Defense hilft Burrow beim Comeback

Joseph Ossai sorgte für Festtagslaune bei den bengals.Vielleicht gerade noch rechtzeitig kehrte Joe Burrow nach Verletzungspause ins Aufgebot der Cincinnati Bengals zurück. Zu Thanksgiving ließen die Bengals mit ihm Divisionskonkurrent Baltimore Ravens den Festtagsbraten im Halse stecken und entführten den 32:14-Erfolg aus dem M&T Bank Stadium. Für die Bengals war es das Schicksalsspiel, ohne einen Sieg wäre der Playoff-Zug wohl endgültig abgefahren. Nun ist man fünf Runden vor Schluss mit dem (allerdings erst vierten) Sieg zunächst auf zwei Siege an Baltimore heran und vorerst auch an Pittsburgh, das Sonntag gegen Buffalo spielt. Das Risiko, Burrow einzusetzen, dem in den letzten Monaten eigentlich eine noch um einige Wochen längere Pause prognostiziert war, hielt man in Cincinnati daher für vertretbar.

Für den Sieg waren letztlich in erster Linie andere verantwortlich. Burrow brachte sich gleich in der ersten Hälfte intensiv ein, drei Viertel der Spielzüge des Angriffs der Bengals setzten auf Pässe. So richtig klappte aber das Verständnis gerade mit Ja’Marr Chase noch nicht wieder, und Burrow stellte rein statistisch betrachtet kaum einen Unterschied zum bisherigen Vertreter Joe Flacco dar. Nach der Pause lief das schon besser - da konnten die Bengals sich dank ihrer Führung zu zwei Dritteln auf Läufe verlegen, und auch Ja’Marr Chase kam mit 110 Yards doch noch auf dreistellige Werte an Raumgewinn.

Für Baltimore begann der Abend nach Plan, endete allerdings im Desaster. Derrick Henry erlief in der ersten Serie 33 seiner insgesamt 60 Yards Raumgewinn in der Partie, darunter 28 zu seinem Touchdown. Damit hatten die Ravens die 7:3-Führung übernommen, stoppten Cincinnatis Angriff auch sofort wieder nach Quarterback Sack an Burrow im ersten Down und zwei vergeblichen Passversuchen, doch noch zum First Down zu kommen.

Für Cincinnati trat nun allerdings Joseph Ossai ins Rampenlicht. Mit seinem ersten von zwei Quarterback Sacks an Lamar Jackon sorgte er für den ersten Fumble der Ravens. Jackson hatte am Ende insgesamt drei Quarterback Sacks kassiert, die Ravens erlitten im weiteren Verlauf noch vier weitere Ballverluste, davon noch zwei in der eigenen Spielfeldhälfte. Die Bengals bekamen den Ball hier an der 2-Yard-Linie - und setzten auf den vollen Erfolg. Doch Baltimores Defense verhinderte in vier Versuchen jedes Vorwärtskommen.

Es half allerdings nichts, das Momentum zurückzugewinnen. Weder Derrick Henry noch Lamar Jackson brachten die Ravens-Offense von dort vom Fleck. Cincinnati bekam den Ball zurück und besann sich wie zum Auftakt auf konventionelle Methoden. Evan McPherson traf zum zweiten seiner am Ende insgesamt sechs Field Goals. Bei allen weiteren Ballverlusten der Ravens kam am Ende McPherson zum erfolgreichen Schuss. Aus 52 Yards, weitere zwei Mal aus über 40 Yards und drei Mal aus kürzerer Distanz war Evan McPherson treffsicher.

Der 6:7-Anschluss wäre vielleicht nur Episode geblieben, denn Lamar Jackson antwortete wenig später unter Druck mit einem guten Pass auf Isaiah Likely, der in die Endzone stürmte. Doch zwei Bengals-Verteidiger waren an ihm dran, die Video-Schiedsrichter konnten nachweisen, dass er Zentimeter vor der Endzone die Kontrolle über den Ball verloren hatte, den er schon beim Fang und beim Sprint danach nicht hundertprozentig sicher an den Körper gedrückt bekommen hatte. Ballbesitz für die Bengals an der 20-Yard-Linie, zwei First-Down-Pässe auf Ja’Marr Chase (einer über 43 Yards) und das dritte Field Goal brachten Cincinnati nun doch wieder in Führung.

Bis zur Pause musste Jackson noch mit dem nächsten Quarterback Sack von Ossai zu Boden, die Ravens punteten, bekamen aber 36 Sekunden vor der Pause den Ball zurück. In die Kabinen ging Cincinnati dennoch mit einem 12:7-Vorsprung, denn Jackson musste gleich wieder dem Pass Rush der Bengals Tribut zollen, Cedric Johnson eroberte den Ball zurück, McPherson traf noch einmal.

Baltimores erster Ballbesitz nach der Pause verpuffte, die Bengals setzten sich mit dem Touchdown-Pass von Joe Burrow auf Tanner Hudson auf 19:7 ab. Hudson fing den kurzen Touchdown-Pass über 14 Yards über die rechte Seite. Auf dem Weg dahin hatten die Cincinnati Bengals 61 Yards mit zehn Spielzügen in etwa fünf Minuten überbrückt.

Das dritte Viertel lieferte den Beleg für das Potenzial beider Angriffsreihen. Die Ravens antworteten mit dem Lauf-Touchdown von Keaton Mitchell, Burrow warf seinen zweiten Touchdown-Pass auf Andrei Iosivas. Der vierte Abschnitt indessen folgte wieder dem Muster der ersten Hälfte. Eine Interception für Jackson und einen Fumble von Zay Flowers nutzten die Bengals zu Field Goals zum 32:14-Endstand - ihr eigener Ballverlust durch Samaje Perine blieb folgenlos.

Daniel Weber - 28.11.2025

Joseph Ossai sorgte für Festtagslaune bei den bengals.

Joseph Ossai sorgte für Festtagslaune bei den bengals. (© Getty Images)

Leser-Bewertung dieses Beitrags:

zur mobilen AnsichtStatistik zum SpielFotoshow Baltimore Ravens - Cincinnati Bengals (Getty Images)mehr News Baltimore Ravenswww.baltimoreravens.commehr News Cincinnati Bengalswww.bengals.comSpielplan/Tabellen Baltimore RavensOpponents Map Baltimore RavensSpielplan/Tabellen Cincinnati BengalsOpponents Map Cincinnati Bengalsfootball-aktuell-Ranking NFL
RegistrierenKennwort vergessen?

Login:

Kennwort:

dauerhaft: