wenig später, als Linebacker Andrew Van Ginkel einen abgefälschten Pass des Quarterbacks in Minnesotas Red Zone aus der Luft pflückte und über 41 Yards in die andere Richtung tragen konnte. Daniels fiel dabei auch noch hart zu Boden und musste am bereits lädierten Ellbogen behandelt werden. Durch ein Field Goal von Kicker Reichard aus 45 Yards nutzten die Vikings das Turnover zum 17:0.
Jayden Daniels musste einmal mehr gegen Backup Marcus Mariota ausgetauscht werden. Besser wurde es mit ihm jedoch auch nicht: Safety Harrison Smith fing nämlich prompt auch einen Pass von Mariota ab. Die Partie konnte für Washington gar nicht schnell genug enden.
Tight End Josh Oliver erhöhte kurz vor Schluss des dritten Viertels auf 24:0, sein Positionskollege T.J. Hockenson zu Beginn des Schlussviertels auf 31:0. Die Messe war da längst gelesen.
Eine zwischenzeitliche Verletzung von Tight End Zach Ertz, der in dieser Saison einer der wenigen Lichtblicke war, rundete den problematischen Ausflug nach Minnesota im negativen Sinn ab. Ersten Untersuchungen nach hat er sich wohl das Kreuzband gerissen, was womöglich das Karriereende des 35-jährigen bedeuten könnte.
Die Commanders treten kommenden Sonntag um 19 Uhr bei den ähnlich enttäuschenden New York Giants (2-11) an. Die Vikings haben erneut einen NFC East Gegner: Sie spielen Sonntagnacht um 02:20 Uhr bei den Dallas Cowboys (6-6-1).
Carsten Keller - 07.12.2025

Marcus Mariota war sicher nicht zum Feiern zumute nach einem Debakel in Washington (© Getty Images)
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