Zwei Hoffnungsträger als Quarterbacks im direkten Divisions-Duell: Caleb Williams für die Chicago Bears und J.J. McCarthy für die Minnesota Vikings versuchten dabei jeweils 32 Mal Pässe, beide brachten genau die Hälfte der Würfe an den eigenen Mann. Der kleine Unterschied: McCarthy warf für die Gastgeber in der Schlussphase der ersten Halbzeit zwei Interceptions. Die erste kurz nach dem ersten Bears-Touchdown in der eigenen Hälfte, was Chicago schnell zum Field Goal zum 10:7-Pausenstand verwerten konnte. Und die zweite in der nächsten Serie, als man bereits auf dem Weg zum Ausgleich schien.
Die Chicago Bears waren nach der Pause als erste in Ballbesitz und schafften es immerhin zum nächsten Field Goal. Cairo Santos traf da aus 54 Yards, im übrigen Spiel ein weiteres Mal aus über 40 Yards und zwei Mal aus kürzerer Distanz. Am Ende war dies die Basis für den 19:17-Sieg. Im dritten Viertel gab es auch noch das dritte Field Goal von Santos zum 16:3, auf dem Weg zum Field Goal hatten die Bears 65 Yards mit zehn Spielzügen in etwa fünf Minuten überbrückt, stoppten anschließend MInnesotas Angriff wieder schnell und nahmen ihre 13-Punkte-Führung mit ins letzte Viertel.
Da bäumten sich die Gastgeber aber noch einmal auf. Eingeleitet wurde es durch einen 43-Yard-Punt-Return von Myles Price, zwei längere Läufe von Jordan Mason brachten den Ball in zwei Etappen über 24 Yards in die Endzone. Mit einem 45-Yard-Field-Goal-Versuch scheiterte Santos anschließend, und drei Minuten vor dem Ende gelang es den Bears nicht, die Vikings bei einem vierten Down ins Offside zu ziehen, um an der Mittellinie vier neue Versuche zu erzwingen. McCarthy nutzte es, um sein Talent aufblitzen zu lassen. Mit einer Passserie von fünf gelungenen Würfen in Folge führte er sein Team aus der eigenen Hälfte in Chicagos Endzone - Jordan Addison markierte das 17:16.
Es blieben 50 Sekunden, es sah nicht mehr danach aus, dass Chicagos Angriff trotz aller verbliebenen Auszeiten da noch etwas würde reißen können. Aber es genügten ganze neun Lauf-Yards von De’Andre Swift - denn davor hatte Devin Duvernay mit seinem Kickoff Return über 56 Yards den Ball bereits an Minnesotas 40-Yard-Linie platziert. Chicago vertraute bei 48 Yards Distanz zum Tor wieder auf Santos - und setzte sich dank des erfolgreichen Kickers vorerst allein an die Spitze der NFC North, da Detroit sein Spitzenspiel am Abend gegen Philadelphia nicht gewinnen konnte.
Die nächsten drei Spiele absolvieren die Bears nun aber gegen echte Playoff-Kandidaten, gegen Pittsburgh, in Philadelphia und in Green Bay. Für Caleb Williams und Co. dürfte der derzeitige Rang da schwer zu halten sein - bei den übrigen Gegnern von solchem Kaliber war man in dieser Saison in Detroit und Baltimore ziemlich chancenlos.
Daniel Weber - 17.11.2025

Jaquan Brisker und die Chicago Bears liegen an der Spitze der NFC North. (© Getty Images)
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