Neu-Ulm in Höchstform

Die Neu-Ulm Spartans machten in Landsberg Tempo.Auftakt nach Maß für die Neu-Ulm Spartans in Landsberg: Wide Receiver Wesley Juszczak trug gleich den Eröffnungs-Lickoff direkt zum Touchdown zurück, es stand binnen kürzester Zeit 7:0 für das Team des TSV 1880 Neu-Ulm. Damit war der Weg vorgezeichnet: Die Neu-Ulmer lieferten Hochgeschwindigkeits-Football, bei dem das ganze Spiel über der Landsberg X-Press nie richtig zum Zug kam, immer wieder ausgebremst wurde und schließlich eine in der Höhe etwas unerwartete Niederlage hinnehmen musste. Zum Schluss hieß es 52:6 für die Gäste aus Neu-Ulm.

Unerwartet, nachdem der X-Press den Spartans beim Hinspiel in Neu-Ulm mit 27:21 eine Niederlage beigebracht hatte. "War unser Heimspiel gegen Landsberg das schwächste der Saison, so stufe ich das heutige Match als unser stärkstes der letzten Jahre ein", zeigte sich Spartans-Head-Coach Daniel Koch regelrecht begeistert nach dem Auswärtserfolg, mit dem die Hierarchie in der Tabelle festgezimmert wurde und bei dem die Wetter-Umstände wieder mal Landsberg-üblich eine gewisse Rolle spielen sollten.

Dass ihnen in diesem Spiel fast alles gelingen sollte, hatten die Spartans gleich im ersten, anfangs beschriebenen Spielzug gezeigt. Nach dem 7:0 stoppte die Defense die Landsberger bereits nach drei Versuchen, erlaubte sich dann aber durch eine Ballberührung einen Schnitzer beim Punt, und Landsberg behielt so doch den Ball in besserer Feldposition. Allerdings war auch jetzt wieder nach nur drei Versuchen die Angriffsserie zu Ende.

Die Spartans-Offense zeigte hingegen eine gute Serie, die Offensive Line gab Quarterback Hunter Sturgeon – wie während der gesamten Begegnung – viel Zeit, und er fand Wesley Juszczak per Pass zu dessen zweitem Touchdown. Dann ging der X-Press gut übers Feld, erzielte seinen Touchdown, leistete sich aber beim PAT-Versuch einen Fehlschuss. Der Touchdown blieb so der einzige Punkterfolg der Gastgeber.

Die nächste Serie der Spartans brachte durch ein Field Goal von Max Walser drei Punkte zum 17:6. Noch zwei weitere Touchdowns gelangen den Spartans vor der Pause, zudem fing Safety Fabian Winter eine Interception. Beim Spielstand von nun 31:6 hatte Landsberg 46 Sekunden vor der Pause den Ball, dann heulte die gefürchtete Sirene der automatischen Gewitterwarnanlage der Landsberger Sportanlage. Dies kennen die Spartans schon gut aus den Vorjahren: Auch 2023 und 2024 musste ihr Spiel dort jeweils unterbrochen werden. Ertönt das langgezogene Warnsignal, müssen alle Akteure für mindestens 20 Minuten vom Feld und auf Entwarnung warten. Diesmal dauerte die Unterbrechung eine dreiviertel Stunde. Danach wurde die übliche Halbzeitpause gestrichen, es konnte kein Pausen-Coaching stattfinden.

Nach ultrakurzem Aufwärmen wollten die Landsberger die verbleibenden 41 Sekunden aus der ersten Halbzeit für Punkte nutzen, kamen aber mit drei Versuchen nicht voran und wollten wenigstens mit einem Field Goal abschließen. Aber: Max Walser blockte den Kick. Damit war die erste Hälfte abgeschlossen, es ging nun nahtlos ins dritte Viertel. Das blieb ohne Zuwachs auf dem Scoreboard: Höhepunkte waren ein Fumble zehn Yards vor der Landsberger Endzone und ein Punt Block durch Safety Niclas Cates.

Im vierten Spielabschnitt erlief Hunter Sturgeon einen Touchdown, verteilte den Ball gut an die Receiver Wesley Juszczak, Patrick Schempf und Tobias Spohn. Running Back Felix Klein krönte seine Leistung mit einem Lauf-Touchdown sowie mit einem gefangenen Touchdown-Pass. Linebacker Max Walser verwandelte alle drei PAT-Kicks gewohnt zuverlässig und verhinderte darüber hinaus einen weiteren Landsberger Punt im Ansatz, indem er den Punter zu Boden brachte, bevor dieser den Ball los werden konnte.

"Wir haben heute in allen drei Aspekten des Spiels klar dominiert: Unsere Offense war stark in Lauf und Pass, die Offensive Line hat super gespielt. Die Defense stand sehr sicher und hat kaum längere Plays abgegeben. Das lag vor allem auch am starken Druck der Defensive Line, insbesondere Michael Hirthammer hat den gegnerischen Quarterback viel gejagt. Und in den Special Teams haben wir dem Ganzen das Sahnehäubchen aufgesetzt mit zwei geblockten Punts, einem geblockten Field Goal und dem Kickoff-Return-Touchdown von Wesley", resümierte Head Coach Koch.

Und während Quarterback Sturgeon kurz und knapp feststellte: "Das war mein Lieblingsspiel in dieser Saison", bekräftigte sein Trainer nochmals: "Es war alles in allem ohne Zweifel eines unserer stärksten Spiele der letzten Jahre und das, obwohl der Kader inzwischen durch Verletzungen doch stark ausgedünnt ist. Es ist einfach schön zu sehen, wie viele Spieler sich in dieser speziellen, misslichen Situation steigern. Ob Felix Klein, der die Rolle als einziger Running Back sehr gut erfüllt, oder Fabi Winter, der die letzten beiden Spiele sehr viele sehr physische Tackles gesetzt hat, obwohl ihm die Gegner körperlich meist überlegen sind."

Mit diesem Sieg sind die Spartans nun sicher Tabellenzweiter mit acht Siegen und zwei Niederlagen bei nur noch zwei verbleibenden Spielen. Landsberg hat als Dritter nun vier Niederlagen und zudem den direkten Vergleich gegen die Spartans verloren. Die beiden letzten Spiele dürfen die Spartans auf heimischen Grund im Dietrich-Lang-Sportzentrum austragen. Dazu kommen zuerst am 26. Juli (Kickoff: 16 Uhr) die im Hinspiel mit 50:24 besiegten Amberg Mad Bulldogs nach Neu-Ulm. Und am 9. August werden als Gäste die noch ungeschlagenen, uneinholbar die Tabellenspitze haltenden Augsburg Centurions erwartet, die im Hinspiel in der Fuggerstadt mit 29:6 deutlich die Oberhand behalten hatten. Trotzdem ist das Ziel der Spartans, eine "Perfect Season" des mit Zugängen aus höheren Spielklassen und mit Importen gespickten Aufstiegskandidaten zu verhindern.

Auerbach - 21.07.2025

Die Neu-Ulm Spartans machten in Landsberg Tempo.

Die Neu-Ulm Spartans machten in Landsberg Tempo. (© Benjamini / Neu-Ulm Spartans)

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