Die Meisterschaft in der GFL 2-Süd war bereits sicher, aber Regensburg Phoenix gab auch im letzten Saisonspiel noch einmal richtig Gas. Denn die Mannschaft um Head Coach Derrick Wilson hatte noch Ziele: Die ungeschlagene Heimserie zu halten und sich wie im Vorjahr den Titel "Defense mit den wenigsten Gegenpunkten" zu schnappen. Und beide Ziele wurden erreicht. Mit einem klaren 50:10-Sieg wurden die Wiesbaden Phantoms in die Schranken verwiesen. Durch die Mithilfe der Nürnberg Rams, die den Albershausen Crusaders 30 Punkte "einschenkten", konnte auch das zweite Ziel erreicht werden.
Los ging es nach kurzen Regenschauern pünktlich um 16 Uhr mit dem Kickoff der Regensburger. Man wollte zuerst die starke Defense von Defensive Coordinator Earl Stephens aufs Feld schicken und gleichzeitig mit Ballbesitz in die zweite Spielhälfte starten. Der Coin Toss wurde dieses Mal von Sport-Bürgermeisterin Astrid Freudenstein ausgeführt, die sich in die Reihe der zahlreichen Gratulanten zum Aufstieg ganz vorne mit einreihte.
Die Defense machte dort weiter, wo man beim 35:27-Sieg in Albershausen aufgehört hatte. Mit ständigem Druck auf die gegnerische Offense zwang sie die Gäste aus Wiesbaden gleich im ersten Drive zum Punt, somit war die Offense um Quarterback Cameron Yowell (#12) an der Reihe. Mit Runs von Alexander von Poblotzki (#4) oder Pässen auf seine vielen Anspielstationen schaffte es Yowell, sich in Reichweite zu bringen, für die ersten Punkte sorgte dann einmal mehr Nicolas Hayes (#2) mit dem Touchdown und Dominik Laßmann (#41) mit dem Extrapunkt. Somit hieß es schnell 7:0 für die Gastgeber.
Nico Ziaja (#23) fing im nächsten Spielzug der Gäste den Ball ab und trug ihn zu einem Pick-Six zurück, inkl. Extrapunkt von Laßmann hieß es somit bereits 14:0 für die Regensburger. Das reichte den Verteidigern aber nicht, die Defense setzte die Phantoms so unter Druck, dass es zu einem Safety kam. Somit stand es nach knapp sechs gespielten Minuten 16:0.
Die Gäste aus Wiesbaden wachten nun auf und schafften es mit ihrer Defense, die Phoenix-Offense ohne weitere Punkte vom Platz zu schicken. Aber auch Regensburg gab sich defensiv keine Blöße und zwang die Gäste erneut zum Punten. Hatte man im Hinspiel in Wiesbaden noch Probleme mit der Phantoms-Offense, so demonstrierten die Hausherren im ersten Quarter eine klare Dominanz.
Zu Beginn des zweiten Quarters dann erneut Punkte für die Regensburger Offense, diesmal fand Yowell seinen Receiver Malik Small (#11) zum Touchdown, mit dem Extrapunkt von Laßmann erhöhten die Gastgeber auf 23:0. Die Phantoms schafften es in der Folge wenigstens in Richtung Endzone, kamen nur zu einem Field Goal. Das 23:3 bedeutete zugleich den Halbzeitstand.
Nach der Pause fand Yowell seine Anspielstation Nicolas Hayes (#2) zum nächsten Touchdown, auch Laßmann traf wieder, somit bauten die Seniors die Führung auf 30:3 aus. Dann gelang den Gästen ihr erster Touchdown, eine Schwachstelle in der Mitte erlaubte den Phantoms, den Ball nach langem Pass in die Endzone zu tragen, mit dem Extrapunkt verkürzten die Gäste auf 30:10.
Mit diesem Spielstand ging es dann auch in das letzte Viertel des Spiels und der Season. Kurz nach Seitenwechsel fand Yowell dann Sebastian Lang (#81) für den Touchdown, mit dem Extrapunkt von Laßmann lautete der Spielstand nun 37:10. Al nächstes durfte sich Alexander von Poblotzki (#4) in die Statistik der Touchdown-Empfänger eintragen. Nun war sogar die magische 50-Punkte Grenze in Reichweite der Gastgeber. Alexander von Poblotzki (#4) erzielte mit einem Lauf den letzten Touchdown des Spiels und Dominik Laßmann kickte den Extrapunkt zur 50:10-Führung.
Nach dem Spiel nahm Vorstand Tanja Wilson den Meisterpokal entgegen und gab ihn an den scheidenden Captain Kilian "Goofy" Richter (#99) ab. Neben Richter wurden auch Defensive-Liner Robert Mitchell (#45), Offensive-Liner Benedikt Grünauer (#52), Linebacker und Thomas-Arron-Nichols-Award-Gewinner Manuel Möller (#54) in den Ruhestand verabschiedet. Richter ließ seine 11 Jahre Phoenix-Geschichte Revue passieren und trat auf dem Höhepunkt seiner Karriere als aktiver Spieler und langjähriger Captain zurück. Head Coach Derrick Wilson würdigte die scheidenden und aktiven Spieler und betonte, dass nun eine neue Zeitrechnung für das Team aus Regensburg anbricht und man im nächsten Jahr an die Erfolge anknüpfen möchte.
Wittig - 02.09.2025

Selbst Johnathan Lewis (Albershausen Crusaders) kam im August nicht an #99 Kilian "Goofy" Richter (Regensburg Phoenix) vorbei (© Mike Hofmann)
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