Die Chicago Bears verteidigten ihren ersten Platz in der NFC North mit dem achten Sieg aus den letzten neun Spielen. Beim 31:28 gegen die Pittsburgh Steelers profitierten sie auch davon, dass Pittsburgh Quarterback Aaron Rodgers zur weiteren Genesung seines angebrochenen linken Handgelenks noch schonte. Im Training war Rodgers bereits wieder dabei, sein Wurfarm ist ja nicht betroffen. Doch vor dem wichtigen AFC-Duell gegen Buffalo am 13. Spieltag ließ man bei den Steelers lieber Vorsicht walten.
Sollte man gehofft haben, dass die Bears ein leichter Gegner sein werden, war dies eine Fehleinschätzung. Rodgers-Vertreter Mason Rudolph agierte auf Normalniveau, doch um in Chicago zu gewinnen, hätte es eines Ticks mehr bedurft. Für die Bears drehten Montez Sweat, Caleb Williams und DJ Moore auf. Montez Sweat lieferte die beiden Quarterback Sacks gegen Rudolph im dritten Viertel. Beim ersten half dies, Pittsburghs erstes Angriffsrecht nach der Pause ergebnislos zu beenden, beim zweiten hatte er am Ende auch den Ball von Rudolph erobert.
Damit bereitete er die Entscheidung vor, denn in der folgenden Serie konnte Chicago kurz nach dem letzten Seitenwechsel mit dem Touchdown-Lauf von Kyle Monangai 31:21 in Führung ging, nachdem zuvor DJ Moore Chicago bereits wieder in Führung gebracht hatte. Kyle Monangai lief durch die Mitte im dritten Down in die Endzone. Auf dem Weg zum Touchdown-Lauf überbrückten die Chicago Bears 54 Yards mit neun Spielzügen in etwa fünf Minuten. Die Offense nutzte in diesem Drive verstärkt Passspiel, die längsten Spielzüge des Drives waren jedoch Läufe von Monangai, unter anderem für 12 Yards Raumgewinn und ein neues First Down an der gegnerischen 8-Yard-Linie.
Anschließend führte Rudolph die Steelers noch einmal in Gestalt von Pat Freiermuth in die Endzone. Nach dem 28:31 kam Pittsburgh noch zweimal in Ballbesitz, scheiterte aber jeweils in den kritischen Downs mit Passversuchen auf DK Metcalf. Metcalf hatte im ersten Viertel den ersten Touchdown der Steelers erzielt, weniger als eine Minute später hatte Chicagos Quarterback Caleb Williams bei einem Quarterback Sack von T.J. Watt den Ball in der eigenen Endzone verloren und Pittsburghs Nick Herbig das 14:7 ermöglicht. Für Williams blieb es der einzige Makel des Spiels, insgesamt warf er bei 35 Passversuchen 19 gültige Pässe für 239 Yards und drei Touchdowns ohne Interception.
Der erste Touchdown-Pass hatte den ersten Punkterfolg für DJ Moore gebracht. Bei fünf Passfängen verantwortete DJ Moore insgesamt 64 Yards Raumgewinn und später den zweiten Touchdown zum 24:21 nach der Pause. Wichtig für die Bears war im zweiten Viertel, dass sie den Doppelschlag der Steelers wegstecken konnten. Williams fand Colston Loveland zum 14:14-Ausgleich per Pass und führte das Team vor der Pause binnen 80 Sekunden noch einmal zum Ausgleich, nachdem Pittsburgh durch Jaylen Warren auf 21:14 erhöht hatte. Auch da bewies Williams Nervenstärke - sein erster Pass dieses Drives landete in den Händen von Pittsburghs Verteidiger Joey Porter Jr., der später mit einer Hüftverletzung ausscheiden musste. Doch der Held vom Beginn des zweiten Viertels, Nick Herbig, war beim Anspiel im Offside gewesen, so dass Williams und die Bears trotz des verpatzten "Free Plays" weiter im Angriff bleiben durften und mit dem Momentum eines Field Goals von Cairo Santos in die Halbzeitpause gingen.
Daniel Weber - 24.11.2025

Kyle Monangai holte den entscheidenden Touchdown. (© Getty Images)
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