Die Munich Ravens haben ihr Heimspiel gegen die Wroclaw Panthers mit 34:14 gewonnnen und ihren Spitzenplatz der ELF South damit gefestigt. Vor allem die Defense stellte den Sieg sicher und Running Back Justin Rodney sorgte immer wieder für wichtige Yards.
Zunächst bestimmten aber die Verteidigungsreihen beider Teams das Geschehen, so dass die ersten ersten beiden Drives jeweils mit Punts endeten. Dann schlugen jedoch die favorisierten Ravens das erste Mal zu: Mit viel Fokus auf das Running Game um Justin Rodney kamen die Münchener bis an die Endzone und dort war es dann wieder einmal Defensive Tackle Etuale Lui, der seinen zweiten Touchdown der Saison per Lauf feiern konnte.
Die Polen versuchten es mit Quarterback DJ Irons des Öfteren per QB Scramble, aber ansonsten hatten die Hausherrn den Angriff der Gäste lange im Griff. Er erlief jedoch auch den ersten Score der Gäste gut drei Minuten vor der Pause.
Zwischenzeitlich hatten die Ravens noch per Pass zu Wide Receiver Malik Stanley Jr auf 14:0 erhöht, so dass es kurz vor dem Two Minute Warning 14:6 stand, da die Two Point Conversion aufgrund eines schlechten Snaps nie eine Chance hatte.
Returner Ahsan Moore brachte seinem Team aber erneut eine hervorragende Ausgangsposition, um noch einmal vor der Pause zu punkten. Zunächst sah es so aus, als ob die Münchener punten müssten, da ein weiter Pass zu Stanley Jr misslang. Eine Roughing The Passer Strafe hielt die Ravens jedoch im Ballbesitz; schnell stand jedoch wieder ein vierter Versuch an, der mit einem wilden und relativ unsinnigen Lauf von Quarterback Tabor, der Licht und Schatten zeigte, endete.
Die Defense verhinderte jedoch Schlimmeres und holte sogar noch einmal in Person von Cornerback Jumilson Moreira Ferreira per Strip Sack Fumble Recovery den Ball mit 47 Sekunden auf der Uhr zurück. Es folgte die wohl schlechteste Sequenz von Russell Tabor in dieser Spielzeit: Trotz laufender Uhr zweimal erfolglos lange gelaufen und im 3. Versuch – erneut zu Fuß – den Ball bei einem Strip Sack ebenfalls gefumbelt. So ging es doch mit 14:6 in die Kabinen. Vor allem "ELF-Legende" A.J. Wentland hatte Tabor das Leben immer wieder schwer gemacht.
Nach zwei erneut kurzen Drives auf beiden Seiten, drehten die polnischen Gäste auf: DJ Irons lief einmal mehr und schnell standen die Gäste tief in der Hälfte der Münchener. Dort hielt die Defense der Münchener aber und produzierte an der eigenen Red Zone ein Turnover on Downs.
Der Münchener Angriff musste angesichts des knappen Spielstands liefern und tat das auch: Ein sensationeller Lauf von Running Back Justin Rodney über links, bei dem er einen Verteidiger per Hurdle überspringt und in die Endzone einläuft, stellte auf 20:6. Der Extrapunktkick wurde geblockt.
So ging es auch in den Schlussabschnitt, wobei die Gäste bereits in der Münchener Hälfte standen. Diesmal klappte auch ein 4. Versuch per Pass zu Stewart, aber wenig später war nach einem missglückten Field Goal Versuch auch wieder Schluss.
Die Münchener konnten sich vor allem auf Running Back Rodney verlassen, der immer wieder für wichtige Yards sorgte. Diesmal erlief Quarterback Tabor den Score zum 27:6 selbst.
Es war der Genickbruch, auch wenn Tabor seine Statistiken mit einem weiteren kurzen Touchdown und Darrell Stewart Jr nach Pass von DJ Irons in der Schlussminute noch einmal für Punkte sorgten.
München trotz nicht immer herausragender Leistung damit weiter sicher auf Playoffkurs, für die Polen war es diesbezüglich das Ende aller Träume.
Nächste Woche ist dann bei allen Teams erst einmal Pause – allerdings nur, weil ligaweit Bye-Week ist, was nach dieser durchaus fordernden Woche für die Liga sicherlich entgegenkommt und Zeit bringt, um einiges zu sortieren.
Die Woche darauf sind die Madrid Bravos zum "Hoam Coming-Game" – gleichzeitig das letzte Heimspiel – zu Gast. Die finale Woche bringt ein Auswärtsspiel bei den Wroclaw Panthers, bevor – aus Münchener Sicht hoffentlich – die Playoffs anstehen.
Carsten Keller - 27.07.2025

Justin Rodney #33 sorgte für wichtige Yards und Punkte (© Carsten Keller)
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