Gegen den bisherigen alleinigen Spitzenreiter der NFC, die Los Angeles Rams, haben sich die Carolina Panthers mit einem 31:28-Erfolg die Chancen auf eine eigene Playoff-Teilnahme erhalten. Es wäre das erste Mal seit acht Jahren, dass die Panthers in die Endrunde einziehen. Erwartet werden musste dies vor der Saison nicht, doch haben die Panthers ihres 2024 desaströse Verteidigung stabilisiert und auf NFL-Normalniveau getrimmt. Gleichzeitig zeigt sich bei Quarterback Bryce Young im dritten Jahr ein wenig mehr Licht als Schatten.
Gegen die Rams hatte Young den Rating-Wert von 147,1 Punkten, warf 15 vollständige Pässe für 206 Yards und drei Touchdowns bei 20 Passversuchen. Vor allem blieb er ohne Interception, während Rams-Quarterback Matt Stafford in der ersten Hälfte zweimal den Ball in falsche Hände warf und zum Schluss den Ball auch noch einmal durch Fumble verlor. Die schnelle Rams-Führung hatte Young davor mit dem ersten seiner Touchdown-Pässe egalisiert. Mit dem Ballbesitz nach der ersten Stafford-Interception tief in Carolinas Hälfte konnte die Panthers-Offense zwar nichts anfangen, doch die zweite verwertete Mike Jackson direkt zum 14:7 für die Panthers.
Im zweiten Viertel schien Los Angeles wieder in der Spur und lag zur Halbzeit 21:17 vorn, nachdem Stafford unbeirrt Davante Adams per Touchdown-Pass und später Xavier Smith über 51 Yards bedient hatte, was Blake Corum den kurzen Lauf in die Endzone ermöglichte. Doch die verpassten Chancen davor rächten sich. Nach der Pause dirigierte Young die Panthers-Offense souverän über das Feld und schloss mit einem Pass auf Jalen Coker zur abermaligen Führung der Gastgeber ab.
Lathan Ransom mit einem Quarterback Sack brachte die Rams-Angreifer danach gleich wieder ins Stocken, und die Panthers bekamen mit Läufen von Chuba Hubbard zusehends Oberwasser. Nach dem letzten Seitenwechsel unterbrachen die Rams den Spuk noch einmal, nachdem die Panthers-Offense nach einem Holding und dem Quarterback Sack gegen Young in der Rams-Hälfte den Faden verloren hatte. Corum mit einem langen Lauf, Stafford und Puka Nacua mit einem langen Pass bereiteten einen schnellen Touchdown für Kyren Williams vor.
Sechseinhalb Minuten vor Schluss standen die Panthers knapp jenseits der Mittellinie vor einem vierten Versuch, als Hubbard im dritten Versuch von der Rams-Defense gestoppt worden war. Die Panthers gingen ins Risiko, und Tetairoa McMillan fing dabei nicht nur den Pass zum First Down, sondern brachte den Ball auch über 43 Yards über die rechte Seite in die Endzone. Den Sieg zurrte anschließend Carolinas Verteidigung fest: Derrick Brown holte Stafford hinter der Linie von den Beinen, den Fumble des Rams-Quarterbacks sicherte D.J. Wonnum. Das letzte noch notwendige First Down holte Young per Pass auf Jalen Coker.
Die Panthers haben nun ihre späte spielfreie Woche und danach bei den New Orleans Saints ein eigentlich gewinnbares Spiel vor sich. Klappt es mit der Regeneration und dem "Pflichtsieg", spielt man anschließend daheim um die zumindest vorläufige Tabellenführung in der NFC South gegen Tampa Bay. Nach Weihnachten müsste man im Heimspiel gegen Seattle und zum Abschluss in Tampa Bay aber noch einmal tatsächliches Playoff-Kaliber beweisen, will man wirklich diese Saison erfolgreich gestalten.
Für die Rams war es nach sechs Siegen am Stück die erste Niederlage seit Anfang Oktober. Mit dem kommenden Auswärtsspiel in Arizona und dem Rückspiel gegen die Cardinals am Schluss sind die Playoff-Chancen weiter groß. Gegen Detroit und in Seattle Mitte Dezember wird es aber eine konzentriertere Leistung brauchen, will man den Divisionstitel in der NFC West holen.
Daniel Weber - 01.12.2025

Bryce Young und die Panthers dürfen auf die Playoffs hoffen. (© Getty Images)
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