In Woche 10 trafen die Houston Texans auf die Jacksonville Jaguars – und mussten dabei auf ihren Franchise Quarterback C.J. Stroud verzichten. Der junge Spielmacher erlitt im letzten Spiel eine Gehirnerschütterung und darf erst wieder auflaufen, wenn die NFL ihn offiziell für den Spielbetrieb freigibt. Keine einfache Situation für die Texans, die schon seit Saisonbeginn mit ihrer Form kämpfen.
Die knappe Niederlage gegen die Denver Broncos und die Verletzung von Stroud hatten das Team aus dem Rhythmus gebracht. Entsprechend holprig verlief der Start in diesem Aufeinandertreffen.
Die Jacksonville Jaguars, mit einer 5-3-Bilanz Zweiter in der AFC South, zeigten gleich im ersten Quarter ihre Dominanz. Quarterback Trevor Lawrence führte sein Team souverän über das Feld, und nach einem Field Goal von Cam Little sowie einem 7-Yard-Touchdown-Pass auf Parker Washington stand es schnell 10:0 für Jacksonville.
Erst im zweiten Quarter fanden die Texans unter Quarterback Davis Mills besser ins Spiel. Durch starke Aktionen von Matthew Wright und Woody Marks glichen sie auf 10:10 aus. Doch Jacksonville antwortete prompt: Chuma Edoga sorgte für weitere Punkte, und auch im dritten Quarter legten die Jaguars mit 9 Punkten nach – 29:10.
Was dann folgte, war ein Comeback, das niemand erwartet hatte.
Im letzten Quarter explodierte die Texans-Offense – 26 Punkte in nur einem Quarter! Jayden Higgins sicherte wichtige First Downs, Nick Chubb arbeitete sich hartnäckig durch die Mitte. Ein Pass auf Dalton Schultz wurde stark verteidigt, doch eine Pass Interference an der 22 brachte Houston in Position. Nach einem False Start von Jarrett Patterson und einem Incomplete Pass auf Nico Collins übernahm schließlich Davis Mills selbst die Verantwortung – und lief den Touchdown. Die anschließende Two-Point-Conversion misslang, es blieb zunächst knapp.
Mit nur noch 37 Sekunden auf der Uhr bekamen die Jaguars den Ball zurück. Doch die Texans-Defense hielt stand. Trevor Lawrence versuchte, mit Pässen auf Trevor Washington Raum zu gewinnen, doch eine Facemask-Strafe und ein Sack durch Sheldon Rankins besiegelten das Schicksal der Jaguars – Rankins eroberte den Ball und trug ihn selbst in die Endzone zum 36:29-Endstand.
Fazit:
Die Houston Texans haben eindrucksvoll bewiesen, dass man sie im vierten Quarter nie abschreiben darf. Nach einem durchwachsenen Start kämpfte sich das Team eindrucksvoll zurück – mit 69 Plays für 412 Yards, darunter 282 Passing Yards und fünf Sacks.
Dieser Sieg war mehr als nur ein Lichtblick – er war ein Statement. Die Texans bleiben in der AFC South im Rennen und tanken Selbstvertrauen für das nächste Duell gegen die Tennessee Titans.
Nadia Quast - 09.11.2025

Davis Mills übertraf sich selbst im letzten Quarter (© Getty Images)
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