Flag Football gewinnt auch in deutschen Landen immer mehr an Dynamik und bereitet sich, nachdem die Finals 2025 in Dresden gespielt worden sind, auf die Flag EM in Frankreich vor. Das Turnier findet vom 25. - 27. September im Sportpark Val-de-Marne in Choisy-le-Roi, im Südosten von Paris statt und die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren. "Die Damen Nationalmannschaft befand sich vor kurzem beim International Bowl in Los Angeles und hat viel gelernt. Die Herren Nationalmannshaft wird im August in Salzburg ein Trainingscamp absolvieren und unser Nachwuchs führt auch im August Lehrgänge durch, um sich auf die Junioren EM vorzubereiten", berichtet der Direktor der Flag Football Nationalmannschaften, Torsten Grom gegenüber Football-aktuell.de.
Für Grom geht es vor allem bei diesen Maßnahmen darum, die Abstimmung zwischen den einzelnen Spielern und Mannschaftsteilen zu verbessern. "Bei solchen Veranstaltungen, wie in Salzburg muss ich nicht das eigene Playbook zeigen. Es geht darum, die notwendigen Cuts durchzuführen und sich mit Spitzen-Nationalmannschaften zu messen. Wir wollen herausfinden, welche Spieler haben sich gut und welche noch besser entwickelt. Wir wollen sie alle testen und das funktioniert am besten, wenn sie sich mit den besten Spielern Europas messen können und zeigen, ob sie dem Druck gewachsen sind. Da wir Coaches uns untereinander sehr gut kennen und schätzen, geht es auch darum, dass wir uns als Europäer verbessern, um den großen Flag Nationalmannschaften USA, Kanada, und Mexiko besser entgegentreten können."
Der Direktor der Flag Nationalmannschaften scheut auch den Vergleich mit Basketball nicht: "Auch die USA waren im Basketball jahrzehntelang unschlagbar und die Europäer haben diese Herausforderung angenommen und sich Stück für Stück weiter entwickelt." Entsprechend sieht Grom die Olympischen Spiele 2028 und vorher die Ausscheidungswettkämpfe als die großen Chancen für das bundesdeutsche Flag Football. "Wir müssen als Sport beweisen, dass wir würdig sind, olympisch zu sein. Und da wir nur beeinflussen können, was in unserem Rahmen möglich ist, müssen wir daran arbeiten, dass auch Flag Football 2023 in Australien olympisch bleibt.
Entsprechend erfreut war Torsten Grom auch, als er zum ersten Mal erfuhr, dass sich die Stadt Düsseldorf um die Flag Football WM beworben hat und auch den Zuschlag für das Turnier von der IFAF erhalten hat. "Auch die WM 2026 müssen wir als Riesenchance betrachten. Es ist ein Glücksfall, dass die Stadt Düsseldorf und D.Sports als Ausrichter agieren. Die IFAF sucht sich aus dem Pool der Offiziellen ihre Leute aus, von denen sie denkt, dass sie die besten sind, somit können wir uns als Flag Nationalmannschaften voll auf den Sport konzentrieren und uns optimal auf dieses Turnier vorbereiten." Unter optimal verstehen die Flag Footballer vor allem ein höheres Level, welches noch vor einigen Jahren kaum vorstellbar war: "Uns geht es gut und wir können stolz sein, was wir bisher organisieren konnten. Vor vier Jahren hätten, wir uns diesen Wandel nicht vorstellen können. Der Sport wandelt sich, die Lücken zu den Top Teams werden kleiner. An guten Tagen besitzen alle gute Chancen zu gewinnen und ohne die vielen freiwilligen Helfer, ohne die staatliche Förderung und ohne die Unterstützung des AFVD wäre unser Weg so nicht machbar gewesen. Wir haben heute das Gefühl, das wir zum Verband gehören und werden geschätzt. Wir besitzen unsere Daseinsberechtigung und erleben jetzt eine schöne Zeit."
Schlüter - 01.08.2025

2023 gewann erstmals eine deutsche Flag Nationalmannschaft EM-Gold. (© Ian Humes )
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