Die Ergebnisse vom letzten Wochenende haben die Situation im Rennen um die Playoff-Plätze nicht groß verändert. Es gab nur eine Überraschung in der Spitzengruppe der CFP-Rangliste, Alabamas 21:23-Heimniederlage gegen Oklahoma. Die wird Alabama in der neuen Rangliste zwar ein paar Plätze zurückwerfen, aber die Playoffs kann der Rekordmeister mit Siegen in den letzten beiden Partien gegen das unterklassige Eastern Illinois und beim Lokalrivalen Auburn immer noch aus eigener Kraft schaffen. Und weil es die erste Niederlage innerhalb der eigenen Conference (SEC) war, ist auch das Erreichen des SEC Championship Games noch möglich. Von größerer Tragweite war das Ergebnis eines anderen SEC-Spiels, Georgias 35:10 gegen Texas. Für Texas, vor der Saison der Hauptanwärter auf den Titelgewinn, war es die dritte Niederlage, und auch, wenn die Longhorns noch nicht ganz raus sind, haben sie nur noch minimale Chancen auf den Einzug in die Playoffs.
Auch wenn andere vor der Saison hoch gehandelte Teams wie Penn State oder Clemson noch tiefer gefallen sind, ist Texas vielleicht die größte Enttäuschung im bisherigen Saisonverlauf. Gut, die Niederlage am Samstag war gewiss ein bisschen zu hoch ausgefallen. So viel schlechter als Georgia war das Team über weite Strecken der Partie nicht. Und auch die Niederlage zu Saisonbeginn bei Ohio State (7:14) ist kein großer Makel. Es sind aber die Spiele zwischen diesen beiden Partien, die gezeigt haben, dass Texas wohl doch kein Team für den ganz großen Wurf ist, allen voran die 21:29-Niederlage Anfang Oktober bei Florida, einem Team, das bislang nur drei Spiele gewonnen hat und nicht einmal eine Bowl-Teilnahme erreichen wird. Dazu kommen die schwachen Auftritte bei den glücklichen Siegen bei Kentucky (16:13 nach Verlängerung) und Mississippi State (45:38 nach Verlängerung) am 18. und 25. Oktober. Im Grunde lebt die Mannschaft, was ihre Platzierung in den Top-25-Ranglisten betrifft, nur von den Siegen gegen Oklahoma am 11. Oktober (23:6) und Vanderbilt am 1. November (34:31), beides Teams, die zum Zeitpunkt der Partie unter den Top Ten der AP Top 25 platziert waren.
Und diese beiden Siege halten auch die Hoffnung auf das Erreichen der Playoffs am Leben. Sollte die Longhorns ihre letzten beiden Spiele gegen Arkansas und den noch ungeschlagenen Lokalrivalen Texas A & M gewinnen, hätten sie drei Siege gegen Top-Ten-Teams in der Bilanz zu stehen und damit könnten sie in der abschließenden CFP-Rangliste den einen oder anderen Playoff-Kandidaten mit weniger Niederlagen überholen. An diesen Strohhalm klammert sich auch Head Coach Steve Sarkisian. "Die Herausforderung ist, dass wir noch zwei Spiele vor uns haben. Wir müssen wieder aufstehen und kämpfen. Wir müssen diese beiden Spiele gewinnen, und dann werden wir sehen, was passiert", sagte er am Samstag. Der Umweg in die Playoffs über den Gewinn des Conference-Titels ist für Texas übrigens nicht mehr möglich, weil sie in der SEC-Tabelle zumindest an Texas A & M und Georgia nicht mehr vorbei kommen können.
Zurück nochmal zum Alabama-Spiel: Die Niederlage gegen Oklahoma schadet Alabama weniger als der Sieg Oklahoma nutzt. Für Alabama war es die erste Niederlage innerhalb der SEC und dadurch hat das Team noch alle Möglichkeiten, auf zwei Wegen die Playoffs zu erreichen. Mit einer 10-2-Bilanz ohne Conference-Titel wäre man angesichts der guten Bilanz gegen Top-25-Gegner (4-1) gewiss dabei. Man kann mit Siegen in den oben schon erwähnten Spielen aber auch in das SEC Championship Game einziehen und mit dem Gewinn des SEC-Titels die Playoffs erreichen, und das aus eigener Kraft. Aktuell liegt man hinter dem ungeschlagenen Texas A & M in der SEC-Tabelle gleichauf mit Georgia und Mississippi. Bliebe es am Ende so, dann würde Alabama im Tie-Breaker vor Georgia und Mississippi liegen. Auch bei einem Gleichstand mit einem der Beiden läge man vorn.
Für Oklahoma war der Sieg bei Alabama Pflicht und, wenn es seine letzten beiden Spiele gegen Missouri und LSU gewinnt, die Eintrittskarte in die Playoffs. Ins SEC Championship Game können die Sooners nicht mehr einziehen, weil sie zumindest an Texas A & M und Mississippi (26:34-Niederlage im direkten Duell) nicht mehr vorbeikommen. Nach dem Sieg bei Alabama werden die Sooners in der CFP-Rangliste aber gewiss in die Top Ten aufrücken, und wenn sie die Regular Season mit einer 10-2-Bilanz abschließen, werden sie wegen ihrer guten Bilanz gegen Top-25-Gegner (4-1) weit genug vorn platziert bleiben, um einen der zwölf Plätze in den Playoffs zu bekommen.
Hoch - 18.11.2025

Oklahoma darf nach dem 23:21-Sieg bei Alabama weiter auf das Erreichen der Playoffs hoffen. (© Getty Images)
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