Nur mit Mühe setzten die Baltimore Ravens ihre Siegesserie bei den Cleveland Browns fort. Am Ende aber hatte der Favorit mit 23:16 gewonnen und bleibt weiter mit einem Sieg weniger Verfolger der Pittsburgh Steelers in der AFC North. Mit einem Field Goal von Tyler Loop und einem Touchdown-Lauf von Mark Andrews machten die Ravens im vierten Viertel in Cleveland aus einem 13:16-Rückstand binnen zwei Minuten noch das 23:16.
Loop traf aus 44 Yards, nachdem Baltimore 54 Yards mit zehn Spielzügen in etwa sechs Minuten überbrückt hatte. Anschließend musste Cleveland nach einem Foul beim Kickoff Return von der eigenen 20-Yard-Linie starten. Nun spätestens hätte NFL-Debütant Shedeur Sanders zeigen müssen, ob wenigstens ein Teil der Vorschusslorbeeren und seiner Selbsteinschätzung gerechtfertigt sind. Dies ging quasi mit Ansage schief, nachdem er schon die gesamte zweite Hälfte Mühe hatte, der Aufgabe gerecht zu werden.
Dillon Gabriel war als Starter nach der Pause wegen Verdacht auf Gehirnerschütterung an die Seitenlinie verbannt, Sanders übernahm die Führung der Offense der Browns. In der ersten Serie fumbelte er im dritten Down, hatte Glück, dass ein Teamkamerad den Ball wenigstens zum Punt zurückholte. Die zweite Serie endete mit einer Interception im dritten Versuch, die dritte nach immerhin einem First-Down-Lauf mit einem Quarterback Sack und wieder mit dem Punt wie auch die vierte.
Die ersten beiden Einladungen hatte die Ravens-Offense noch jeweils ausgeschlagen, nach der Interception zum Beispiel hatte Lamar Jackson postwendend selbst den Ball bei seiner zweiten Interception des Spieles zurück in die Arme Clevelands geworfen. Mit zwei Field Goals waren die Ravens nun aber zum Ausgleich gekommen, und jetzt waren sie gerade rechtzeitig doch noch warm geworden. Mark Andrews lief über 35 Yards über die rechte Seite außen im vierten Down in die Endzone. Auf dem Weg zum Touchdown-Lauf von Andrews zum 23:16 überbrückte Baltimore 44 Yards mit vier Spielzügen in etwa zwei Minuten. Erst danach gelangen Sanders immerhin noch zwei First-Down-Pässe, eine Minute vor Schluss aber fand er dreimal in Folge keinen Receiver - die Ravens durften zur Victory Formation zurück aufs Feld.
Glanzvoll war es allerdings auch nicht, was Jackson und Co. boten. Myles Garrett brachte Jackson schon in der ersten Hälfte gleich dreimal hinter der Linie zu Boden und zu Beginn der zweiten Hälfte ein viertes Mal. Beim ersten Mal reichte es danach noch zum Field Goal für die Ravens zum 3:0, beim zweiten Mal folgte Jacksons erster Fehlpass, den Devin Bush direkt zur 13:3-Führung für Cleveland verwertete. Dazwischen hatte LaJohntay Wester nach einem Punt den Ball nicht erobern können und Cleveland in die Lage gebracht, ein weiteres Field Goal zu machen.
Derrick Henry war mit 103 Yards aus 18 Läufen immerhin wieder ein Anker des Angriffs aus Baltimore. Sein Touchdown-Lauf zum 10:13 war der Höhepunkt der ersten Hälfte für die Gäste. Die Browns kamen danach aber noch zu einem weiteren Field Goal, vorbereitet durch ein Offside der Ravens-Defense beim vierten Versuch und zwei Pässe von Dillon, der da noch als Quarterback der Browns auf dem Feld war. Am Ende war es umsonst, weil Sanders mit der Rolle als NFL-Quarterback (noch?) überfordert schien.
Daniel Weber - 17.11.2025

Nate Wiggins von den Baltimore Ravens feierte seine Interception nur kurz - auch sein Quarterback Lamar Jackson warf direkt danach in falsche Hände. (© Getty Images)
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