Wie bei allen Partien üblich, so standen auch nach dem "Berlin Game" wieder Vertreter beider Teams im Rahmen einer Pressekonferenz zur Verfügung. Bei den Falcons kamen nur noch Head Coach Raheem Morris und Quarterback Michael Penix Jr auf das Podium. Selbst nach einer Niederlage ungewöhnlich wenige.
Ein im Vergleich zum Freitag sichtlich niedergeschlagener Coach stand als erstes - im Beisein von Falcons Owner Arthur Blank im Hintergrund - den Pressevertretern zur Verfügung. Vermutlich kein allzu gutes Zeichen für den angezählten Head Coach.
"Es war ein hartes Spiel. Wir müssen einen Weg finden, solche Spiele zu gewinnen." Dass die Chancen dazu da waren, räumte er prompt ein. Mittlerweile war es bereits die vierte Niederlage in Folge für die Falcons.
Der Plan wäre eigentlich gewesen, das Laufspiel im Allgemeinen und Running Back Jonathan Taylor im Speziellen zu stoppen. Angesichts 282 Yards von Taylor insgesamt, von denen er 244 erlaufen hatte, musste man feststellen, dass das nicht einmal im Ansatz geklappt hatte. "Er ist ein großartiger Spieler. Er hat unsere Spieler aussteigen lassen. Er hat Yards gemacht, wenn eigentlich keine da waren. Und er hat Yards gemacht, wenn welche da waren. Wir haben ihn einmal rausgelassen und er hat uns dafür bezahlen lassen." Damit spielte er auf den 83 Yards Touchdown im Schlussviertel an, bei dem Taylor eine Lücke gefunden hatte und nicht mehr einzuholen war.
Auch im Return Game hatte wenig so geklappt, wie es eigentlich sollte: "Wir müssen Tackles machen. Wir müssen den Winkel und die Leverage halten. Wir dürfen ihn nicht in die Mitte des Felds punten." Sachen, die man eigentlich in dieser Woche erneut besprochen habe.
Quarterback Michael Penix kam als Nächstes und war offensichtlich am Boden zerstört: "Wir müssen besser werden und das beginnt bei mir." Er wäre extrem frustriert und erklärte auf Nachfrage: "Ich muss besser spielen. Bei allem."
Bei nur 12 von 28 angebrachten Passversuchen für 177 Yards ohne Touchdown war seine Enttäuschung durchaus nachvollziehbar. Nach gerade einmal zwei Minuten Pressekonferenz, was deutlich unter dem Schnitt liegt, wurde er von den offensichtlich quälenden Fragen erlöst.
Zunächst war noch ein zweiter Spieler angekündigt, aber nach gut 15 Minuten Wartezeit wurde verkündet, dass niemand mehr auftauchen würde. Es passte zum enttäuschenden Ausgang der Partie aus Falcons-Sicht.
Atlanta empfängt kommende Woche den Divisionsrivalen Carolina Panthers, der überraschend besser steht als die Falcons, was vor der Saison sicher nur die wenigsten Experten erwartet hatten.
Carsten Keller - 09.11.2025

Raheem Morris war sichtlich enttäuscht (© Carsten Keller)
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