Vanderbilt zeigte sich von der Niederlage bei Alabama zwei Wochen zuvor gut erholt und kam gegen LSU zu einem verdienten 31:24-Erfolg. Mit diesem Sieg ist den Commodores zumindest eine weitere Bowl-Teilnahme sicher, und wenn man die Defizite, die vier seiner letzten fünf Gegner bisher gezeigt haben, berücksichtigt, dann ist selbst das Erreichen der Playoffs kein allzu verwegenes Ziel mehr. Dass Head Coach Clark Lea, einst selbst Spieler bei den Commodores als für die noch das Tabellenende der normale Platz in der "Hackordnung" der SEC war, ist eher unwahrscheinlich, aber auch er will mehr als eine Wiederholung des letztjährigen Ergebnisses (7-6). "Wir haben es uns verdient, ein bisschen zu feiern, aber dieses Spiel wird nicht der Endpunkt unserer Saison sein. Dieses Team kann noch viel mehr erreichen", sagte er nach der Partie unter anderem.
Der Matchwinner für Vanderbilt war einmal mehr QB Diego Pavia. Der verbal manchmal etwas zu forsche Angriffsführer brachte LSUs eigentlich starke Abwehr mit seiner Kombination aus Pass- und Lauf-Qualität immer wieder in Not. Angetrieben von ihm dominierte Vanderbilts Offensive die Line of Scrimmage, holte 239 Lauf-Yards und sorgte für ein deutliches Plus von 13 Minuten beim Ballbesitz, vor allem in der zweiten Halbzeit, in der Vanderbilt den Ball mehr als 20 Minuten lang hielt. Letzteres bringt dann auch die beste Defense an ihre Grenzen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit machte Vanderbilt den vorentscheidenden Schritt zum Sieg. Mit dem ersten Angriff nach der Halbzeitpause (10 Spielzüge, 75 Yards, knapp sechs Minuten Ballbesitz) baute man seine Führung auf 24:13 aus (1-Yard-Pass von Pavia auf TE Cole Spence) und ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als LSU im direkten Gegenzug dank einer spektakulären Einzelleistung von WR Zavion Thomas, der einen kurzen Pass von QB Garrett Nussmeier in einen 62-Yard-Touchdown zum 21:24 verwandelte, nicht aus der Ruhe bringen. Im Anschluss daran zog man einen weiteren langen Angriff auf (10 Spielzüge, 75 Yards, knapp sechseinhalb Minuten Ballbesitz), den Pavia selbst mit einem sehenswerten 21-Yard-Touchdown-Lauf zum 31:21 krönte. LSU gelang später noch ein Field Goal zum 24:31, aber eine weitere Chance bekamen die Tigers nicht.
LSU hatte nicht nur Probleme damit, Vanderbilts Offense zu stoppen, die eigene Offensive konnte sich nur selten mal richtig gegen Vanderbilts Abwehr durchsetzen. "Wir hatten Chancen, aber haben zu wenig aus ihnen gemacht", sagte Head Coach Brian Kelly später und spielte damit darauf an, dass man zu viele Field Goals (4) statt Touchdowns (1) erzielt hatte. Diese Einschätzung ist nicht völlig falsch, blendet aber aus, dass sein Team überhaupt nur einmal bis in die gegnerische " Red Zone" vorgestoßen war. Und zieht man zwei "Big Plays", den erwähnten 62-Yard-Touchdown-Pass und einen 51-Yard-Lauf von RB Caden Durham, ab, dann holten die Tigers gerade mal 4,5 Yards pro Spielzug. Das Problem war die Offensive Line, die fast nie Räume für erfolgreiche Läufe schaffen konnte und Nussmeier bei Pässen nur mangelhaft schützte. Nussmeier kassierte zwar nur zwei Quarterback Sacks, stand aber ständig unter Druck, bekam viel zu oft nach dem Wurf "noch einen mit", was ihn sichtbar an seine physischen Grenzen brachte. Gegen einen gleichwertigen Gegner, wie es Vanderbilt aktuell ist, reicht das dann eben nicht.
Hoch - 19.10.2025

QB Diego Pavia war bei Vanderbilts 31:24-Sieg gegen LSU mal wieder der beste Mann seines Teams. (© Getty Images)
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