Tiefpunkt erreicht?

Rookie QB Quinn Ewers durfte im Schlussviertel erstmals auf das FeldEine ganz bittere Niederlage mussten die Miami Dolphins bei den Cleveland Browns einstecken. Mit 6:31 unterlagen die Dolphins gegen ein Team, bei dem sie überzeugt wirkten endlich den zweiten Saisonsieg feiern zu können. Somit steht für Miami nur eins fest: verloren ist die Saison bereits jetzt, nun geht es darum an die Zukunft zu denken und entsprechend zu handeln.

Dabei redet natürlich niemand von "Tank for Arch", denn dass der Neffe von QB-Legende Peyton Manning in der Draft 2026 verfügbar sein wird, ist mehr als fraglich, zudem gilt der Texas Longhorns Quarterback auch dieses Jahr nicht als Superstar des College Footballs. Doch sollten sich die Dolphins mit ihrem Team auseinandersetzen und entscheiden, in welche Richtung es 2026 gehen soll. Kann man QB Tua Tagovailoa in die Spur zurückbringen? Oder was kann Rookie QB Quinn Ewers, den man in Runde 7 verpflichtete, dem aber großes Talent nachgesagt wird?

Mit QB Tua Tagovailoa haben die Dolphins einen Quarterback mit All-Star Talent, was dieser bereits bewiesen hat. Aber auch einen Quarterback, der verletzungsanfällig ist und diese Saison nicht ganz auf der Höhe zu sein scheint. Gegen die Cleveland Browns warf Tagovailoa drei weitere Interceptions und wurde im zweiten Durchgang durch Rookie QB Quinn Ewers ersetzt. Dabei war Cleveland gar nicht mal so viel besser, allerdings erzielten sie nach den vier Ballverlusten Miamis dreimal Touchdowns, was am Ende spielentscheidend war. Browns RB Quinshon Judkins fand dabei dreimal den Weg in die Endzone und war damit spielentscheidender Mann, während Browns Rookie QB Dillon Gabriel mit 116 Passyards aus 18 Versuchen blass blieb.

Doch nicht nur mit den drei Interceptions machte Tagovailoa es seinem Team schwer zu gewinnen, das ganze Team spielte weit unter seinen Möglichkeiten. Nur einen von 13 dritten Versuchen konnte Miami in ein neues First Down umwandeln, zudem gab es elf Strafen gegen das Team, die 103 Yards Raumverlust brachten.

Wer es sich einfach machen möchte, zeigt auf die Verletzung von WR Tyreek Hill als Grund für die Misere in Miami. Doch auch wenn Hill mit seinen Abwanderungsgedanken und nun seinem Ausfall sicher seinen Beitrag geleistet hat, wirkt dies zu oberflächlich gedacht. Unbestritten spielt Tagovailoa in seinem sechsten Jahr seine schlechteste Saison in Aqua und Orange und kann nachweislich mehr. Allerdings schafften es die Dolphins wieder nicht eine solide Offensive Line zu stellen. Daher hatte wohl der Rücktritt von OT Terron Armstead einen größeren Effekt auf den Teamerfolg als die Unruhe um Hill. Tagovailoa hat zu wenig Zeit den Ball an den Mann zu bringen, Achane findet zu wenig Lücken in der gegnerischen Defensive, auch wenn er in den vergangenen Wochen immer wieder die effektivste Angriffswaffe des Teams war.

Besiegelt scheint das Schicksal von Miami Head Coach Mike McDaniel zu sein, der sich nach dem Saisonstart mit einem Sieg und sechs Niederlage in Durchhalteparolen flüchtet. "Es geht nicht darum Angst um meinen Job zu haben, es geht darum meinen Job zu machen", sagte er nach dem Spiel und könnte bereits binnen des nächsten Monats abgelöst werden. Denn nach dem Gastspiel in Madrid haben die Dolphins ihre Bye-Week und damit genug Zeit sich um einen Nachfolger zu bemühen (zB. Jeff Fischer - derzeit Commissioner einer Indoor Football League - oder Mike McCarthy) oder einen Kandidaten aus den eigenen Reihen bis zum Saisonende zu testen und dann richtig tätig zu werden.

Beobachten muss man auch den Trademarkt. Bezeichnend waren die Diskussionen der vergangenen Wochen, in denen zahlreiche Spieler der Dolphins als Tradeziele von Playoffteams genannt wurden. So gab es Spekulationen über Abgänge von WR Jaylen Waddle, RB De'Von Achane, LB Jaelen Philips, LB Bradley Chubb, DE Chop Robinson, DT Zach Sieler und S Minkah Fitzpatrick - also quasi jedem Spieler Miamis, der irgendwann mal anständigen guten Football gespiel hat. Geben die Dolphins Spieler wie diese ab, ist der Neuaufbau unvermeidlich.

Schüler - 20.10.2025

Rookie QB Quinn Ewers durfte im Schlussviertel erstmals auf das Feld

Rookie QB Quinn Ewers durfte im Schlussviertel erstmals auf das Feld (© Getty Images)

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