Bekommt Florida, eine der größten Enttäuschungen der ersten Wochen dieser Spielzeit, doch noch die Kurve? Angesichts der Leistung, die die Gators beim völlig überraschenden 29:21-Sieg gegen Texas gezeigt haben, wirken die Auftritte bei den drei Niederlagen in Folge zuvor noch unverständlicher. "Das ist das Team, das ich von Anfang an erwartet hatte. Man muss den Spielern Respekt zollen. Sie sind eine Mannschaft. Sie haben Verantwortung übernommen und an sich gearbeitet. Ich fühle mich geehrt, ein Teil davon zu sein", sagte Head Coach Billy Napier, über dessen mögliche Entlassung seit Wochen spekuliert wird, über seine Mannschaft. Und für die Mannschaft drückte CB Devin Moore das so aus: "Wir wussten als Mannschaft, dass, wenn alles zusammenpasst, wir gefährlich sein würden, und das ist heute passiert".
Verlauf und Ausgang dieses Spiels lassen sich im Grunde schnell und einfach erklären, weil ein paar, für jedermann ersichtliche Faktoren entscheidend waren. Da war zum einen die physische Dominanz der beidem Lines. Die Offensive Line öffnete immer wieder Räume für erfolgreiche Läufe, vor allen von RB Jadan Baugh, und schützte den sichtbar angeschlagenen QB DJ Lagway bei Pässen so gut wie in keinem der ersten vier Spiele. Vielleicht noch wichtiger war der Auftritt der Defensive Line. Dank ihrer Dominanz fand zum einen das Laufspiel der Longhorns so gut wie gar nicht statt (mickrige 2,0 Yards pro Lauf), und zum anderen stand QB Arch Manning ständig unter Druck (u.a. sechs Quarterback Sacks). Und weil die Line meist ohne Hilfe durch "Blitzes" auskam, konnte man die Anspielstationen meistens sehr gut abdecken. Dazu kam der erste Einsatz von WR Dallas Wilson. Der College-Neuling, der als Ausnahmetalent gilt, hatte nach einer Verletzung in der Vorbereitung in den ersten Spielen gefehlt. Am Samstag drückte er dem Spiel sofort seinen Stempel. Er war Lagways bevorzugte Anspielstation. Er fing beide Touchdown-Pässe von Lagway (13 Yards zum 17:7 im zweiten Viertel und 55 Yards zum 29:14 kurz vor Ende des dritten Viertels) und steuerte auf dem Weg zum Field Goal zum 10:0 und zu seinem ersten Touchdown neue First Downs bei.
Florida war vor allem in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft. Die Gators legten gleich mit dem ersten Angriff (13 Spielzüge, 84 Yards, knapp sieben Minuten Ballbesitz) das 7:0 vor (5-Yard-Lauf von Baugh), zogen drei "Scoring Drives" von zehn oder mehr Spielzügen auf und waren letztlich zwei Drittel der ersten Halbzeit in Ballbesitz. In der zweiten Halbzeit war das Spiel etwas ausgeglichener, aber das Big-Play-Potenzial der Longhorns blitzte wegen des Dauerdrucks durch Floridas Abwehr nur ein paar Mal auf, beim 38-Yard-Touchdown-Pass von Manning auf WR Ryan Wingo zum 14:22 in der Schlussphase des dritten Viertels und in Gestalt zweier langer Pässe (26 Yards auf Daylan McCutcheon und 42 Yards auf DeAndre Moore) auf dem Weg zum 21:29 (1-Yard-Lauf von RB Quintrevion Wisner).
Hoch - 05.10.2025

QB DJ Lagway zeigte bei Floridas 29:21-Sieg gegen Texas seine bislang beste Leistung in dieser Saison. (© Getty Images)
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